Magnesium entkrampft die Muskulatur Rainer Sturm/pixelio.de

Magnesium entkrampft die Muskulatur

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Das Mengenelement Magnesium ist im Körper an zahlreichen Funktionen beteiligt. Unter anderem stabilisieren Magnesiumionen das Ruhepotential von Muskel- und Nervenzellen und des autonomen Nervensystems. Aufgrund seiner muskelentspannenden Wirkung kann es Krämpfen vorbeugen.

Man nennt Magnesium auch das Salz der inneren Ruhe. Wer unter Krämpfen leidet, dem helfen meist Magnesiumpräparate. Zudem stellt eine ausgewogene Ernährung und magnesiumhaltiges Mineralwasser eine gute Versorgung mit Magnesium sicher.

Wenn es am Auge oder in den Beinen zuckt, fehlt wahrscheinlich Magnesium. Vor allem Menschen mit viel Stress brauchen viel von diesem Nervenmineral. Magnesium ist lebenswichtig, denn es aktiviert etwa 300 Enzyme im menschlichen Körper.

Ohne Magnesium könnten zahlreiche Reaktionen, zum Beispiel im Kohlenhydrat-, Eiweiß- und Fettstoffwechsel, nicht mit der notwendigen Geschwindigkeit ablaufen. Eine besonders wichtige Rolle spielt Magnesium bei der Erregungsübertragung von den Nerven auf die Muskeln und bei der Muskelkontraktion.

Durch seine Ökonomisierung der Pumpfunktion des Herzens wirkt es im Herz-Kreislauf-System unter anderem auch quasi als Stressabschirmung. Magnesium ist der Gegenspieler (Protagonist) des Kalziums, es blockiert dessen Eintritt in die Gefäß- und Herzmuskelzellen. Ein Magnesiummangel begünstigt die Bildung von Plaques an den Gefäßwänden und damit Arteriosklerose.

Magnesiummangel verhindern

Eine ausreichende Magnesium-Versorgung kann somit auch Herz-Kreislauf-Erkrankungen vorbeugen. Auch Knochen und Zähne benötigen Magnesium. Zu viel Magnesium über die Nahrung aufzunehmen, ist kaum möglich. Ein Magnesiummangel dagegen kann zum Beispiel bei erhöhtem Bedarf wie in der Schwangerschaft, bei Stress oder bei starken Wasserverlusten (starkes Schwitzen, Erbrechen, Durchfälle etc.) auftreten.

Auch alkoholische Getränke schwemmen Magnesium aus dem Körper, vor allem Bier in größeren Mengen hat diesen Effekt. Magnesiummangel äußert sich beispielsweise in Form von Muskelkrämpfen, Kribbeln oder Taubheitsgefühlen in Armen und Beinen oder auch Herzbeschwerden.

Für eine magnesiumreiche Ernährung sollten regelmäßig Lebensmittel wie Kürbis- und Sonnenblumenkerne, Weizenkeime- und Weizenkleie, Sojabohnen und Hirse sowie Avocados und brauner Reis auf dem Speiseplan stehen.

Hilft eine entsprechende magnesiumreiche Ernährung nicht weiter, kann auf Magnesiumpräparate zurückgegriffen werden. Deren Dosierung und Anwendungsdauer sollte am besten mit einem Arzt oder Apotheker besprochen werden.