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Unser Gewinner berichtet - Ironman Frankfurt 2012

  • Nils Borgstedt
Unser Gewinner des Startplatzes beim Ironman Frankfurt war von der Veranstaltung begeistert. Für netzathleten.de hat er einen kleinen, persönlichen Rennbericht geschrieben.

Hallo Netzathleten,
hier ein kurzer Wettkampfbericht vom Ironman Frankfurt:

Die Freude, dass ich den Startplatz gewonnen habe, war natürlich riesengroß, aber auch die Selbstzweifel. Bin ich ausreichend trainiert? Und die letzte Langdistanz lag auch schon zwei Jahre zurück und war kein Ironman (Immenstadt WM). Naja, was solls, ich geh's mal langsam an und dann passt das schon. Ich bin 2002 schon mal in Frankfurt gestartet und habe mich beim Radfahren derart abgeschossen, dass der Marathon zum Wandertag wurde. Ich hoffte, dass das diesmal nicht passieren würde…

Das Einchecken am Samstag klappte, nachdem ich endlich den See gefunden hatte, problemlos. Am Raceday bin ich mit dem Shuttlebus zum Waldsee gefahren und war froh, als ich endlich im Wasser war und der Startschuss ertönte. Die Anspannung war wie weggeblasen und es ging gut los. Es gab einen tollen Sonnenaufgang und man konnte denken, der Tag wird richtig gut.

Das Schwimmen lief bei mir zum Glück auch ohne allzu viel Training recht ordentlich. Ich versuchte schnell weg zu schwimmen, um den Schlägereien aus dem Weg zu gehen. Ich fand immer eine gute Gruppe und so war das Schwimmen schnell erledigt. Beim kurzen Landgang sah ich meine Freundin und einen Trainingskollegen, die extra für mich angereist waren. So etwas gibt natürlich nochmal einen Extraschub.

Nach dem Wechsel auf's Rad und paar Kilometern Fahrt, fing es ordentlich an zu Regnen. Bei Kilometer 55 hatte ich, wie so viele andere Teilnehmer auch, einen Platten. Diese Panne brachte mich aber nicht sonderlich aus der Ruhe und ich fuhr nach dem Reifenwechsel ohne größere Probleme weiter. Nach Ende der zweiten Runde war ich dennoch froh, dass ich jetzt laufen durfte.

Am Anfang lief es ganz gut, doch dann meldete sich mein Magen - Magenkrämpfe! Das ist bei einen Ironman bei mir allerdings nichts Ungewöhnliches, so etwas hatte ich schon öfter. Wahrscheinlich ist es der automatische Schutzmechanismus meines Körpers. Ich habe zwar ein paar Gehpausen machen müssen, mich aber schließlich durch den Marathon gebissen. Ich möchte einmal eine 3:30 im IM laufen, das wäre für mich ein riesen Erfolg. Vielleicht schaffe ich das noch irgendwann…

Jedenfalls hat es "Spaß" gemacht, nach 10 Jahren wieder einen IM zu finishen. Die Atmosphäre und das Publikum waren gigantisch. Im Großen und Ganzen bin ich mit meiner Zeit zufrieden. Ich war schon erheblich schneller, aber dafür, dass mein Training nur auf Mitteldistanz ausgelegt war, ist es ganz gut gelaufen.

Vielen Dank nochmals für den super Gewinn!

Viele Grüße Erik

 

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