Ruud Gullit – Commander of South Africa GES Sportfoto / Mercedes Benz
Neues Mitglied in der Laureus Academy

Ruud Gullit – Commander of South Africa

Seit den Laureus World Sport Awards in Monaco ist der frühere niederländische Nationalspieler Ruud Gullit Mitglied der Laureus Academy. Jenes Gremiums also, das die weltbesten Sportler alljährlich mit dem „Sport-Oscar“ auszeichnet, andererseits aber auch für die Geschicke der Laureus Sport for Good-Stiftung zuständig ist.
Ruud Gullit ist einer der erfolgreichsten Fußballer der Niederlande. Er führte er die „Elftal“ als Kapitän zu ihrem einzigen Titel bei einem großen Turnier – zum Gewinn der Europameisterschaft 1988 in Deutschland. Ein Jahr zuvor war er bereits mit dem Ballon d'Or zum besten Fußballer der Welt gekürt worden. Zudem heimste er in all den Jahren seiner Karriere zahlreiche weitere nationale und internationale Titel auf Vereinsebene ein.

Treffen mit Nelson Mandela

Heute wie damals ist sich Ruud Gullit seiner Bedeutung als Vorbild bewusst und so stellt er sich bereits seit Jahren in den Dienst der guten Sache und engagiert sich unter anderem als Botschafter für die Laureus Sport for Good-Stiftung. Diese kümmert sich weltweit um benachteiligte Kinder und Jugendliche, möchte ihnen mit Hilfe von Sport-Projekten positive Werte vermitteln, die sie auf ihrem weiteren Lebensweg gut gebrauchen können.

Dass Gullit mit dem Herzen bei Laureus ist, merkt man ihm auch während der Verleihung der Laureus World Sport Awards in Monaco an. Sein jetziges Engagement kommt aber nicht von ungefähr, schließlich war Gullit bereits während seiner aktiven Karriere politisch interessiert. Angesprochen darauf, dass er seine Auszeichnung zum Weltfußballer vor 20 Jahren Nelson Mandela gewidmet hatte, berichtet er gerne zu seiner besonderen Verbindung zum späteren Präsidenten Südafrikas: „Bevor ich damals nach Italien wechselte“, sagt Ruud Gullit und weiter: „gab es in Holland eine immer größer werdende Bewegung gegen Apartheid. Holland hat ja eine gewisse Vergangenheit in Südafrika und dessen wurde man sich damals mehr und mehr bewusst. Als ich Nelson Mandela den Preis damals widmete, wussten viele gar nicht, wer er überhaupt war und so erzeugte das viel Aufmerksamkeit für seinen Fall. Nachdem er dann 1990 endlich aus dem Gefängnis gekommen war, lud er mich und die ganze holländische Nationalmannschaft nach Johannesburg ein. Er ernannte mich dort sogar symbolisch zum ‚Commander of South Africa‘ und die Begründung macht mich bis heute stolz. Er sagte zu mir: ‚Jetzt, wo ich aus dem Gefängnis entlassen wurde und Präsident bin, habe ich viele Freunde. Du aber warst schon einer, als ich noch im Gefängnis war.'“

ruud gullit

Gullit in der Laureus Academy

Mit der Berufung in die Laureus Academy im Rahmen der World Sport Awards schließt sich nun der Kreis für Ruud Gullit, schließlich gilt Nelson Mandela auch als Pate der Laureus Sport for Good-Stiftung. Im Jahr 2000 hatte Mandela den berühmten Satz gesagt, der bis heute das Leitmotiv der Stiftung und all jener Projekte ist, die sie unterstützt: „Sport hat die Kraft, die Welt zu verändern!“
Und gerade hier möchte Gullit sich auch zukünftig engagieren: „Es ist eine große Ehre für mich, nun zu den 62 Academy-Mitgliedern zu gehören. Alle davon waren große Sportler und haben von ihrem Talent profitieren dürfen. Vielen Menschen auf der Welt geht es aber nicht so gut und das habe ich bei den Projekten der Laureus-Stiftung selbst erlebt. Alle Beteiligten leisten in den Projekten rund um die Welt großartige Arbeit und ich kann es wirklich kaum erwarten, mich dort nun noch mehr einzubringen.“

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