Der Powerbreather im Test Derk Hoberg
Mehr Freiheit für das Technik-Training

Der Powerbreather im Test

Der Powerbreather soll Schwimmern helfen, sich auf die richtige Ausführung der Technik zu konzentrieren, ohne sich von der Atmung aus dem Konzept bringen zu lassen. Wir haben den Schwimmschnorchel getestet.
Beim Schwimmen ist das mit dem Atmen so eine Sache, schließlich befindet man sich im Wasser und kann nicht jederzeit Luft holen. Logisch ist, dass man über den Mund atmet, schließlich ist dieser deutlich größer als die Nasenlöscher und man kann mehr Sauerstoff aufnehmen. Zusätzlich bietet es sich an, einen festen Atemrhythmus einzuhalten, wie zum Beispiel nach jedem dritten Armzug einen Atemzug zu machen. Dass sich dies beim Erlernen oder Verfeinern neuer Schwimmtechniken als durchaus schwierig erweisen kann, liegt auf der Hand: Allzu schnell kommt man dabei aus dem Rhythmus – sowohl was Atmen als auch Technik angeht.

Am Starnberger See entwickelt

Abhilfe soll da ein neues Schwimmtool, der Powerbreather, schaffen. Von der Firma Ameo am Starnberger See entwickelt, ist er längst Serienreif und bei zahlreichen Profiathleten wie Olympiasieger und Iron Man Jan Frodeno (Triathlon) oder Freiwasserschwimmer Thomas Lurz im Trainingseinsatz. Der entscheidende Vorteil, den der Powerbreather gegenüber einem herkömmlichen Schorchel dabei bietet, ist, dass hier keine Pendelatmung erfolgt, sondern die verbrauchte Luft durch ein Ventil im Mundstück komplett und direkt ins Wasser ausgeatmet wird. Während bei einem normalen Schnorchel also immer etwas verbrauchte Luft im Rohr zurückbleibt, die beim nächsten Atemzug wieder mit eingeatmet wird, atmet man beim Powerbreather-System vollständig unverbrauchte Luft und damit auch mehr Sauerstoff ein.

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Gerade beim Technik-Training kann man sich so komplett auf die Verbesserung seines Schwimmstils konzentrieren, ohne zu schnell außer Atem zu kommen. Kraul-Einsteiger können längere Technik-Passagen am Stück schwimmen, kommen nicht durch falsche Atmung aus dem Rhythmus und verlieren so die optimale Wasserlage nicht so schnell.

Eingewöhnt und los geht´s

„Selbstverständlich sollte man sich zunächst an den Umgang und an die Atmung und mit dem Powerbreather gewöhnen, ihn zunächst anlegen und anschließend einige Minuten mit dem Kopf unter Wasser ruhig atmen.“, empfiehlt auch Ameo-Geschäftsführer Jan von Hofacker vor unserem Test. Im Prinzip ist die Anwendung aber denkbar einfach: Zunächst Badekappe (wenn vorhanden, der Powerbreather hält dann besser) und Schwimmbrille richtig aufsetzen. Anschließend den zuvor grob an die Kopfgröße angepassten Powerbreather überziehen, dabei bereits das Mundstück in den Mund nehmen, und mit dem Stellrad feststellen, damit er beim Schwimmen nicht verrutschen kann. Nach der angesprochenen, erstmaligen Eingewöhnungsphase kann man langsam mit dem Schwimmen loslegen.

Hier zeigt sich, dass der Ratschlag von Hofackers seine Gründe hat, schließlich stellt es doch eine kleine Hürde dar, von der normalen Atemtechnik hin zum Powerbreather zu wechseln. Nach kurzer Zeit aber versteht man das Prinzip, merkt, dass man sich darauf verlassen kann und kann damit beginnen, seine Schwimmtechnik zunächst etwas genauer zu analysieren und in der Folge an deren Verbesserung zu arbeiten.

Fazit

Ein toller Helfer für all diejenigen, die sich bisher schwer getan haben, überhaupt kraulen zu lernen, oder die eigene Schwimmtechnik zu verbessern. Auch ambitionierte und fortgeschrittene Schwimmer können mit dem Powerbreather noch mehr Symmetrie in ihrem System und Sicherheit in den Abläufen finden, effektiver schwimmen und dadurch letztlich schneller werden. Nach kurzer Kennenlernphase freundet sich auch der Nachwuchs rasch mit dem Gerät an und hat mehr Spaß am Schwimmen Lernen. Und natürlich eignet sich der Powerbreather auch gut zum Schnorcheln im Meer – schließlich gilt hier das gleiche Prinzip: keine Pendelatmung, mehr frische Luft – und so ist der Powerbreather ein echter Allrounder.

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UVP: 89,00 Euro für das Einstiegsmodell AMEO POWERBREATHER SPORT

Weitere Infos: www.powerbreather.com




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