Snooker

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Begriff Definition
Snooker
Snooker ist eine Variante des Billard-Spiels, bei dem insgesamt 15 rote und 6 farbige Bälle nach bestimmten Regeln in die Taschen eines Snookertisches versenkt werden müssen.

Snooker – Spielmaterial

Tisch, Bälle, Queue Ein Snookertisch ist knapp 3,60m lang und 1,80m breit. Die insgesamt 21 Kugeln werden im Snooker auch Bälle genannt und sind etwas kleiner als normale Billardkugeln. Zusammen mit der Größe des Tisches und den eng geschnittenen Taschen ergibt sich eine hohe Schwierigkeit beim Lochspiel. Außerdem gehören ein weißer Spielball und ein Queue zum Spielmaterial.

Snooker – Das Spielprinzip

Das Spielprinzip besteht darin, abwechselnd einen roten und einen farbigen Ball in eine Tasche zu lochen. Am Anfang des Spiels werden alle Bälle auf bestimmte Plätze auf dem Tisch gelegt. Der Spieler an der Reihe muss immer zuerst einen roten Ball anspielen und, wenn möglich lochen. Ist ein roter Ball gelocht worden, bleibt er vom Tisch und der Spieler muss mit seinem nächsten Stoß einen farbigen Ball benennen und anspielen. Locht er diesen, kommt er danach wieder auf den Tisch und es muss wieder ein roter Ball angespielt werden.

Locht ein Spieler keinen Ball, ist der Gegner an der Reihe. Wenn keine roten Bälle mehr auf dem Tisch sind, müssen die farbigen Bälle gelocht werden, sie bleiben diesmal auch vom Tisch. Sind alle Bälle vom Tisch, ist ein Spielabschnitt, ein sogenannter Frame, beendet und alle Bälle werden wieder für den nächsten Frame aufgebaut.

Snooker – Punktezählung

Ein gelochter roter Ball bringt einen Punkt, die 6 farbigen Bälle geben in aufsteigender Reihenfolge zwei bis sieben Punkte. Im günstigsten Fall kann ein Spieler also alle 15 roten Bälle und danach jeweils den schwarzen Ball lochen, sowie im Anschluss darauf alle 6 farbigen Bälle. Break: Ein Spieler locht mehrere Bälle hintereinander (Rot-Farbe-Rot-Farbe-etc.)

Maximum Break: Ein Spieler schafft mit 147 Punkten das höchstmögliche Break.

Den Gegenspieler „snookern“

Das Besondere am Snooker ist, dass man auch für Fehlstöße des Gegners Punkte erhält, z.B. wenn dieser mit seinem Stoß gar keinen oder einen falschen Ball berührt, oder sogar locht. Dadurch können hohe Rückstände aufgeholt werden. Außerdem erhält das Spiel so eine neue Komponente: Wer mit seinem Stoß keinen Ball lochen kann, versucht in aller Regel, den weißen Spielball so laufen zu lassen, dass der Gegenspieler nicht die geforderten roten oder farbigen Bälle anspielen kann.

Wenn der Spielball so abgelegt wird, dass der zu erreichende Ball nicht direkt angespielt werden kann, weil ein oder mehr andere Bälle den Weg versperren, spricht man von einem „Snooker“. Der Spieler an der Reihe muss nun versuchen, den Ball über Umwege anzuspielen, ohne einen Fehler, ein sogenanntes „Foul“ zu begehen. Beim Snookerspiel ist die Lage des Spielballs also ein entscheidendes Element.

Snooker – Geschichte

Snooker wurde 1875 von britischen Offizieren in Indien erfunden. In Großbritannien ist Snooker noch heute eine der beliebtesten Sportarten mit enorm hohen Einschaltquoten. Von dort stammen fast alle Spitzenspieler, und auch fast alle großen Turniere werden auf den Britischen Inseln veranstaltet. In den letzten Jahren hat der Sport allerding auch in Asien und dem Rest Europas einen Popularitätsschub erhalten und wird immer internationaler. Snooker erfordert ein hohes Maß an Geschick und Konzentration. Man zählt es zu den sogenannten „Gentleman-Sportarten“, bei denen großen Wert auf Höflichkeit und Fairness der Spieler gelegt wird.

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