Anzeige
ASICS Frontrunner Carsten Stegner wird sensationell Zweiter beim Rennsteiglauf Trailmagazin

ASICS Frontrunner Carsten Stegner wird sensationell Zweiter beim Rennsteiglauf

  • Redaktion
Der GutsMuths-Rennsteiglauf ist der „größte Crosslauf“ Europas.17.00 Teilnehmer nahmen am vergangene Wochenende daran teil. Für Ostdeutschland hat die Veranstaltung Kultstatus: Der seit den 70er Jahren stattfindende Lauf war die größte Breitensportveranstaltung der DDR, an der erfolgreich teilgenommen zu haben, große Anerkennung in Sportlerkreisen verschaffte. Aber auch heute ist es ein Markenzeichen, GutsMuths-Läufer zu sein.

ASICS Frontrunner Carsten Stegner war zum 4. Mal dabei und kam sensationell als Zweiter ins Ziel! Hier ist sein Rennbericht:

Noch in der Vorwoche wusste ich nicht wie ich die „Rennsteig-Tortur“ überstehen sollte. Einige Früh-/Nachtdienstkombinationen und ein gesundheitliches Problem zwangen mich in die Knie. Aber absolute Ruhe und viel Schlaf halfen mir wieder in die Spur.
Wie geplant stehe ich am Samstag früh gemeinsam mit 2.600 weiteren Startern, um 6 Uhr am Start in Eisenach. Viele bekannte Gesichter und große Namen der Ultramarathon- und Trailszene wie Christian Stork und Dr. Thomas Miksch, die sich jeweils schon vier Mal als Sieger über die Supermarathonstrecke feiern lassen durften oder der Österreicher Thomas Bosnjak stehen neben mir.

Trotz großem Respekt vor diesen Läufern, traue ich mich, von Anfang an in der Spitzengruppe mitzulaufen. Nach dem ersten Anstieg und einigen wenigen Kilometern kristallisiert sich heraus, dass eine Gruppe aus acht Läufern das Rennen, zumindest in der Anfangsphase, bestimmt. Natürlich habe ich mir im Vorfeld einen „Marschplan“ zurechtgelegt, bei welchem ich als Minimalziel nach 5:45 Std. die Ziellinie überqueren sollte. Mein eigentliches Ziel, eine 5:40 entspricht einer Pace von 4:39 min/km. Als Sicherheit zog ich nochmal eine Sekunde ab und fixierte die 4:38 min/km in meiner Garmin Forerunner. So sollte ich immer einen Überblick haben, ob ich mich im Plan bewege. Doch ich sah mir selbstverständlich auch die Ergebnisse der Vorjahre an. Sieger-, bzw. Zielzeiten und Zwischenzeiten. 5:29 Std benötigte der Vorjahressiger, unter 5:24 schaffte es Christian Stork zuvor ins Ziel (4:26 min/km) und mit einer Pace von unglaublichen 4:20 min/km war dieser 2008 unterwegs, als er mit 5:16:29 Std den Streckenrekord nur knapp verfehlte. Also allesamt Tempi, die für mich keine Bedeutung spielen sollten.

Doch auf einmal bin ich in dieser Gruppe, die genau diese Pace einschlägt. Um diese Durschnittgeschwindigkeit auf der der schwierigen Strecke erreichen zu können, ist auf flachen Passagen eine Pace von teils unter 4 min/km nötig. Ich habe keine Ahnung wie lange ich dies durchhalte, zumal wir uns derzeit am langen Anstieg zum Großen Inselsberg befinden. Wir nähern uns der Zwischenzeitmessung bei km 18. Unglaublich!

Es folgt der steile Anstieg zum Inselsberg. Es zeigt sich langsam wer „was drauf hat“ und wer nicht. Der Thüringer Seiler, mit Straßenwettkampfschuhen laufend und bei der ziemlich niedrigen Temperatur auch nur mit Shorts und Trikot bekleidet, sieht am frischesten aus. Mit seiner Marathonbestzeit von 2:18 Std läuft der Rennsteig-Seriengewinner über HM und Marathon aber auch in einer anderen Liga.

Während die meisten unserer Gruppe, die sich inzwischen leicht auseinander gezogen hat, sich etwas Zeit bei der Verpflegung nehmen, schlägt Seiler ein neues Tempo ein und enteilt uns. Gemeinsam mit Christian Stork mache ich mich an die (erfolglose) Verfolgung. Oberhof ist eine Schlüsselstelle. Mein Kopf sagt, „he, du bist fertig, es ist noch weit, das packst du nicht!“ Meine Beine geben meinem Kopf auch noch Recht. Aussteigen? Auf Platz drei liegend? Beim Rennsteiglauf? Nur weil es weh tut? Ja spinnst du??? WEITER! Es folgt ein Anstieg ich hole etwas auf, es geht wieder runter, Christian zieht davon. Schließlich der 3 km lange Anstieg zum Großen Beerberg. Ich hole auf, überhole Christian. Mir ist klar, dass Christian nach dem langen Abstieg nach Schmiedefeld die besseren Karten haben wird, aber zum ersten Mal wird mir bewusst, dass ich tatsächlich eine Podestplatzierung erreichen kann.

Bei jedem Schritt muss ich jetzt aufpassen, wie ich auftrete. Wie ein Blitz fährt der Krampf in meine Wade. Es wird zur Kopfsache, sofern man das so sagen kann, wenn eigentlich alles im Körper schmerzt. Im flachen kann ich noch eine Pace von ca. 4:10 gehen. Es folgt noch ein heftiger Anstieg, das weiß ich von meinen letzten Teilnahmen. Hier musste ich bisher immer gehen. Heute komme ich im Laufschritt hoch. Ich drehe mich nach Christian um. Doch er ist weg. Ok, ich muss das Tempo beibehalten, bzw. wieder erhöhen, wenn es flach wird.

Km 69 in 5:30 am Berg, km 70 in 4:14 min. Noch 3 km! Der nächste Kilometer dauert nur 3:50, es geht bergab. Die Waden verkrampfen. „Nein, jetzt nicht!“ Die Wanderer, die ich überhole, feuern mich an, das betäubt den Schmerz. Der 73. Kilometer ist fast vollendet, wo ist das Ziel. Nach der nächsten Kuppe taucht es auf. Der Zielkanal. Menschen über Menschen! Die Zuschauer jubeln den Halbmarathonis, die immer noch unterwegs sind und den Wanderern zu. Und dem gerade einlaufenden Zweiten des Supermarathons – mir! Tatsächlich, ich schaffe es!

Den kompletten Bericht von Carsten gibt es hier. Zudem gibt es im nächsten Trail-Magazin eine Reportage über den Rennsteiglauf.

Und hier geht’s zu Carstens Ausrüstung. Der ASICS GEL-FUJI-Racer, der leichteste Trail-Schuh der neuen ASICS-Fuji-Serie, brachte ihn einmal mehr über den Berg.

 

Bild: ©Norbert Wilhelmi

Kontakt

Copyright © 2017 netzathleten