Melatonin

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Begriff Definition
Melatonin
Das Hormon Melatonin wird in der Zirbeldrüse des Gehirns (Epiphyse) produziert und ausgeschüttet. Melatonin steuert den Tag-Nacht-Rhythmus des Körpers.

Bildung von Melatonin

Die Produktion von Melatonin wird durch den Hell-Dunkel-Zyklus bestimmt. Fällt kaum Licht auf die Netzhaut des Auges, wird die Melatoninbildung angeregt, was schlaffördernd wirkt. Es wird sowohl die Schlafeffizienz erhöht, als auch die Einschlafzeit verkürzt. Etwa zwei bis drei Stunden nach Mitternacht ist der Melatoninspiegel am höchsten und fällt zum Morgen hin wieder ab. Die Melatoninproduktion ist nicht nur von Helligkeit bzw. Dunkelheit, sondern auch vom Alter abhängig. Höchstwerte des Hormons werden bei Kindern im Alter von ein bis drei Jahren erreicht. Mit zunehmendem Alter sinkt die Produktion von Melatonin wieder. Ob das der Grund für vermehrte Schlafstörungen im Erwachsenenalter ist, ist nicht erwiesen.

Wirkung von Melatonin

Neben der Schlafförderung soll Melatonin auch eine stimulierende Wirkung auf das Immunsystem haben und als effektiver „Radikal-Fänger“ gegen oxidativen Stress schützen. Auch über krebshemmende Eigenschaften von Melatonin wird in der Medizin geforscht.

Melatonin kann dem Körper auch von außen in Form von Medikamenten oder Nahrungsergänzungsmitteln zugeführt werden. Der Effekt von Melatonin als Wunderwaffe gegen Krankheiten wie Krebs oder Alzheimer sowie als Anti-Aging-Produkt ist nicht erwiesen. Lediglich auf dem Feld der Schlafförderung (z.B. bei Schlafstörungen durch Jetlag oder im Alter) können positive Wirkungen nachgewiesen werden.

Bezüglich der Unbedenklichkeit der Einnahme von Melatonin gibt es noch keine klaren Ergebnisse.

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