2. Gold für Maria Riesch - Aus für Susi im Slalom picture alliance

2. Gold für Maria Riesch - Aus für Susi im Slalom

  • Derk Hoberg
Wie nah Freud´ und Leid im Sport zusammenliegen, zeigte Familie Riesch im olympischen Slalom. Während Susanne Riesch im zweiten Lauf ausschied, holte sich - nur Minuten später - Schwester Maria ihr zweites Gold in Vancouver. Damit schloss sie zu zwei ganz Großen des deutschen Skisports auf.

Deutschland ist die Ski-Nation Nummer Eins bei den 21. Olympischen Winterspielen. Zumindest bei den Frauen. Nach dem überraschenden Gold durch Viktoria Rebensburg im Riesenslalom und Maria Rieschs Sieg in der Superkombination sowie im Slalom, stellt das DSV-Team drei der fünf Siegerinnen.

Hier geht es zu den Interviews, die wir vor der Saison mit Maria Riesch und Susanne Riesch geführt haben.

Maria Riesch ist indes die Erfolgreichste unter den alpinen Skirennfahrerinnen. Dank ihrer unglaublichen Nervenstärke konnte sie im Slalom die Führung aus dem ersten Lauf auch im Zweiten verteidigen. Nach dem ersten Durchgang lag sie mit 0,40 Sekunden vorne. Sie attackierte auch im entscheidenden Durchgang und fuhr keineswegs nur auf Sicherheit. Selbst die schwierigen Bedingungen, mit starkem Schneefall und Nebel in Whistler, konnten ihren Triumph nicht gefährden. Letztendlich waren es 0,43 Sekunden, die ihr Vorsprung auf die Silbermedaillengewinnerin Marlies Schild aus Österreich betrug. Bronze ging an die Tschechin Sarka Zahrobska.

"Diese zweite Goldmedaille ist der Hammer. Ich wusste, dass ich das Rennen gewinnen kann, aber im Slalom kann ja so viel passieren. Ich habe versucht, den Gedanken an ein Scheitern zu verdrängen, und mich einfach nur auf meinen Lauf konzentriert", so Maria Riesch nach ihrer Siegesfahrt.

Auf und ab auch für die Eltern

Es flossen aber nicht nur Tränen der Freude im Ziel. Maria Rieschs Schwester Susanne, die als Vierte aussichtsreich in den zweiten Lauf gegangen war, schied kurz vor dem Ziel nach guten Zwischenzeiten aus. Sie fädelte ein und konnte nicht mehr weiterfahren. Wie groß ihre Enttäuschung war, wurde im Zielbereich deutlich, als sie ihrer Schwester weinend in die Arme fiel. Auch Maria Riesch konnte ihren Sieg nicht in vollen Zügen auskosten, da der Traum der Schwestern, in Vancouver gemeinsam auf dem Podium zu stehen, nicht in Erfüllung ging. Der erste Durchgang nährte diese Hoffung zeitweise.

Ein Wellenbad der Gefühle erlebten auch die Eltern der Beiden. Sie verfolgten das Rennen im Ziel. Ihnen war im anschließenden Fernsehinterview ihr durchwachsenes Gefühlsleben deutlich anzumerken. Ein Trost bleibt aber: Bei den nächsten Olympischen Winterspielen in Sotschi (RUS), wird Susanne Riesch in Marias Alter sein. Wenn ihre skifahrerische Entwicklung so rasant weitergeht wie bisher, wird sie dort mit Sicherheit zu den Goldkandidaten gehören.

Maria Riesch hat mit ihrem zweitem Gold indessen zu Ski-Legenden wie "Gold-Rosi" Mittermayer und Katja Seizinger aufgeschlossen. Diesen beiden alpinen Rennläuferinnen war es zuvor als Einzigen gelungen, Doppelolympiasieger bei ein und denselben Winterspielen zu werden. Mit den zwei Olympiasiegen krönte die Garmisch-Partenkirchnerin schon jetzt ihre überaus erfolgreiche Saison. In den verbleibenden Weltcup-Rennen hat sie noch die Möglichlkeit den Slalom- und den Gesamtweltcup zu gewinnen.

 

Hier geht es zum Medaillenspiegel

 

Ergebnis Ski Alpin: Slalom Frauen

1. Maria Riesch GER GER 1:42,89 m
2. Marlies Schild AUT AUT 1:43,32 m
3. Sarka Zahrobska CZE CZE 1:43,90 m


4. Maria Pietilae-Holmner SWE SWE 1:44,22 m
5. Sandrine Aubert FRA FRA 1:44,46 m
6. Tanja Poutiainen FIN FIN 1:44,93 m
7. Elisabeth Goergl AUT AUT 1:44,97 m
8. Nicole Gius ITA ITA 1:45,01 m
9. Tina Maze SVN SVN 1:45,09 m
10. Veronika Zuzulova SVK SVK 1:45,14 m
11. Manuela Moelgg ITA ITA 1:45,31 m
12. Ana Jelusic CRO CRO 1:45,43 m
13. Kathrin Zettel AUT AUT 1:45,59 m
14. Christina Geiger GER GER 1:45,62 m
15. Frida Hansdotter SWE SWE 1:45,67 m
16. Sarah Schleper USA USA 1:45,88 m
17. Brigitte Acton CAN CAN 1:45,93 m
18. Denise Karbon ITA ITA 1:45,94 m
19. Anna Goodman CAN CAN 1:46,04 m
20. Erin Mielzynski CAN CAN 1:46,09 m
21. Therese Borssen SWE SWE 1:46,71 m
22. Marina Nigg LIE LIE 1:46,83 m
23. Marusa Ferk SVN SVN 1:47,03 m
24. Jana Gantnerova SVK SVK 1:47,46 m
25. Nika Fleiss CRO CRO 1:47,59 m
26. Anne-Sophie Barthet FRA FRA 1:47,83 m
27. Karen Persyn BEL BEL 1:47,96 m
28. Elena Prosteva RUS RUS 1:48,34 m
29. Nastasia Noens FRA FRA 1:48,57 m
30. Hailey Duke USA USA 1:48,69 m
31. Marie Gagnon CAN CAN 1:49,51 m
32. Lyaysan Rayanova RUS RUS 1:50,82 m
32. Nevena Ignjatovic SRB SRB 1:50,82 m
34. Matea Ferk CRO CRO 1:50,93 m
35. Agnieszka Gasienica Daniel POL POL 1:52,19 m
36. Macarena Simari Birkner ARG ARG 1:52,35 m
37. Bogdana Matsotska UKR UKR 1:53,00 m
38. Marija Schkanova BLR BLR 1:54,50 m
39. Sofija Novoselic CRO CRO 1:54,91 m
40. Anastasiya Skryabina UKR UKR 0,00 s
40. Mireia Gutierrez AND AND 0,00 s
40. Fanny Chmelar GER GER 0,00 s
40. Mona Loeseth NOR NOR 0,00 s
40. Anja Paerson SWE SWE 0,00 s
40. Chiara Costazza ITA ITA 0,00 s
40. Michaela Kirchgasser AUT AUT 0,00 s
40. Susanne Riesch GER GER 0,00 s
40. Megan McJames USA USA 0,00 s

 

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