Klein aber oho! – Die Casio Exilim EX-FC100 im Test netzathleten Redaktion/ exilim.eu

Klein aber oho! – Die Casio Exilim EX-FC100 im Test

  • geschrieben von  Maria Poursaiadi
Zum Saison-Opening in Ischgl, durfte unsere Casio Exilim EX-FC100 Highspeed-Kamera zeigen, was sie drauf hat. Wir haben das kleine technische Wunderwerk auf die Probe gestellt. Hier könnt Ihr lesen, wie die Casio abgeschnitten hat.

Wunderbares, sonniges Wetter, blauer Himmel, in Schnee gehüllte Berge. Vor dieser Bilderbuch-Kulisse kam zum Opening-Wochenende in Ischgl die Casio Exilim EX-FC100 zum Einsatz.

Mit der FC100 bringt Casio die erste Kompaktkamera auf den Markt, die auch Highspeed-Fotos machen kann.

Wir wollten testen, was das Gerät kann und wie leistungsstark es wirklich ist.

Gehäuse und Ausstattung
Klein, schlank und sehr stylisch kommt die Casio EX-FC100 daher. Abgerundete Kanten, gelbe und dunkelsilbrige Details und der große reflektierende „Exilim“-Schriftzug auf schwarzer Gehäusefarbe geben der Kamera ein schnittiges und freches Aussehen. Auf der Piste fällt unser kleiner Begleiter recht schnell auf und wir müssen zusehen, dass er uns nicht aus den Händen kommt. Unter den Snowboardern, die wir gleich fotografieren wollen, ist die Cam bereits ein Begriff. Der Eine oder Andere freut sich, endlich eine EX-FC100 in den Händen halten zu können.

Die EX-FC100 besitzt eine Auflösung von 9,1 Megapixeln. Die Kamera hat ein 5fach optischen Zoom und eine Brennweite von 37 bis 185 Millimeter (entsprechend KB). Das 6,9cm (2,7 Zoll) helle und kontrastreiche Display ragt über die Hälfte der Kamera hinaus und bietet größenmäßig eine ausreichende Wiedergabefläche, in der auch Details sehr gut zu erkennen sind. Auch unsere Snowboard-Athleten haben Gefallen an unseren schnellen Serienbildaufnahmen und sind begeistert, ihre Sprünge im Einzelbild-Ablauf zu sehen. Mit 30 Fotos pro Sekunde können die Jungs ihre Bewegungsabläufe auch wirklich in allen Phasen und Einzelheiten verfolgen und für sich gegebenenfalls korrigieren.

Dank des CMOS-Shift-Systems, das für die mechanische Bildstabilisierung sorgt, sind fast alle Fotos in den rasanten Bilderserien gestochen scharf. Darüber hinaus kann man auch noch einen Verwacklungsschutz aktivieren. Mit der Option „Auto“ kann man beide Modi gleichzeitig aktivieren, um auch unter schwierigen Bedingungen scharfe Bilder zu erhalten. Das ist für uns die ideale Hilfe, denn wir müssen bei den Sprüngen die Bewegung der Snowboarder nachfahren und sind dementsprechend sehr unruhig in der Handführung. Trotzdem kommen die Bilder fast immer perfekt raus. Schärfe, Sättigung und Kontrast lassen sich in jeweils fünf Stufen anpassen. Künstlerisch veranlagte Fotografen können Fotos mit acht verschiedenen Farbfiltern machen.

Videoaufzeichnung
Die Casio EX-FC100 kann Videos im Normalmodus, im Highspeedmodus als auch in HD machen. Die HD-Videos haben eine 720p-Qualität. Dank der Highspeed-Filmaufnahme (HS) mit 210, 420 oder 1.000 Bildern pro Sekunde können alle Bewegungsabläufe genau erfasst und sogar in Superzeitlupe verlangsamt aufgezeigt werden. Für Sportler bietet die Kamera damit eine perfekte Analyse-Möglichkeit zu Lernzwecken.

 

 


Bildqualität und Geschwindigkeit
Die Bildqualität bei der EX-FC100 ist für eine Kompaktkamera sehr gut. Die Motive sind stets gut in der Scharfzeichnung und Farbwiedergabe.

Was die Geschwindigkeit der Kamera anbetrifft, trifft das Wörtchen „rasant“ die Leistung der EX-FC100 am Besten. Die atemberaubende Schnelligkeit von 30 Bildern in der Sekunde mit 6 Megapixeln ist in unabhängigen Labors erprobt und bestätigt worden. Wir merken diese Geschwindigkeit am eigenen Leibe, die Kamera ist Anfangs immer schneller als die eigene Wahrnehmung, weswegen wir uns bei dem ersten Shoots immer in die Faust beißen müssen, weil wir die Sprünge unserer Winter-Akrobaten nicht richtig abpassen können. Doch selbst dafür hat die EX-FC100 eine Einstellung - die Vorwegaufnahme - mit der man bis zu 25 Fotos pro Sekunde vor dem endgültigen Drücken des Auslösers machen kann und dadurch den perfekten Moment nicht verpasst. Stellt man nur scharf und macht man kein Foto, entfernt die Casio FC100 die 25 vorweggenommenen Bilder direkt wieder aus dem Zwischenspeicher.

Praktikabilität
In den Grundlagen lässt sich die Kamera beinahe ohne Blick in die Anleitung bedienen. Die Highspeed-Funktionen lassen sich mittels einfachen Knopfdrucks sofort und unkompliziert aktivieren. Mit der speziellen „Slow-Taste“ kann man sogar Bewegungsabläufe in Zeitlupe einfangen und danach in aller Ruhe das beste Foto aussuchen und endgültig speichern. Das Menü-Programm ist unter anderem natürlich auch in deutscher Sprache einstellbar und führt übersichtlich durch die Funktionen und Kameraeinstellungen.

Akkuleistung
Die Akkuleistung der EX-FC100 kann sich sehen lassen. Bis zu 400 Bilder konnten wir an diesem sonnigen Tag schießen. Für längere Shoots wäre ein Ersatzakku jedoch sicherlich ratsam.

Lieferumfang und Bedienungsanleitung
Die Casio EX-FC100 wird einem Lithium-Ionen-Akku samt Netzkabel, einer einhängbaren Handschlaufe, einem Akku-Ladegerät, einem USB-Kabel, einem AV-Kabel und einer CD-ROM mit näheren Informationen und Softwarwe zur Kamera geliefert.

Das Bedienungsbuch führt durch die grundlegenden Funktionen der EX- FC100. Sie ist im Großen und Ganzen übersichtlich, wobei ein Stichwortverzeichnis sicherlich hilfreich gewesen wäre. Etwas störend waren die anderen beiden Sprachen, die sich satzweise zwischen den deutschsprachigen Text schoben. Für weitreichendere Infos zur Kamera muss man sich erst einmal an den PC setzen und die mitgelieferte CD-ROM durcharbeiten. Hier wäre ein Büchlein im Außeneinsatz praktischer.

Preisvergleich
Die Kamera ist ob ihrer umfangreichen Funktionen vergleichsweise günstig. Mit rund 260 Euro gehört sie zu den preiswertesten ihrer Klasse.

Fazit:
Die Casio Exilim EX-FC100 ist ein kleines technisches Wunderwerk, das erstmalig die Highspeed-Aufnahme-Technik zu einem erschwinglichen Preis Jedermann zur Verfügung stellt. Sie ist handlich, unkompliziert und sieht gut aus. Hobby- als auch Profissportler werden ihren Spaß haben, ihre Bewegungen endlich im Detail aufnehmen und ansehen zu können.

 

 

 

 

 

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