Sauerstoff-Therapie

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Begriff Definition
Sauerstoff-Therapie
Eine Sauerstoff-Therapie ist eine Therapieform, bei der Sauerstoff für den Heilungsprozess eingesetzt wird. Sie findet dann Anwendung, wenn der Körper aufgrund einer Krankheit nicht in der Lage ist sich mit genügend Sauerstoff zu versorgen oder ein erhöhter Sauerstoffbedarf besteht.

Es gibt verschiedene Arten der Sauerstoff-Therapie.

Sauerstoff-Langzeit-Therapie

Erstens die Sauerstoff-Langzeit-Therapie. Bei dieser Therapieform wird Patienten, die unter chronischer Sauerstoff-Unterversorgung (Hypoxie) leiden, über eine Zeit von mindestens 16 Stunden Sauerstoff zugeführt.

Sauerstoff-Überdruck-Therapie

Die zweite Art der Sauerstoff-Therapie ist die Sauerstoff-Überdruck-Therapie. Bei ihr atmet der Patient über einen längeren Zeitraum in einer Überdruckkammer reinen Sauerstoff ein. Der Überdruck ermöglicht eine Versorgung von kleinen und kleinsten Gefäßen und Gewebebereiche mit Blut und dadurch mit Sauerstoff. Vor allem bei Rauch- oder Kohlenmonoxidvergiftungen findet diese Therapie Anwendung.

Sauerstoff-Mehrschritt-Therapie

Die dritte und wohl bekannteste Art der Sauerstoff-Therapie ist die Sauerstoff-Mehrschritt-Therapie. Sie besteht aus drei Schritten. Vor der Behandlung mit Sauerstoff werden dem Patienten Vitalstoffe (Mineralien und Vitamine) verabreicht, die die Sauerstoffaufnahmefähigkeit des Blutes und des Gewebes erhöhen. In einem zweiten Schritt inhaliert er mit Sauerstoff angereicherte Luft. Der dritte Schritt besteht darin, dass durch Bewegung die Blutzirkulation des Patienten gesteigert wird, was eine erhöhte Sauerstoffverteilung zur Folge hat.

Die Therapie soll täglich über einen Zeitraum von 18 Tagen erfolgen. Das Besondere an dieser Art der Sauerstoff-Therapie ist, dass sie im Gegensatz zu den anderen beiden eine Langzeitwirkung besitzt und nur halbjährlich wiederholt werden muss.

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