Triathlon: Die Wechselzone einrichten Jörg Birkel

Triathlon: Die Wechselzone einrichten

  • Jörg Birkel
Der Wechsel wird im Triathlon gerne mal als vierte Disziplin bezeichnet. Mit einem schnellen Wechsel hat man zwar nicht automatisch gewonnen, aber mit einem langsamen Wechsel kann man ein Rennen durchaus verlieren. Daher sollte man sich beim Einrichten der eigenen Wechselzone vorher Gedanken machen.

Spätestens in der heißen Wettkampfvorbereitung sollte Wechseltraining bei jedem Triathleten auf dem Trainingsplan stehen. Selbst Profis trainieren regelmäßig die Handgriffe, damit Sie im Rennen keine Zeit verlieren.

Um möglichst schnell wechseln zu können, sollte man sich bereits beim Einrichten der Wechselzone Gedanken machen. Jeder zusätzliche Handgriff kostet nämlich Zeit. Deshalb gehört auch nur das notwendigste Equipment in die Wechselzone.

Der Schwimmstart

Am besten gehst Du bereits beim Packen der Wettkampftasche den Ablauf des Rennens in Gedanken durch. Für das Schwimmen benötigst Du den Wettkampf-Einteiler oder einen Zweiteiler sowie einen Neoprenanzug. Droht ein Neoverbot, dann darfst Du stattdessen mit einem zugelassenen Speedsuite schwimmen.

Außerdem benötigst Du beim Schwimmstart den Transponder mit einem entsprechenden Halter am Fuß sowie Deine Schwimmbrille und die Badekappe des Veranstalters. Die Schwimmsachen gehören nicht in die Wechselzone, sondern sind beim Schwimmstart zu tragen.



Der erste Wechsel

Beim ersten Wechsel geht es aufs Rad. Entsprechend sollte alles für die zweite Disziplin am Rad bereit liegen. In der Regel tragen Triathleten die Wettkampfbekleidung bereits beim Schwimmen und gehen dann nass aufs Rad. In diesem Fall brauchst Du nur noch Deine Radschuhe, eventuell Socken, Helm und Sonnenbrille sowie die Startnummer mit einem Startnummernband.

Am schnellsten gelingt der Wechsel, wenn Du die Radschuhe bereits auf die Pedale klickst und das Rad barfuß durch die Wechselzone schiebst. In die Schuhe kannst Du etwas Babypuder machen, damit Du mit den nassen Füßen schneller reingleiten kannst. Die Schuhe befestigst Du dann mit Haushaltsgummis am Flaschenhalter und dem hinteren Schnellspanner.

Bevor Du das Rad anhebst, musst Du allerdings erst den Helm aufziehen und die Starnummer umlegen. Am besten legst Du den Helm umgedreht auf die Aerobars und platzierst die Sonnenbrille griffbereit auf dem Helm. Das Startnummernband hängst Du ebenfalls um den Lenker, sodass Du es schnell greifen und umlegen kannst. Die Nummer gehört beim Radfahren übrigens nach hinten.

Der zweite Wechsel

Beim zweiten Wechseln geht es vom Rad auf die Laufstrecke. Dafür brauchst Du lediglich Deine Laufschuhe, die Sonnenbrille und eventuell eine Laufkappe und eigene Verpflegung. Stell Dir die Laufschuhe direkt zum einschlüpfbereit neben das Rad. Idealerweise hast Du ein Gummischnürsystem am Schuh, damit Du nicht erst die Schnürsenkel binden musst.

Die Laufkappe nimmst Du für einen schnellen Wechsel in die Hand und ziehst diese beim Laufen auf. Auch die Startnummer drehst Du erst beim Verlassen der Wechselzone nach vorne. Das spart wertvolle Zeit.

So vorbereitet kann eigentlich nichts mehr anbrennen. Viel Spaß beim Üben.

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