Was tun, wenn der Brustgurt scheuert? thinkstockphotos.com

Was tun, wenn der Brustgurt scheuert?

Ein scheuernder Burstgurt ist bei Ausdauersportlern ein leidiges Problem. Aber was kann man tun, um es zu verhindern?
20 Kilometer. Wettkampftempo. Platt, erledigt und glücklich ob der geschafften Leistung kommt man nach Hause. Raus aus den Klamotten, den Brustgurt abgeschnallt und was sieht man? Wunde, teils offene Stellen. Dieses Szenario ist leider keine Seltenheit bei langen Einheiten, wenn man mit Brustgurt unterwegs ist. Aber kann man das Scheuern verhindern?

Das Scheuern zu verhindern, ist leider nicht ganz einfach. Es gibt kein Allheilmittel, lediglich ein paar Tipps und Tricks, die aber auch nicht bei allen funktionieren. Eines steht fest: Man muss die Reibung reduzieren. Dazu sollte in jedem Fall der Brustgurt richtig angepasst werden. Er darf nicht rutschen, aber auch nicht so fest sein, dass er an irgendeiner Stelle einschneidet.

Tipp 1: Schmieren mit Vaseline

Ein Klassiker: Die gefährdeten Stellen werden ordentlich mit Melkfett oder Vaseline eingerieben. Nicht zu knapp, denn die Haut nimmt über die Zeit ja auch einiges der Creme auf.

Tipp 2: Abkleben der scheuernden Stellen mit Tape

Eine weitere Möglichkeit: die Stellen, an denen der Brustgurt reibt, mit Tape abkleben. Auch so wird das direkte Scheuern auf der Haut vermieden.

Tipp 3: Gel-Produkte

Es gibt Hersteller, die extra Anti-Scheuer-Gels anbieten, sogenannte Anti-Chafing-Produkte. Das Prinzip ist ähnlich wie bei Vaseline und Co. Die silikonhaltigen Produkte sollen einen Schutzfilm über die Haut legen und so das Wundscheuern vermeiden. Da laut Hersteller das Silikon nicht von der Haut aufgenommen wird, sollen diese Produkte über einen längeren Zeitraum gleitfähig bleiben.

Tipp 4: Kombi

Zu guter Letzt lassen sich natürlich auch verschiedene Maßnahmen kombinieren. So kann eine Mischung aus Tapen und Einschmieren die Lösung sein oder auch Anti-Chafing-Gel gepaart mit Vaseline. (Letzteres hat übrigens im Livetest beim München Halbmarathon gute Ergebnisse geliefert. Die Haut war leicht gerötet, wies aber keine offenen Stellen auf.)

Die Hersteller reagieren

Seit einiger Zeit reagieren die Hersteller. Es gibt immer mehr Uhren, die auch ohne Brustgurt den Puls erfassen. Es scheint zwar so, als sei die Messung nicht ganz so genau wie mit Gurt, aber zumindest das Scheuern gehört dann der Vergangenheit an.

Insgesamt ist es schwer, die Lösung für alle zu finden. Zu unterschiedlich sind unsere Körper. Was bei dem einen funktioniert, hilft bei dem anderen vielleicht gar nicht. Insofern gilt: ausprobieren. Und wenn gar nichts hilft, dann lieber nur die Pulsuhr ohne Gurt. Allerdings sollte man sich gut überlegen, ob eine solche Investition sein muss. Die Preise liegen schließlich meist weit über 100 Euro.

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