Deutschland verliert auch gegen Spanien - 20:25 bei der Handball-EM presse EURO 2010

Deutschland verliert auch gegen Spanien - 20:25 bei der Handball-EM

  • Derk Hoberg
Die im Umbruch befindliche Deutsche Handballnationalmannschaft hätte heute befreit aufspielen können. Die Chance auf den Halbfinaleinzug wurde schon im Vorfeld vertan – zu durchwachsen waren die bisherigen Leistungen. So war die deutliche 20:25 Niederlage gegen Spanien nur eine logische Konsequenz.

Nach der knappen Niederlage gegen Frankreich, vergangenen Sonntag, lief es heute gegen die favorisierten Iberer von Beginn an schlecht. Leichte Aufbaufehler in Überzahl und mangelhafte Wurfausbeute ließen die Spanier schnell auf 4:1 davonziehen. In der Folge konnten Heiner Brands Mannen den Torabstand zwar in erträglichem Rahmen halten, die Toranzahl auf Seiten der Deutschen Mannschaft blieb aber einmal mehr kläglich. Nach 18 gespielten Minuten standen gerade mal 4 Treffer zu Buche.

Spanien kam vor allem über den starken Außen Victor Tomas immer wieder zu leichten Treffern und konnte den Vorsprung bis zur Pause auf fünf Tore ausbauen. Mit 9:14 ging es in die Pause. Es war eine, für die Deutsche Mannschaft typische Vorstellung bei dieser EM. Die Trefferquote lag bei nur 45 Prozent.
In der zweiten Hälfte ein unverändertes Bild. Kein Aufbäumen der DHB-Auswahl war zu erkennen, die wohl auch durch ihr häufiges Scheitern an Pfosten oder Latte zusätzlich demoralisiert wurde. Das Team fand insgesamt kein Mittel gegen die kompakte Abwehr der Spanier, die sich nun zumindest noch theoretisch Hoffnung auf die Halbfinalteilnahme machen können.


Zu allem Überfluss verletzte sich Holger Glandorf kurz vor Schluss am Knie und konnte seinen Kameraden nicht mehr mit seinen gefürchteten Rückraumschüssen helfen.


Am Donnerstag hat das DHB-Team gegen Tschechien noch die Chance, sich mit einer guten Leistung gegen Tschechien aus dem Turnier zu verabschieden – mehr aber auch nicht.

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