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Wie überwindet man den Jetlag?

  • Nils Borgstedt
Sportler, die Wettkämpfe in Regionen mit unterschiedlichen Zeitzonen bestreiten, müssen eine zusätzliche Hürde überwinden: Den Jetlag. So kann es gelingen.

Was passiert bei einem Jetlag?

Bei einem Jetlag wird der Schlaf-Wach-Rhythmus und damit „die innere Uhr“ des Körpers durcheinander gebracht. Verschiedene biologische Vorgänge im Körper sind direkt an diesen Rhythmus gekoppelt. Klassische Symptome, die infolge eines Jetlags auftreten sind:

  • Tagesmüdigkeit
  • Schlaf- und Einschlafprobleme
  • Konzentrations- und Motivationsschwierigkeiten
  • Energie- und Kraftlosigkeit

Diese Symptome halten in der Regel an, bis die „innere Uhr“ sich umgestellt hat. Pro Tag können etwa ein bis zwei Stunden Zeitverschiebung ausgeglichen werden. Bis allerdings auch alle biologischen Prozesse wieder synchron laufen, braucht es etwas mehr Zeit, erklärt der Sportmediziner Andreas Gösele in einer Richtlinie für die Schweizer Olympiamannschaft.

 

Tipps, um den Jetlag zu verhindern

Entsprechend frühzeitig vor einem Wettkampf sollte die Anreise erfolgen. Wer zudem im Reiseland Trainingseinheiten absolvieren möchte, sollte diese bei der Reiseplanung Gösele zufolge wie einen eigenen Wettkampf berechnen. Man kann bereits vor dem Abflug seine Schlafgewohnheiten an die kommende Zeitzone anpassen.

Am Flugtag und während des Fluges kann es hilfreich sein, Kompressionsstrümpfe zu tragen, wichtig ist in jedem Fall regelmäßige Bewegung (Umhergehen, Dehnübungen) im Flugzeug. Außerdem ist eine ausreichende Flüssigkeitsversorgung unerlässlich, die je nach Fluglänge variiert. Bei Langstreckenflügen sollte man aber zwei bis drei Liter Wasser trinken. Wer zudem auf warme Kleidung und gut verdauliche Mahlzeiten achtet, sowie kurze Nickerchen langen Schlafphasen vorzieht, der hat auf dem Flug alles getan, um den Jetlag so gering wie möglich zu halten.

Ist man gelandet, sollte man dem Mediziner zufolge ebenfalls nicht schlafen gehen, sondern lieber einen Spaziergang, eine Jogging-Runde oder eine leichte Trainingseinheit einstreuen.

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