Fehlende Motivation – Deutschland ist halb faul, halb sportlich thinkstockphotos.com

Fehlende Motivation – Deutschland ist halb faul, halb sportlich

Die Hälfte der Deutschen treibt keinen Sport. Das hat die Techniker Krankenkasse in einer Umfrage herausgefunden. Der häufigste Grund dafür: mangelnde Motivation.
Wer rastet, der rostet, heißt es in einem Sprichwort. Und in der Tat ist dem so. Krankheiten des Bewegungsapparates haben der TK zufolge im vergangen Jahr zu den meisten Fehltagen an Arbeitsstätten geführt. Fehlende Bewegung ist ein entscheidender Faktor beim Entstehen von Schäden am Bewegungsapparat. Dennoch macht fast jeder zweite Deutsche keinen oder nur sehr wenig Sport. Der häufigste Grund: fehlende Motivation.

Für die Umfrage wurden im Januar 2016 vom Meinungsforschungsinstitut Forsa im Auftrag der TK zum dritten Mal ein bevölkerungs-repräsentativer Querschnitt der Erwachsenen in Deutschland zu ihrem Bewegungsverhalten befragt. Insgesamt gaben 50 Prozent an, sich mindestens ein bis drei Stunden pro Woche zu bewegen. 48 Prozent zählen sich selbst aber zu den Antisportlern und Sportmuffeln, also zu den Personen, die selten bis gar keinen Sport treiben. Zwei Prozent machten keine Angabe.

Für die Hälfte der befragten Nicht- und Wenig-Sportler war fehlende Motivation der Hauptgrund, um das Sofa dem Sportplatz vorzuziehen. Hinzu kamen elf Prozent, die generell „kein Interesse an Bewegung“ angaben.

Das würde Sportmuffel motivieren

Um doch sportlich aktiv zu werden, sind gesundheitliche Beschwerden die größte Triebfeder für Sportmuffel. 57 Prozent von ihnen gaben das an. Der zweitgrößte Anreiz: Geld. Finanzielle Förderungen durch die Krankenkasse beziehungsweise Versicherung sehen immerhin 33 Prozent als ausreichende Motivationsunterstützung. Aber: 15 Prozent gaben an, sich von nichts und niemandem zum Sport motivieren lassen zu können.
Sportpsychologe Prof. Dr. Jan Mayer von der Deutschen Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement sagt: „Den Allermeisten ist schon klar, dass ihnen Sport gut täte. Laut den Befragungsergebnissen fehlt es aber jedem Zweiten an Motivation. Der Anreiz, ein langes gesundes Leben zu führen, scheint abstrakter als der Feierabend, der gerade direkt vor einem liegt und gern auf der Couch verbracht werden möchte.“

Weitere Gründe für Nicht-Sport

Die weiteren Gründe, warum Sportmuffel nicht aktiv werden, sind Klassiker: Stress in der Arbeit, fehlende Trainingspartner, familiäre Verpflichtungen und – natürlich – schlechtes Wetter.
Doch an all diesen Punkten lässt sich ansetzen. Diese netzathleten-Tipps helfen dabei, den inneren Schweinehund zu überwinden und mehr Bewegung in den Alltag zu integrieren:

Ein Partnertraining kann helfen: Hier sind vier Gründe, warum.

Wer ständig sitzt, kann schon mit ein paar Gewohnheitsänderungen mehr Bewegung in seinen Alltag bringen. In unserem Sitzprotokoll gibt es Tipps, wie das gelingt.

Und  hier sieben häufige Ausreden, warum man keinen Sport treibt. Und was man gegen sie tun kann.


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