Auch Weekend-Warriors tun etwas für ihre Gesundheit thinkstockphotos.com

Auch Weekend-Warriors tun etwas für ihre Gesundheit

Bewegung ist ein Muss, will man gesund leben. Entsprechend sollte regelmäßige Bewegung Teil des Alltags sein. Doch auch wer nur am Wochenende sportelt, profitiert.
Als ideale Bewegungszeit gelten laut der Weltgesundheitsorganisation WHO mindestens 30 Minuten mäßige Bewegung pro Tag. In der Woche sollten Erwachsene im Alter zwischen 18 und 64 Jahren auf mindestens 150 Minuten Bewegung in mittlerer oder zu 75 Minuten in hoher Intensität kommen.

Für viele Menschen aber reduzieren sich die Tage, an denen sie aktiv sind, aufs Wochenende. Zu groß sind häufig Stress und innerer Schweinehund. Und dennoch ist es besser, als nichts zu tun. Das haben kürzlich Kohortenstudien bestätigt, deren Ergebnisse im JAMA Internal Medicine veröffentlicht wurden.

Sport gegen Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Krebs

So dürfen die Weekend-Warriors auch auf eine Prävention von Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Krebs sowie auf eine Senkung der Gesamtsterblichkeit hoffen – zumindest im Vergleich zu denjenigen, die sich gar nicht bewegen.

Bei ihrer Untersuchung werteten Gary O’Donovan von der Loughborough University und sein Team Daten von insgesamt 63.591 Erwachsenen im Alter von über 40 Jahren aus. Sie wurden von 1994 bis 2012 im Rahmen des Health Survey for England und der Scottish Health Survey befragt.

Von den Befragten sind inzwischen 8.802 gestorben, darunter 2.780 an Herz-Kreislauf-Erkrankungen und 2.526 an Krebs. Unter den Teilnehmern waren insgesamt 2.341 Wochenend-Sportler.

Geringeres Sterberisiko bei Weekend-Warriors

Die Forscher setzten nun Sterbefälle und Aktivität der Studienteilnehmer ins Verhältnis. Ihre Analyse ergab, dass das Gesamtsterberisiko der Weekend-Warriors 31 Prozent niedriger war im Vergleich zu den 39.947 Befragten, die sich in ihrer Freizeit kaum bewegten. Das Risiko für einen Tod durch Herz-Kreislauferkrankungen lag bei den Wochenendsportlern um 40 Prozent niedriger und das für einen Krebstod um 18 Prozent.

Die Personen, die regelmäßig aktiv waren, aber nicht die WHO-Bestimmungen erfüllten, wiesen insgesamt ebenfalls eine geringe Sterblichkeitsrate auf und schnitten dabei ähnlich wie die Weekend-Warriors ab. Am besten sahen die Werte für diejenigen aus, die entsprechend den Richtlinien aktiv waren.

Probleme der Studie

Es scheint also, dass auch schon Sporteinheiten am Wochenende die Gesundheit positiv beeinflussen können. Um diese These zu untermauern und weiter zu verifizieren, seien aber noch weitere Untersuchungen nötig, sagen die Studienautoren.

Problematisch bei der Studie ist, dass die Aktivität von den Teilnehmern selbst eingeschätzt und berichtet wurde. Ferner lässt sich keine direkte Kausalitätsbeziehung zwischen Aktivität und Sterblichkeit herstellen.

Hier geht es zur Studie

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