Slalom

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Begriff Definition
Slalom
Der Slalom ist die älteste alpine Disziplin und wird (insbesondere in Österreich) auch als Torlauf bezeichnet. Der Slalom ist gekennzeichnet durch kurze Torabstände, was die Slalomfahrer zu speziellen Kipptechniken zwingt. Der Slalom-Spezialist muss im Vergleich zu seinen Kollegen aus dem Speed-Bereich wesentlich agiler und schnellkräftiger sein.

Ein Slalom muss sowohl offene als auch vertikale Tore sowie mindestens eine und maximal drei vertikale Kombinationen und Haarnadeln beinhalten. Die FIS schreibt für den Slalom im Weltcup, bei Olympische Spielen und Weltmeisterschaften einen Höhenunterschied von Start und Ziel zwischen 180 und 220 Metern bei den Herren vor (Damen: 140-220 Meter). Ein Slalom-Tor besteht aus zwei Stangen (Innen- und Außenstange). Die Außenstangen geben vor, von welcher Seite der Rennläufer die Innenstange umfahren muss. Die Farbe der aufeinanderfolgenden Tore muss zwischen rot und blau wechseln. Der Abstand von einer Innenstange zur nächsten muss zwischen sechs und 13 Metern betragen.

Slalom - Ablauf des Rennens

Ein Slalom-Rennen wird in zwei Durchgängen entschieden (Addition der beiden Laufzeiten). Die schnellen Richtungswechsel und die hohe Gefahr des Einfädelns (der Innenski verfängt sich im zu eng angefahrenen Tor) ziehen eine hohe Ausscheider-Quote im Slalom nach sich. Im FIS Weltcup wird die Startreihenfolge im ersten Durchgang innerhalb der Startgruppe 1, den TOP15-Athleten der Weltcup-Wertung, doppelt ausgelost. D.h. die stärksten sieben Rennläufer erhalten eine Nummer zwischen 1 und 7, die übrigen acht Athleten eine zwischen 8 und 15. Die Startgruppe 2 (Platz 16-30 der Weltcup-Wertung) wird ebenfalls gelost. Ab Startnummer 31 werden die Läufer nach ihren FIS-Punkten einsortiert.

Im zweiten Durchgang dürfen im Weltcup nur noch die besten 30 Athleten des ersten Laufs antreten. Sie starten in umgekehrter Reihenfolge, d.h. der schnellste des ersten Durchgangs startet als letzter. Wie in den übrigen Disziplinen besteht im Slalom Helmpflicht, mit dem Unterschied, dass hier auch ein sogenannter „Halbschalen-Helm“ (mit weichen Ohren) getragen werden darf.

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