Tobias Angerer holt Silber in der Doppelverfolgung im Langlauf VANOC/COVAN

Tobias Angerer holt Silber in der Doppelverfolgung im Langlauf

  • Nils Borgstedt
Der Langläufer Tobias Angerer hat die Silbermedaille in der Doppelverfolgung gewonnen. Der Oberbayer musste sich nur dem Schweden Marcus Hellner geschlagen geben. Bronze ging an Johann Olsson, ebenfalls aus Schweden.

In einem spannenden Rennen in der Doppelverfolgung sicherte sich Tobias Angerer in einem packenden Finale die Silbermedaille und bescherte damit dem Deutschen Langlaufteam das erste Edelmetall der diesjährigen Spiele. Nach den ersten 15 km, die im klassischen Stil gefahren wurden, lag Angerer auf dem 9. Rang. Im zweiten Teilabschnitt, 15km Freistil, kämpfte er sich Platz um Platz nach vorne. Es ist Angerers insgesamt vierte Medaille bei Olympischen Spielen, nachdem er bereits zwei Mal Bronze (2002 Staffel; 2006, 15km klassisch) und Silber (2006, Staffel) gewonnen hatte.

Dass es für Angerer nicht zu Gold reichte, hatte neben der Sprintstärke von Hellner auch mit der Cleverness der Schweden zu tun. In einer etwa 15 Läufer umfassenden Spitzengruppe beim Skiwechsel nach den ersten 15km befanden sich drei Schweden, Olsson, Hellner und Anders Södergren. Nachdem Olsson ausgerissen war, verschleppten die anderen beiden geschickt das Tempo in der Verfolgergruppe und hielten ihrem Kollegen dadurch den Rücken zunächst frei. Vier Kilometer vor dem Ziel erhöhte der Russe Alexander Legkow das Tempo derart, dass nur noch Hellner und Angerer folgen konnten. Einen Kilometer vor Schluss gelang es den drei stärksten Verfolgern den Ausreißer einzuholen. Angerer und Hellner überholten ihn sogar noch.

Auch Jens Filbrich kann mit seinem Rennen zufrieden sein. Der Thüringer fuhr nahezu das gesamte Rennen über in der Spitzengruppe mit und war am Ende mit Rang sechs der zweitbeste Deutsche. Rene Sommerfeldt auf Platz 15 und Tom Reichelt auf Rang 35 komplettieren das deutsche Ergebnis.

 

Damen gehen bei Doppelverfolgung leer aus

Bereits am Freitag haben die Damen ihre Doppelverfolgung ausgetragen. Marit Bjoergen aus Norwegen holte nach Bronze über die 10km Freistil und Gold im klassischen Sprint ihre dritte Medaille bei den diesjährigen Spielen. Sie gewann Gold vor der Schwedin Anna Haag und der Polin Justyna Kowalczyk.

Die deutschen Athletinnen enttäuschten erneut und belegten nicht einmal einen Platz unter den Top 10. Das beste Resultat erzielte Evi Sachenbacher-Stehle, die auf Rang elf kam. Nicole fessel wurde 22., Katrin Zeller wurde reihte sich auf Platz 24 ein. Stefanie Böhler belegte im Gesamtklassement den 36. Rang.

Das Ergebnis 30km Doppelverfolgung, Herren:

1. Marcus Hellner SWE 1:11:16,400 h
2. Tobias Angerer GER 1:11:19,000 h
3. Johan Olsson SWE 1:11:19,400 h

4. Alexander Legkov RUS 1:11:20,400 h
5. Ivan Babikov CAN 1:11:25,500 h
6. Jens Filbrich GER 1:11:30,000 h
7. Lukas Bauer CZE 1:11:30,200 h
8. George Grey CAN 1:11:37,000 h
9. Alex Harvey CAN 1:11:48,000 h
10. Anders Soedergren SWE 1:11:52,000 h
11. Petter jr Northug NOR 1:11:58,100 h
12. Giorgio Di Centa ITA 1:12:10,100 h
13. Dario Cologna SUI 1:12:17,200 h
14. Pietro Piller Cottrer ITA 1:12:24,900 h
15. Devon Kershaw CAN 1:12:28,400 h
15. Vincent Vittoz FRA 1:12:28,400 h
17. Maxim Vylegzhanin RUS 1:13:09,200 h
18. Tord Asle Gjerdalen NOR 1:13:09,500 h
18. Martin Johnsrud Sundby NOR 1:13:09,500 h
20. Curdin Perl SUI 1:13:10,000 h
21. Rene Sommerfeldt GER 1:13:16,900 h
22. Toni Livers SUI 1:13:31,000 h
23. Daniel Rickardsson SWE 1:13:39,000 h
24. Thomas Moriggl ITA 1:13:45,900 h
25. Martin Bajcicak SVK 1:14:03,100 h
26. Martin Jaks CZE 1:14:03,200 h
26. Maurice Manificat FRA 1:14:03,200 h
28. Yevgeniy Velichko KAZ 1:14:05,200 h
29. Paul Pepene ROM 1:15:39,100 h
30. Jean Marc Gaillard FRA 1:15:53,100 h
31. Vicenc Vilarrubla ESP 1:15:53,200 h
32. Nikolay Pankratov RUS 1:15:53,900 h
33. Lari Lehtonen FIN 1:16:39,500 h
34. James Southam USA 1:16:51,200 h
35. Tom Reichelt GER 1:17:18,200 h
36. Eldar Roenning NOR 1:17:19,100 h
37. Aivar Rehemaa EST 1:17:20,800 h
38. Jiri Magal CZE 1:17:44,000 h
39. Nobu Naruse JPN 1:18:16,100 h
40. Javier Gutierrez ESP 1:18:25,400 h
41. Roman Leybyuk UKR 1:18:37,000 h
42. Kaspar Kokk EST 1:18:45,300 h
43. Sergey Novikov RUS 1:18:49,300 h
44. Remo Fischer SUI 1:18:57,100 h
45. Kris Freeman USA 1:19:07,600 h
46. Karel Tammjarv EST 1:19:07,900 h
47. Ben Sim AUS 1:19:30,800 h
48. Aleksei Ivanov BLR 1:19:42,700 h
49. Sergey Cherepanov KAZ 1:19:48,700 h
50. Robin Duvillard FRA 1:20:02,600 h
51. Andrew Musgrave GBR 1:20:12,900 h
52. Olexandr Putsko UKR 1:20:52,100 h
53. David Hofer ITA  1:21:07,600 h
54. Martin Koukal CZE 0,000 s
54. Ville Nousiainen FIN 0,000 s
54. Benjamin Keith Falconer NZL 0,000 s
54. Veselin Tzinzov BUL  0,000 s
54. Sami Jauhojaervi FIN 0,000 s
54. Francois Soulie AND 0,000 s
54. Sergei Dolidovich BLR 0,000 s
54. Jonas Thor Olsen DEN 0,000 s
54. Matti Heikkinen FIN 0,000 s
54. Janis Paipals LAT 0,000 s

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