Bikinifigur - Hautstraffung nur durch Krafttraining Thinkstockphotos.de

Bikinifigur - Hautstraffung nur durch Krafttraining

  • Jörg Birkel
Was gibt es nicht alles für Tinkturen, Cremes und Apparate, die für eine straffere Haut und weniger Cellulite sorgen sollen. Wir sagen: Alles quatsch. Nur mit Krafttraining lässt sich der Körper wirklich formen. In unserer Bikinifigur-Serie kannst Du nachlesen, warum das so ist.

Was ist der Unterschied zwischen einem jugendlichen und einem älteren Frauenbein? Richtig: Mit dem Alter kommen die Problemzonen, die Haut wird faltig, das Gewebe schlaff und der Beinumfang steigt. Zumindest kann man das bei vielen Frauen ab 30 oder 40 beobachten.

Während die Figur mit 20 noch in Form war, beginnt ab 30 langsam alles zu hängen. Das ist aber nicht genetisch gegeben, sondern in der Regel selbst verschuldet. Unser zumeist träger Lebensstil mit wenig Bewegung und eine unausgewogene Ernährung sorgen dafür, dass wir schleichend Muskulatur verlieren und stattdessen Fettdepots aufbauen.

Was anfangs noch kaum sichtbar ist, macht sich ab 40 dann umso mehr bemerkbar. Die Hosen spannen, die Haut hat unschöne Dellen und die Waage schlägt Alarm. Mit äußeren Anwendungen lässt sich dem nicht wirklich beikommen. Und auch mit „sanften Trainingsmethoden“ lassen sich keine sichtbaren Ergebnisse erzielen.

Doch woran liegt das?

Unsere Muskeln unterliegen einem ständigen Auf- und Abbau. Arbeiten wir körperlich, bleiben unsere Muskeln erhalten. Arbeiten wir gegen einen erhöhten Widerstand, dann wachsen sie. Und sind wir untätig, dann baut der Körper die nicht mehr benötigten Muskeln ab.

Mit dem schleichenden Muskelabbau sinkt aber auch unser täglicher Energiebedarf, denn es sind einige Kalorien nötig, um unsere Muskulatur mit Energie zu versorgen. Passen wir unsere Ernährung nicht dem gesunkenen Energiebedarf an, sondern behalten unser Essverhalten aus der Jugend bei, dann beginnt der Körper die überschüssige Energie als Fettpolster zu speichern.

Die Waage ist ein trügerischer Ratgeber

Dieser Prozess ist anfangs auf der Waage kaum feststellbar. Verlieren wir beispielsweise ein Kilogramm Muskeln und bauen stattdessen ein Kilogramm auf, dann bleibt das Ergebnis auf der Waage unterm Strich dasselbe. Und auch der Umfang unserer Beine verändert sich anfangs unmerklich. Vor allem, weil das Fett am ganzen Körper als Unterhautfett verteilt wird und so noch nicht auffällt.

Statistisch verlieren moderne Büromenschen ab dem 25. Lebensjahr pro Jahrzehnt rund drei Kilogramm Muskulatur. Aus eigener Erfahrung wirst Du aber sicher bestätigen können, dass Du im selben Zeitraum nicht leichter geworden bist. Die nachstehende Grafik soll am Querschnitt der Beinmuskulatur verdeutlichen, was passiert ist.




Das erste Bild zeigt schematisch das Bein einer 20-jährigen Frau. In der Mitte ist der Oberschenkelknochen, der in seinem Umfang unverändert bleibt. Dieser wird vom Muskelgewebe umschlossen, welches hier rot dargestellt ist. Als äußere Schichten schließen sich das Unterhautfettgewebe und die Haut an.

Bild zwei zeigt denselben Oberschenkel etwa 5 Jahre später. Vom Umfang her hat sich kaum etwas getan, aber der Muskelabbau ist bereits erkennbar. Auf Bild 3 erkennt man dann bereits, was das Problem ist. Der Muskel ist deutlich geschrumpft und dafür ist das Unterhautfett gewachsen. Dieser Prozess wird mit den weiteren Jahren sogar noch gravierender.

Ausdauertraining ist nicht die optimale Lösung

Jetzt wird auch deutlich, warum ein reines Ausdauertraining, Diäten oder Salben am Bild des Beines nicht viel ändern können. Man kann durch eine strikte Diät oder ein hohes Laufpensum zwar das Unterhautfett reduzieren, aber das Ergebnis bleibt, verglichen mit dem jungen Bein, unbefriedigend. Das einzige, was dem Körper seine Formen und Kurven gibt, sind nämlich unsere Muskeln.

Und diese lässt sich nur durch entsprechende Trainingsreize erhalten oder wieder aufbauen. Laufen, Aerobic oder sanftes Bodyforming mit kleinen Gewichten und vielen Wiederholungen ist leider nicht ausreichend, um unsere jugendliche Muskulatur zurück zu bekommen. Das einzige was wirklich hilft, ist intensives Krafttraining.

Im nächsten Teil der Bikinifigur-Serie kannst Du nachlesen, warum Du keine Angst vor schweren Gewichten und schnell wachsenden Muskeln zu haben brauchst.

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