Denksport – Das Gehirn fit halten mit Kartenspielen wie Poker PDPics / Pixabay -- Karten und Kartenspiele eignen sich perfekt, um das Gehirn auf Trab zu halten.
Geistige Gesundheit – Gehirnjogging mit Denkspielen

Denksport – Das Gehirn fit halten mit Kartenspielen wie Poker

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Auch wenn das Gehirn mit Abstand das komplexeste Organ des menschlichen Körpers ist, wird es umgangssprachlich gerne als Muskel bezeichnet. Laut Volksmund muss er trainiert werden, damit er nicht im hohen Alter verkümmert. Was sich wie eine bizarre Folklore anhört, hat bis zu einem gewissen Grad eine Daseinsberechtigung. Denn wer sein Gehirn regelmäßig auf die Probe stellt und neue Herausforderungen sucht, fördert im Umkehrschluss seine geistige Gesundheit. Karten- oder Brettspiele sowie Apps und Computergames sind dabei eine ideale Möglichkeit, um das eigene Denkzentrum bei Laune zu halten.

Positive Nebenwirkung beim Poker

Wie tief Kartenspiele in der menschlichen Historie verankert sind, gibt keine fundierte Überlieferung her. Klar ist jedoch, dass sie ein fester Bestandteil der menschlichen Spielekultur sind. Es gibt zig verschiedene Spielformen, Regeln und Auslegungen. Eines der bekanntesten und aufregendsten Kartenspiele ist dabei Poker. Oftmals als reines Glücksspiel verschrien, hat das Pokerspielen vielschichtige Komponenten zu bieten, die das Gehirn auf verschiedene Arten fordert und entsprechend auch fördert. So sind etwa strategische und soziale Fähigkeiten gefragt, aber auch Spielgefühl und Kenntnisse der Mathematik sind vonnöten. Im Zusammenspiel entfalten die einzelnen Skills das gesamte Potenzial des Pokerspielens.

Auch wenn dem Kartenspiel durch seinen Bezug zum Glücksspiel eine negativbehaftete Seite angedichtet wird, bleibt es in seinem Kern ein Geschicklichkeitsspiel, dass das menschliche Gehirn auf jede nur erdenkliche Art und Weise beansprucht. Die Beliebtheit von Poker hat gerade während der Jahrtausendwende enorm zugelegt und einen regelrechten Hype verursacht, der bis in die heutige Zeit nachhallt. Im Zeitalter der Digitalisierung kann auf vielen Plattformen und Webseiten im Internet gepokert werden. Wer entsprechend sein Denkzentrum auf die Probe stellen will, kann sich hier ein paar Tipps abholen, wo man kostenlos Online-Poker spielen kann.

Formen von Denkspielen

Denkspiele sind – wie der Name bereits verrät – ebenfalls ein probates Mittel, um geistige Anreize zu schaffen und das Gehirn zu fordern. Denkspiele sind dabei sehr breit aufgestellt und weisen die verschiedensten Formen auf. Sie gelten daher als offene Kategorie. Prinzipiell geht es jedoch bei der Denkspielart darum, die grauen Zellen anzustrengen. Im engeren Rahmen würde man entsprechend Konzentrationsspiele, Rätselspiele und Knobelspiele als Denkspiele bezeichnen.

Ein konkretes Beispiel wäre Schach. Der Brettspielklassiker ist sozusagen ein High-End-Denkspiel, da er nur so vor Facettenreichtum strotzt. Spielfiguren, Bewegungsmuster, Balance aus Offensive und Defensive sowie die Strategievielfalt treiben das Gehirn ans Leistungsmaximum. Etwas seichtere Kost für das eigene Denkzentrum sind dagegen Kreuzworträtsel, die man aus Zeitungen oder Rätselheften kennt. Aber auch größere Puzzle haben eine stimulierende Wirkung auf das Gehirn.

Die Liste an Denkspielen ist im Endeffekt immer an die persönlichen Vorlieben gekoppelt. So spielen manche Menschen gerne schnelle Reaktionsspiele und empfinden diese als Denkspiele. Andere Menschen bleiben dagegen geistig fit, indem sie wochenlang an einem Puzzle sitzen. Diese geistige Stimulation wurde nicht zuletzt durch Sudoku gesellschaftlich relevant. Das simple, dennoch effektive Denkspiel aus Japan hat den Begriff Gehirnjogging salonfähig gemacht und die Wichtigkeit der geistigen Fitness in den Mittelpunkt der Gesellschaft gerückt.

