Vitamin D – Sonne, Sommerzeit, Sport und Bewegung thinkstockphotos.com

Vitamin D – Sonne, Sommerzeit, Sport und Bewegung

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Eine der häufigsten Ursachen für Infekte und langwierige Erkrankungen ist der Mangel an Vitamin D. Vitamin D wird durch den Kontakt der Haut mit ultravioletter Strahlung aufgebaut. Dies ist nur möglich, wenn der Körper dem natürlichen Sonnenlicht in ausreichender Dosis ausgesetzt wird.

Generell wird Vitamin D benötigt, damit der Körper die Knochensubstanz, Kalzium, bilden kann und so das Skelett funktionstüchtig erhalten bleibt. Der menschliche Körper ist in der Lage bis zu 80 % des Bedarfs an Vitamin D selbst zu generieren. Dieser Prozess wird nur durch ausreichenden Aufenthalt in der Sonne gewährleistet. Das Vitamin D, das nicht selbst produziert werden kann, muss über die Nahrung aufgenommen werden.

Ein interessanter Lesetipp: Die Bedeutung des Vitamin D: www.vitamindmangel.net

Gründe für einen Vitamin D Mangel

Nach Schätzungen ist etwa die Hälfte bis zwei Drittel der Bundesbürger von einem Mangel an Vitamin D betroffen. Die Gründe für einen Vitamin D Mangel sind vielseitig.
Personen, die sich überwiegend abgeschottet vom Sonnenlicht aufhalten – etwa in geschlossenen Räumen –, sind deutlich gefährdeter als Personen, die sich viel an der frischen Luft bewegen und so den Körper der vitaminbildenden, ultravioletten Strahlung aussetzen.

Darüber hinaus können hormonelle Ursachen verantwortlich sein. Insbesondere in den Wechseljahren oder während einer Schwangerschaft droht ein Vitamin D Mangel.
Geografisch liegt die Wahrscheinlichkeit für das Auftreten des Mangels bei der Bevölkerung Nordeuropas deutlich höher, als bei Personen der mittleren und südlichen Breitengrade. Grund ist auch hier die geringere Sonnenstrahlung.

Was sind die Folgen eines Vitamin D Mangels?

Ein Mangel an Vitamin D schwächt das Immunsystem. Als Folge kann eine erhöhte Infektanfälligkeit auftreten. Dies ist insbesondere während der sonnenarmen Jahreszeiten der Fall.

Wird ein Mangel nicht erkannt oder falsch diagnostiziert, kann er langfristig zu schweren Erkrankungen führen. Speziell bei Kindern ruft ein Vitamin D Mangel beispielsweise Wachstumsstörungen hervor. Besonders häufig sind Verformungen der Beine und anderer Knochengruppen. Konkrete Symptome sind X-Beine.

Durch die Verminderung des Knochenaufbaus entsteht im fortgeschrittenen Alter Osteoporose. Liegt der Mangel bereits im Kindesalter vor, können häufige Knochenbrüche und die schmerzhafte Aufweichung des Knochenapparates die Folge sein. Ein deutliches Zeichen bei älteren Personen ist die Ausbildung eines Buckels, der durch die abnehmende Knochendichte erzeugt wird.

Längerfristige Mangelerscheinungen sind die erhöhte Anfälligkeit für Tumorerkrankungen und eine Zunahme des Schlaganfallrisikos. Darüber hinaus sinkt die allgemeine Lebenserwartung des Menschen. Dies liegt primär daran, dass das Immunsystem stark geschwächt wird und so das Krebsrisiko steigt. Forschungen zufolge ist dies insbesondere bei Brustkrebs der Fall. Aber auch andere Krebsarten, wie Eierstockkrebs oder Darmkrebs werden durch den Mangel begünstigt.

Wie wird ein Vitamin D Mangel diagnostiziert?

Die Diagnose eines Mangels an Vitamin D wird durch einen Bluttest vorgenommen. Dabei werden zwei Werte festgestellt. Zum einen geht es um Vitamin D selbst, zum anderen um Vitamin D3. Bei Letzterem handelt es sich um ein Prohormon, das hauptsächlich durch UV-B-Strahlung gebildet wird.

Anzeichen für einen Vitamin D Mangel

Selbst zur Kenntnis nehmen lassen sich oftmals vieldeutige Symptome. Dazu gehören latente Kopfschmerzen, Abgeschlagenheit oder auch ein erhöhtes Schlafbedürfnis.
Langfristig sind auch die Infektanfälligkeit und die zunehmende Schwere und Länge von Krankheiten wie Atemwegsinfekten ein Indiz.

Vitamin D Mangel vorbeugen

Grundsätzlich ist jedem anzuraten, sich viel an der frischen Luft aufzuhalten. Als Richtwert gilt: Mindestens drei Mal pro Woche sollten etwa 20 % der Hautoberfläche für mindestens eine halbe Stunde an Kontakt mit Sonnenlicht haben. Dabei muss natürlich beachtet werden, dass die Sonne die Haut auch schädigen kann. Sonnenbrände müssen vermieden werden. Allerdings sind Sonnencremes und ähnliche präventive Mittel nicht zu raten, da sie die Aufnahme der vitaminbildenden Strahlung blockieren.

Ein Teil des Vitamin-D-Bedarfs kann auch durch die Nahrung gedeckt werden. Während früher landläufig zu Lebertran geraten wurde, sind Forscher heute davon überzeugt, dass Tiefseefische und Milchprodukte den Vitamin-D-Haushalt wieder auffüllen. Über Milchprodukte kann, gerade bei Kindern, lebenswichtiges Kalzium eingelagert werden. Wenn ein dauerhafter Mangel vorliegt, bzw. das Vitamin nicht ausreichend produziert wird, kann in Absprache mit einem Arzt ein Vitaminpräparat verabreicht werden.

Zusammenfassend ist es ratsam, gerade im Sommer die natürliche Sonnenstrahlung zu nutzen und so die Vitamindepots aufzufüllen. Präventiv sind Bewegung und der Aufenthalt in der freien Natur die besten Mittel, um Müdigkeit und Infektanfälligkeit vorzubeugen. Vitamin D – Sonne, Sommer, Sport und Bewegung im Freien lassen einen Mangel gar nicht erst entstehen.

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Redaktionsleitung: Mario Förster

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