Übern Berg – Der Newton Guidance Trainer im Produkttest Jörg Birkel

Übern Berg – Der Newton Guidance Trainer im Produkttest

  • Christian Riedel
Mit dem neuartigen Laufschuh Newton Guidance Trainer will Newton Running die Laufwelt revolutionieren. Auf den ersten Blick scheint er ein ganz normaler Laufschuh zu sein. Doch wenn man die ersten Schritte darin gemacht hat merkt man schnell, dass er alles andere als normal ist.

Wirklich spektakulär sieht er nicht aus, der Newton Guidance Trainer. Von außen betrachtet, unterscheidet er sich kaum von den meisten Laufschuhen auf dem Markt. Einen Unterschied gibt es aber: An der Sohle unter dem Ballen befinden sich vier kleine, stabile Erhöhungen. Und diese Bauweise hat es in sich.

Der Schock-Effekt


Wer die Newton Guidance Trainer zum ersten Mal trägt, merkt sofort, dass sich die Schuhe anders anfühlen als herkömmliche Laufschuhe. Das liegt an der unkonventionell geformten Sohle. Durch kleine Erhöhungen fühlt es sich beim Gehen so an, als müsste man bei jedem Schritt leicht den Berg hinauf gehen.

Was beim Gehen eher störend ist, erfüllt beim Laufen seinen Sinn. Denn der Schuh ist so angelegt, dass er den Läufer dazu anhält, auf dem Mittel- oder sogar auf dem Vorfuß zu laufen. Dies ist bekanntlich die ökonomischste und natürlichste Art zu laufen. Wenn man mit dem Newton versucht, auf der Ferse zu landen und darüber abzurollen, merkt man dagegen direkt, dass etwas nicht stimmt.

Anziehen und loslaufen


„Einfach die Schuhe anziehen, ein paar Mal auf den Ballen wippen und loslaufen“, empfiehlt Stefan Moosleitner von Newton Running. „Beim Laufen sollte man versuchen, das Becken etwas nach vorne zu schieben und aufrecht im Oberkörper zu sein. Außerdem sollte man kleine Schritte machen. Dann kann man schnell fühlen, ob man richtig läuft.“

Die Laufschuhe im Test


Ich versuche zwar schon länger, meinen Laufstil auf den Mittelfußlauf umzustellen, doch auch mit der Wölbung unter dem Ballen konnte ich mir nur schwer vorstellen, dass ausgerechnet dieser Laufschuh mir dabei helfen könnte.

Draufstellen und loslaufen war die Empfehlung von Stefan Moosleitner. Also kam ich genau dieser Empfehlung nach. Schon nach wenigen Schritten habe ich gemerkt, was sich hinter dem Sohlensystem verbirgt. Denn während man beim Gehen durch die fehlende Dämpfung der Ferse und die Form der Sohle ein unangenehmes Gefühl hat, verliert sich das Gefühl beim Laufen sofort – zumindest wenn man auf dem Mittelfuß landet.

Der Schuh als Lauftrainer


Aufgrund der Sohlenform spürt man bei jedem Schritt, ob man wirklich auf dem Mittelfuß oder doch wieder auf der Ferse aufkommt. Wer seinen Laufstil ändern möchte, bekommt vom Newton Guidance Trainer bei jedem Schritt die direkte Rückmeldung, ob man auch richtig läuft. So hilft der Schuh einem dabei, die Lauftechnik um zustellen, sofern man auf sein Gefühl hört.

Für mich war es überraschend, dass das Konzept des Schuhs funktioniert. Die Schuhe geben so viel Vortrieb, dass man aufpassen muss, nicht zu schnell zu laufen und schon früh aus der Puste zu kommen. Gerade auf den ersten Runden ist es daher empfehlenswert, mit einer Pulsuhr zu laufen, um sich nicht zu überfordern.

Durch die Umstellung des Laufstils kann es natürlich zu kleineren Problemen kommen. Ich hatte nach den ersten Einheiten Muskelkater in der Wade und leichte Knieschmerzen. Doch die vergingen nach einigen Einheiten.

Fazit

Wer seinen Laufstil umstellen will, findet im Newton Guidance Trainer einen wertvollen Lauftrainer. Auch für Wettkämpfe ist der Laufschuh eine große Hilfe, da er aufgrund seiner Sohlenform zusätzlichen Vortrieb verleiht. Mit 169 US$ ist der Newton nicht der billigste Schuh, aber wer gesund und schnell laufen will, kann diese Summe unbesorgt in den Newton investieren.

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