Meditation im Wandel der Zeit – Die 7Mind-App 7Mind

Meditation im Wandel der Zeit – Die 7Mind-App

Was passiert, wenn zwei Wirtschafts-Studenten auf einen Meditationstrainer treffen? – Eine Meditations-App entsteht. Die positiven Wirkungen von Meditation sind durch die Neurowissenschaft belegt. Losgelöst vom esoterischen und religiösen Kontext soll die App daher dazu beitragen, die Vorurteile gegenüber Meditation aufzuheben und sie in den Alltag und ins Berufsleben der Deutschen zu integrieren.

7Mind – Die Meditations-App

Während Meditation in einigen Ländern wie der USA bereits fest zur Unternehmenskultur großer Firmen dazu gehört und auch im Spitzensport gängige Praxis ist, wird sie in der deutschen Alltagskultur oft immer noch als „esoterischer Firlefanz“ abgetan. Das wollen Jonas Leve und Manuel Ronnefeldt, Wirtschaftswissenschaft-Studenten der Uni Witten/Herdecke, mit ihrer Meditations-App 7Mind ändern.

„Meditation ist ein Thema, das kein Stigma verdient hat“, sagt Start-Up Gründer Jonas Leve. „Es ist wissenschaftlich belegt, dass die Fähigkeit zur Selbstwahrnehmung positive Auswirkungen auf Körper und Geist hat. Nicht umsonst greifen Top-Manager und Spitzensportler darauf zurück. Die deutsche Fußball-Nationalmannschaft hatte zur WM 2014 zum Beispiel auch einen Yoga- und Achtsamkeitslehrer mit dabei. Das Ziel der Meditation ist ja, in seinem unmittelbaren Handeln freier zu werden. Das bedeutet, dass ich nicht mehr vom Reiz-Reaktionsverhalten meines Körpers abhängig bin, sondern über meine Reaktionen selbst entscheiden kann. Und das bringt gerade in Bereichen, in denen man großem Leistungsdruck ausgesetzt ist, einen entscheidenden Vorteil.“

7Mind – Die Gründungsgeschichte

Gemeinsam mit Meditationstrainer und PR-Agentur Gründer Paul Kohtes stellten die beiden Studenten ein zeitgemäßes, vom esoterischen und religiösen Kontext losgelöstes Meditationsprogramm zusammen, das sich ins Berufs- und Alltagsleben integrieren lassen soll.

„In den Vereinigten Staaten ist das Thema schon wesentlich implementierter. Meditation ist dort  stark in den Unternehmensalltag integriert. Bei Google zum Beispiel, gibt es einen eigenen Meditationsraum, Online-Programme und eigene Meditationstrainer, die die Mitarbeiter coachen. Wir spekulieren darauf, dass wir diesen Trend mit unserer App auch in Deutschland ein bisschen vorantreiben können“, erklärt Leve.

©7Mind, von links: Manuel Ronnefeldt, Paul J. Kohtes, Jonas LeveMit ihrem Start Up machen Sie dem Ruf der Uni Witten als Gründeruniversität alle Ehre. Dabei hat die Entwicklung der App nur indirekt  mit ihrem Studium zu tun. „2014 haben wir für die Uni Witten den sogenannten Familienunternehmerkongress organisiert, das Aushängeschild der Universität, deren Forschungsschwerpunkt auf Familienunternehmen liegt. Das Oberthema des Kongresses war ‚Neuland‘, es wurden also neue und alternative Ansätze für die Wirtschaft diskutiert. Wir dachten uns, dass Meditation für Unternehmen in diesem Zusammenhang ein spannendes Thema für das Publikum sein könnte und  haben Paul Kohtes als Redner eingeladen. Paul hat schon einige Bücher und CDs über Meditation und Achtsamkeitstraining veröffentlicht, die sich gezielt an Unternehmen richten. Da dachten wir uns, eine App wäre eigentlich zeitgemäßer. Sein Smartphone hat man schließlich immer dabei und eine App lädt man sich eher herunter als einen Meditationskurs zu besuchen“, erzählt Manuel Ronnefeldt. 

Paul Kohtes war für die Idee der beiden Studenten sofort Feuer und Flamme. Er organisierte Investoren und erarbeitete zusammen mit ihnen die Meditationen in der App. Der Mitgründer  der  deutschen PR-Agentur Ketchum Pleon, begann sich bereits vor 30 Jahren der Meditation zu widmen. Er reiste nach Japan und lies sich dort zum Zen-Lehrer ausbilden.

Seit drei Wochen steht die 7Mind-App zum kostenlosen Download in den App-Stores von Google und Apple zur Verfügung. Rund 13 000 Menschen haben das Angebot bereits genutzt. Das Feedback ist nach Aussage der Gründer rundum positiv.

7Mind – Zukunftspläne

Die kostenlose App zur privaten Nutzung ist aber nur der erste Schritt zum Erfolg. „Natürlich wollen wir mit unserer Idee auch irgendwann mal Geld verdienen“, sagt Ronnefeldt. „Deshalb ist gerade eine speziell auf Unternehmen zugeschnittene App in Entwicklung. Diese ist viel umfangreicher als die kostenlose App und beschäftigt sich mit Business spezifischen Inhalten wie Konzentration, Führung und Selbstführung, Motivation und Kreativität.“

Wenn die Business-App gut läuft, wollen die beiden Studenten ihr Angebot vor allem in den englischsprachigen Raum internationalisieren. Zudem ist eine Meditations-App für Kinder und Jugendliche  geplant. Die 7Mind-Gründer betonen: „Sich selbst wahrnehmen zu lernen, ist eine Fähigkeit, die man nicht früh genug lernen kann.“

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