Abnehmen: Nicht immer hilft viel auch viel thinkstockphotos.com

Abnehmen: Nicht immer hilft viel auch viel

Wer sein Gewicht reduzieren will, muss auf die Kombination aus Ernährungsumstellung und Sport zurückgreifen, um langfristig erfolgreich zu sein. Aber in puncto Sport gilt nicht das Motto „Viel hilft viel.“
Wer sein Gewicht reduzieren will, muss auf die Kombination aus Ernährungsumstellung und Sport zurückgreifen, um langfristig erfolgreich zu sein. Aber in puncto Sport gilt nicht das Motto „Viel hilft viel.“

Der menschliche Körper passt sich auch beim Kalorienverbrauch an gesteigerte Belastungen an, wie Forscher der New York City University herausgefunden haben. Nur bis zu einem gewissen Punkt steigt mit zunehmender Bewegung auch der Kalorienverbrauch. Ab diesem Punkt benötigt der Körper nicht automatisch mehr Kalorien, um mehr Leistung zu bringen, ähnlich wie sich auch die Muskulatur anpasst. Warum und wie der Körper dazu in der Lage ist, soll in weiteren Untersuchungen erforscht werden, haben die Autoren angekündigt.

Als Persilschein für alle Sportmuffel wollen die Wissenschaftler um Studien-Erstautor Herman Pontzer das Ergebnis aber nicht verstanden wissen. „Es gibt jede Menge von Beweisen, dass Bewegung wichtig ist, um Körper und Geist gesund zu halten, und diese Arbeit ändert nichts an dieser Aussage”, zitiert Wissenschaft Aktuell den Anthropologen. Die Arbeit zeigt, dass die einfache Formel „Mehr Bewegung = mehr Kalorienverbrauch = Gewichtsverlust“ der Komplexität des Abnehmens nicht gerecht wird. Vielmehr wird deutlich, dass für eine erfolgreiche Gewichtsreduktion nur das Zusammenspiel aus Ernährung und Sport der Schlüssel zum Erfolg ist.

Die Untersuchung


Um zu ihren Ergebnissen zu gelangen, untersuchten Pontzer und seine Kollegen das Bewegungsverhalten und den Kalorienverbrauch von 332 Frauen und Männern innerhalb einer Woche. Dabei stellten sie einen messbaren Effekt der Bewegung auf den Kalorienverbrauch fest. Wer primär saß, verbrauchte etwa 200 kcal weniger als Versuchspersonen mit moderater Aktivität.  Bei dem Teil der Untersuchungsgruppe, der sich allerdings noch stärker körperlich betätigte, wurde kein weiterer Anstieg des Kalorienverbrauchs gemessen.

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