Safety first - Tipps zum Freiwasserschwimmen im Meer Stefanie Anderson

Safety first - Tipps zum Freiwasserschwimmen im Meer

  • Jörg Birkel
Der eine liebt es, der andere hasst es: Freiwasserschwimmen. Allerdings schwimmt es sich in offenen Gewässern anders als im geschützten Pool. Entsprechend solltest Du ein paar Dinge beachten, bevor Du Dich ins Meer stürzt.

Im Triathlon ist Schwimmen die erste Disziplin und nicht selten wird in Seen, Kanälen oder im Meer geschwommen. Je nach Zielwettkampf sollte man das auf jeden Fall vorher trainieren, denn in offenen Gewässern schwimmt es sich definitiv anders als im Schwimmbad. Und je nachdem kann es auch gefährlich werden.

Hier sind ein paar Tipps für Deine eigene Sicherheit, wenn Du mal im Meer trainieren möchstest:

1) Schwimme nie alleine! Ihr solltet immer mindestens zu Zweit sein, damit im Notfall einer Hilfe holen kann.

2) Bei längeren Schwimmstecken ist es ratsam, sich von einem Kajak oder Boot begleiten zu lassen.

3) Statt einfach aufs Meer oder den See hinaus zu schwimmen, solltest Du lieber in einer abgeschotteten Bucht mit flachem Wasser oder in Ufernähe üben.

4) Meide Gewässer mit ablandiger Strömung. Falls Du doch mal aufs Meer raus getrieben wirst, ist es wichtig, dass Du nicht in Panik gerätst. Bewahre Ruhe und schwimme nicht gegen die Strömung an, das ermüdet Dich nur unnütz. Hab Geduld, bis Du aus der Strömung heraus bist und scheue Dich nicht, im Notfall rechtzeitig per Handzeichen um Hilfe zu bitten.

5) Prüfe vor längeren Schwimmeinheiten den Wetterbericht oder erkundige Dich bei ortskundigen Rettungsschwimmern, wie die Wasserbedingungen sind.

6) Bei zu schweren Wetterbedingungen solltest Du Deine Freiwassereinheit lieber verschieben und stattdessen im Becken schwimmen.

7) Steigere die Schwimmstrecken in offenen Gewässern nur langsam. Im Gegensatz zum Beckentraining kannst Du nicht bei jeder Wende eine Pause einlegen.

8) Bei kalten Wassertemperaturen solltest Du mit Neoprenanzug schwimmen, um Dich vor dem Auskühlen zu schützen. Das solltest Du auch unbedingt vor Deinem ersten Wettkampf üben. Mit Neoprenanzug schwimmt es sich anders als ohne.

9) Du solltest regelmäßig Technikübungen in Dein Beckentraining integrieren, die die Rotation in der Schulter um die Körperlängsachse schulen. Um bei schwerem Wellengang gut Luft zu bekommen, musst Du die Schultern stärker aus dem Wasser drehen.

10) Im Meer solltest Du Deinen Armzug flexibel einsetzen können. Eventuell muss Du länger ziehen oder die Frequenz steigern können, damit Du oben auf der Welle Luft holst und nicht versehentlich Wasser schluckst.

11) Sei darauf vorbereitet, dass Du hin und wieder Wasser statt Luft in den Mund bekommst. Das lässt sich im Meer kaum vermeiden.

12) Lerne, Dich im Wasser zu orientieren. Dafür solltest Du regelmäßig Wasserballkraul trainieren. Achte auf Landmarken, gut sichtbare Bojen oder andere Merkmale, damit Du Kurs halten kannst.

Viel Spaß beim Training im Meer.

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