Fitness Marke Agassi – Das C.O.D. by BILT BILT

Fitness Marke Agassi – Das C.O.D. by BILT

  • Christian Riedel
Obwohl Andre Agassi zu Beginn seiner Karriere mit Rückenproblemen zu kämpfen hatte, wurde er zu einem der besten Tennisspieler aller Zeiten. Das lag auch an einem besonderen Fitnessgerät, dem C.O.D., das sein Fitnesscoach Gil Reyes für ihn entwickelt hat. Andre erklärt die Besonderheiten seines Geräts, das auf der FiBo mit dem Innovation Award ausgezeichnet wurde.

Lange Zeit war es beinahe unmöglich, Kraft und Dynamik gleichzeitig zu trainieren. Trainiert man seine Kraft an Geräten, kann man sich nicht frei bewegen. Beim Freihanteltraining dagegen besteht immer die Gefahr, dass man die Balance verliert und das Gewicht nicht mehr kontrollieren kann. Der ehemalige beste Tennisprofi der Welt, Andre Agassi, hat schon zu Beginn seiner Karriere mit seinem Coach Gil Reyes mit einer ganz speziellen Maschine trainiert, bei der genau das möglich ist: dem C.O.D., die Kurzform für Change of Direction.

Das Prinzip beim C.O.D.

Das C.O.D. besteht aus einer soliden Basis und einem Arm, an dem zwei halbrunde Polster montiert sind, die man sich auf die Schultern legt. Was für die Besucher der Fitnessmesse „FiBo“ in Köln, auf dem Andre sein Gerät vorgestellt hat, neu wirkt, ist für den US-Amerikaner ein alter Hut. „Das C.O.D. ist neu für die Welt aber nicht für mich. Mein Trainer und ich haben es schon vor langer Zeit gebaut und ich habe 20 Jahre lang damit trainiert. Wir haben nun entschieden, es auch zum Verkauf anzubieten. Denn man kann damit härter und sicherer trainieren. Es ist sehr innovativ.“

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Das Prinzip, das hinter dem C.O.D. steckt ist so einfach wie effektiv. Das sagt auch Andre Agassi: „Das C.O.D. basiert auf den Gewichten, die man sich auf die Schultern legt und die mit einer Feder gesichert sind. Die Feder sichert zum einen das Gewicht und dient gleichzeitig als zusätzlicher Widerstand. Die Pads liegen auf den Schultern und der bewegliche Arm des C.O.D. ist an der Basis befestigt. Dadurch kann man sich 180 Grad in einem Halbkreis rund um das Gerät bewegen. Man kann in die Knie gehen, um Squads zu machen. Man kann mit zusätzlichem Gewicht Sprungübungen machen. Man kann quasi machen, was immer man will. Es gibt keine Grenzen. Man ist nur von seiner Vorstellungskraft limitiert. Das Gewicht bleibt dabei dank der Feder immer am Körper bzw. liegt immer auf den Schultern. Man muss sich keine Sorgen machen, dass es aus dem Gleichgewicht gerät und hat gleichzeitig beide Arme frei. Es gibt keinen unerwarteten und keinen ungleichen Druck auf den Körper. Wenn man Tennis spielt, kann man entsprechende Beinübungen machen. Spielt man Basketball, kann man andere Drills machen, die speziell an den Sport angepasst sind. Springen, Dribbeln, in die Knie gehen - Je mehr man in das Gerät investiert, desto mehr bekommt man zurück. Aber es ist sicher für jeden, auch wenn man nur einmal in der Woche ins Fitnessstudio geht. Und das ist das Konzept, das hinter dem C.O.D. steckt und das wir über die Jahre immer weiterentwickelt haben. Gerade als Tennisprofi hatte ich nur wenig Zeit, um meine Athletik zu trainieren. Aber ich musste auf dem Platz sehr aggressiv sein. Dabei konnte ich es mir nicht leisten, ein Verletzungsrisiko einzugehen. Genau das kann man mit dem C.O.D. trainieren.“

Was das Besondere an dem Gerät ist und warum das C.O.D. erst jetzt erhältlich ist, erzählt Andre Agassi im Interview.

