Einstieg mit Hindernissen Peplies Consult
Kolumne

Einstieg mit Hindernissen

  • Ramona Hofmeister
Was habe ich voller Vorfreude dem Weltcup-Opening entgegengesehen. Mit großer Erwartung bin ich zum Heimweltcup nach Winterberg im Sauerland gefahren, um vor heimischen Publikum die ersten Pflöcke in der Saison einzuschlagen, für die ich mir so viel vorgenommen habe. Ich möchte den Gesamtweltcup verteidigen und ihn zum vierten Mal in Folge nach Berchtesgaden holen und eine Medaille bei der Weltmeisterschaft gewinnen.
Insofern stand der Trip nach Winterberg unter der Vorgabe, einen Podiumsplatz zu erzielen und die WM-Qualifikation im Blick zu haben. Die Anreise war über siebeneinhalb Stunden durchaus beschwerlich, aber die Rahmenbedingungen waren fantastisch und versprachen viel. Die Organisatoren hatten Großes geleistet und vor märchenhafter Kulisse ging es durch den Stangenwald. Am Ende lief es so ganz und gar nicht und das hatte auch seinen Grund.

Schon im ersten Training im Sauerland verdichtete sich ein Problem, das ich am letzten Tag des Trainingslagers in Finnland bemerkte und das ich aus der Vergangenheit nur zu gut kenne: Rückenprobleme, die mit Schmerzen einhergehen, so dass ich von vornherein wusste, das ich meine besten Rennen nicht werde abliefern können. Es war und ist offensichtlich eine komplexe Bandscheibenproblematik, zu der ich schon in der Vergangenheit behandelt worden bin. In Winterberg konnte man schon von außen sehen, dass ich mit einer angezogenen Handbremse lief und gewinnen kann man nur, wenn man es beherzt laufen lässt.

Mit leeren Händen und keiner Beute bin ich dann wieder die Rückreise in den Süden angetreten.

Zurück in der Heimat bestimmten die Ärzte und Physiotherapeuten das Tagesgeschehen. Massagen, aber auch therapeutischen Interventionen durch Spritzen standen auf der Agenda. Der Eingeschränktheit konnte bisher nur wenig entgegengesetzt werden. Entsprechend sitze ich gerade ein wenig zwiegespalten im Auto, um zum nächsten Weltcuport anzureisen.

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Cortina d`Ampezzo – immer ein guter Ort für mich in vergangenen Jahren, auf den ich mich auch jedes Mal wieder aufs Neue freue. Ein Nachtrennen steht auf dem Programm, was immer volles Haus im Stadion und an der Piste bedeutet. Ich liebe die italienische Begeisterungsfähigkeit gegenüber unserem Sport sehr.

Aber auch dieses Wochenende werde ich mich nicht wie gewohnt entfalten können. In der vergangenen Woche sind die Beschwerden leicht zurückgegangen, aber ich brauche kein Prophet zu sein, wenn ich sage, dass ich nochmal auf die Zähne beißen muss, um den Weltcup bestreiten zu können.

In der Weihnachtspause werden wir dann am Stück therapieren können und ich hoffe, dass ich im Neuen Jahr dann in einer besseren körperlichen Verfassung sein werde.

Herzliche Grüße
Ramona

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