Escape-Rooms

Eine moderne und immer beliebter werdende Form des Denkspiels sind Escape-Rooms. Sie erfreuen sich nicht nur in analoger Variante, sondern auch als adaptiertes Brettspiel immer größerer Popularität. Der Reiz der zeitbegrenzten Fluchtsimulationen liegt dabei in der vielfältigen Aufmachung.

In der Regel strotzen Escape-Rooms nur so vor verschiedenen Rätseln und Denkspielen, deren Lösungen aufeinander aufbauen und zu einer großen und letzten Aufgabe führen. So muss man beispielsweise mehrere Spiele hintereinander bewältigen, um bei jeder richtigen Verkettung der jeweiligen Hinweise einen weiteren Schlüssel zu bekommen. Dieser deckt dann letztlich das größte Mysterium auf.

Digitaler Denksport

Im Zeitalter der Digitalisierung kann nicht nur kostenlos Online-Poker gespielt werden, sondern auch Computerspiele und Apps sind vermehrt darauf bedacht, Inhalte für den Denksport bereitzustellen. Da die geistige Gesundheit im Laufe der Jahre immer wichtiger geworden ist, hat sich in diesem Bereich eine eigene Branche gebildet, die die vorherrschende Nachfrage bedient.

Doch auch schon vor dem digitalen Denksport waren Computerspiele in den verschiedensten Formen ein Teil der Gesellschaft und haben bis zu einem gewissen Grad die kognitiven und geistigen Fähigkeiten auf die Probe gestellt. Dabei beanspruchen die verschiedenen Genrevertreter das Gehirn auf unterschiedliche Art und Weise. Ego-Shooter verlangen Handlungsschnelligkeit und gute Reflexe. Sportsimulationen wie FIFA oder NBA 2K setzen dagegen gerade auf kompetitiven Niveau ein hohes Maß an taktischem und strategischem Verständnis voraus. Gleiches lässt sich auch über Aufbausimulationen und Echtzeitstrategiespielen behaupten.

Mittlerweile gibt es zwar Apps, Anwendungen und Games, die gezielt Denksport versprechen, eine geistige und kognitive Herausforderung stellt jedoch jede Art von Computerspiel dar. Bereits die Verwaltung der Augen-Hand-Koordination, die bei Computerspielen ein signifikantes Merkmal bildet, ist in vielerlei Hinsicht ein Kraftakt für das menschliche Gehirn.

Wohlbefinden durch Gehirntraining steigern

Nach neusten Erkenntnissen und Studien schützt regelmäßiges Gehirntraining nicht nur das Leistungsvermögen unserer Denkzentrale, sondern verstärkt zudem auch noch das persönliche Wohlbefinden. So verbessere mentales Training deutlich die Informationsverarbeitung, was sich im Umkehrschluss positiv auf den Gemütszustand und das emotionale Gleichgewicht auswirke. Zu diesen Ergebnissen kamen japanische Wissenschaftler der Tokohu Universität, die zu diesem Zweck insgesamt 72 Senioren untersucht hatten.

Das verbesserte Wohlbefinden führten die Wissenschaftler auf die durch das kognitive Training veränderten Strukturen des Gehirn zurück. Diese dienen der Kontrolle und Intensität des menschlichen Denkzentrums. Wie diese Mechanismen jedoch im Detail funktionieren, kann nach aktuellem Wissensstand noch nicht genau gesagt werden. Das ist nicht weiter verwunderlich, da das Gehirn trotz modernster Forschungsmethoden noch immer viele Geheimnisse und Mysterien birgt. Nichtsdestotrotz ist es nicht von der Hand zu weisen, dass Gehirntraining nicht nur den Kopf fit hält, sondern auch für ein seelisches Wohlbefinden sorgt.

Klassischer Sport

Neben Karten- und Brettspielen, Escape-Rooms sowie Computerspielen gibt es viele weitere Möglichkeiten, um das Gehirn in Topform zu bringen. Eine bekannte und dennoch unterschätze Möglichkeit ist etwa Sport. Laufen, springen, stemmen oder schwimmen – jede Art der körperlichen Ertüchtigung bringt viele Vorteile sowohl für die physische als auch die geistige Gesundheit mit sich. So regt Bewegung die Durchblutung an und versorgt das Gehirn mit Sauerstoff.

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