netzathleten: Was genau ist das Besondere am C.O.D.?
Andre Agassi: Das C.O.D. ist etwas ganz Besonderes. Viele Menschen mit Problemen in der unteren Wirbelsäule machen Squads und Kniebeugen. Aber diese Übung ist sehr limitiert und gefährlich. Ich hatte Probleme mit meinem Rücken und Probleme mit der Hüfte. Und für mich war es nicht einfach, diese Bewegungen zu machen, um den unteren Rumpf zu trainieren. Das C.O.D. hat es mir erlaubt, den Widerstand zu erhöhen aber gleichzeitig auch, dynamische Bewegungen zu machen. Mit dem Gerät konnte ich einbeinige Kniebeugen machen oder explosive Sprungübungen. Oder auch schnelle Drills, um die Beinarbeit zu trainieren. Ich habe Boxer gesehen, die mehr Gewicht aufgelegt haben und typische Bewegungen mit Gewicht trainiert haben und auch Basketballer, die damit trainiert haben. Die Vielseitigkeit dieser Maschine ist einfach enorm, mit Widerstand zu trainieren. Dabei ist das Gerät hundert Prozent sicher, im Gegensatz zu Freihanteln beispielsweise.

netzathleten: Du hattest selber große Probleme mit dem unteren Rücken und der Hüfte. Inwieweit hilft das Gerät hierbei?

Andre Agassi: Das Gerät ist gerade für Menschen mit Rückenproblemen geeignet, weil man die Kraft im unteren Rücken trainieren kann und sich dabei gleichzeitig bewegt. Beim Krafttraining für den unteren Rücken macht man entweder eine Beinpresse oder Squads. Dabei legt man sich Gewicht auf die Schultern. Aber mit einer Hantel auf der Schulter, kann man sich nicht mehr dynamisch bewegen. Man muss sehr aufpassen, um das Gleichgewicht zu halten. Mit dem C.O.D. hat man einen Widerstand, kann sich aber trotzdem dynamisch bewegen. Und das macht das Gerät so einzigartig. Zudem ist es sicher für den Rücken, weil das Gewicht nicht auf der Wirbelsäule, sondern auf den Schultern liegt und sich mit Dir bewegt statt auf den Rücken oder Nacken zu drücken.

netzathleten: Wann habt ihr diese Maschine entwickelt?
Andre Agassi: Mein Trainer hat schon vor 20 Jahren mit der Konzeption begonnen, als ich 19 Jahre alt war. Er hat jedes einzelne Teil konzipiert und gebaut.

netzathleten: Welche Idee steckt dabei hinter der Maschine?
Andre Agassi: Gil wollte, dass ich aggressiv trainieren kann, ohne ein Verletzungsrisiko einzugehen. Dabei hatte er eine Vision, etwas zu bauen, das noch nicht existiert. Und außer dem C.O.D. gibt es meines Wissens noch kein Gerät, bei dem man dynamische Bewegungen ohne Risiko mit einem variablen Gewicht trainieren kann. Wie ein Ingenieur, wie eine Art Künstler hat er jedes Teil gezeichnet und konstruiert.

netzathleten: Warum bringt ihr das C.O.D. erst jetzt auf den Markt?
Andre Agassi: Zunächst wollte ich nicht, dass jemand anderes mit dem Gerät trainiert, solange ich noch aktiv war. Zum zweiten ist das ein eigenes Business. Und ich war zwei Jahrzehnte lang Tennisprofi. Jetzt haben wir uns daran erinnert, dass wir so lange Zeit mit dem Gerät gearbeitet haben und ich habe die Zeit, die Energie und auch die Konzentration, die Geräte zu vermarkten.

netzathleten: Wer kann denn alles mit dem Gerät trainieren?

Andre Agassi: Man kann nahezu alles mit dem Gerät trainieren. Dynamische Bewegungen aber auch wie ein Gewichtheber Muskeltraining machen. Fußballspieler, Krafttraining, auch ältere Menschen können damit ihre Kraft trainieren und auch bei der Reha nach einer Knie-OP kann man mit dem C.O.D. trainieren. Sicher und stark – das ist unser Konzept.

netzathleten: Wie sieht es in der Zukunft aus? Wird das C.O.D. weiterentwickelt?

Andre Agassi: Wir haben viele Ideen. Die erste Linie der Maschine, war die, mit der ich trainiert habe. Aber wenn wir über Weiterentwicklungen oder zusätzliches Equipment nachdenken, haben wir viele Ideen, wie wir unsere Linie weiterentwickeln können.

Mehr Informationen gibt es unter www.biltbyagassiandreyes.com/

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