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Blasen vermeiden – Handpflege für Sportler

  • Nils Borgstedt
Bei vielen Sportarten werden die Hände extrem strapaziert. Beim Klettern etwa beansprucht die starke Reibung am Fels oder Plastikgriff die Haut, beim Turnen die Reckstange und beim Krafttraining Hantel oder Kettlebell. Die richtige Handpflege beugt Blasen vor.

Bei Sportarten wie Klettern oder Turnen liegt es im wahrsten Sinn des Wortes auf der Hand, dass die Haut dort stark beansprucht wird, schließlich greift man an raue Griffe, Reckstangen oder Barren. Auch Tennisspieler kennen unangenehme Blasen an den Händen. Doch selbst Sportler, bei denen der Laie zunächst nicht an Blasen an den Händen denkt, sind häufig betroffen. Man denke etwa an ein Workout mit Kettlebell-Übungen oder Klimmzügen. Für einen guten Griff kommt häufig Magnesiumpulver beziehungsweise Chalk zum Einsatz. Allerdings trocknet das die Haut zusätzlich aus und nimmt ihr so die Elastizität. Die Folge, wenn man die Hände anschließend nicht pflegt: Blasen, Schmerzen und eine erzwungene Trainingspause.

Blasen treten dann auf, wenn Hautschichten gegeneinander gerieben werden. Die einzelnen Hautschichten lösen sich ab und die entstehenden Hohlräume füllen sich mit Gewebeflüssigkeit oder Blut. Als Reaktion der Haut auf starke Beanspruchung bildet sich Hornhaut aus. Diese Hornhaut kann vor Hautverletzungen und Blasen schützen schützen. Allerdings kann die Hornhaut reißen, und hier liegt die Ursache vieler Probleme. Je dicker sie ist, desto leichter reißt sie ein oder ab und es können sich Blasen unter ihr bilden.

Tipps zur Hautpflege

Um Blasen zu vermeiden, gilt es zunächst, die Trainingsintensität langsam zu steigern und die Haut so langsam an die Belastung zu gewöhnen. Damit die Haut geschmeidig und elastisch bleibt, ist regelmäßiges Eincremen essentiell. Natürlich sollte man nicht vor der Belastung cremen, da man ansonsten keinen festen Griff hat. Am besten cremt man die Hände nach dem Training oder vor dem Schlafengehen ein und lässt die Lotion über Nacht einwirken.

Außerdem sollte man darauf achten, dass die Hornhaut nicht zu dick wird. Dazu bietet es sich an, mit einem Bimsstein oder einer Hornhautfeile überschüssige Hornhaut zu entfernen. Die Hornhaut sollte stets nur so dick sein, dass sie zwar die beanspruchten Hautpartien schützt, allerdings elastisch genug bleibt und nicht einreißen kann. Am einfachsten lässt sich die Hornhaut abtragen, wenn man sie vorher in der Dusche oder Badewanne etwas eingeweicht hat.

Was tun bei Blasen?

Hat es einen doch einmal erwischt, heißt es: Warten bis die Blasen abgeheilt sind. Wenn man Blasen aufsticht, besteht ein hohes Infektionsrisiko und die Trainingspause wird zwangsläufig verlängert. Auch sollte man in den Tagen des Heilungsverlaufs sein Training umgestalten, sodass die geschädigte Haut genügend Zeit zur Regeneration bekommt.

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