Erste Hilfe auf der Mountainbiketour istockphoto.com/AhavatHaEmet

Erste Hilfe auf der Mountainbiketour

  • Marco Heibel
Oft geht es ganz schnell. Zu spät gebremst, die Situation falsch eingeschätzt oder einfach einen Moment lang unaufmerksam gewesen, und schon findet die Mountainbiketour ein schmerzhaftes und jähes Ende. Erfahre hier, wie Du bei Prellungen, Gehirnerschütterungen & Co. Erste Hilfe leisten kannst.

Was tun bei einem Fremdkörper im Auge?


Die meisten Mountainbiker fahren mit einer Sonnenbrille. Sie dient als Schutz vor der UV-Strahlung, verbessert die Sicht und schützt das Auge vor Fremdkörpern. Doch auch Sonnenbrillen können keinen hundertprozentigen Schutz vor Mücken oder Dreckpartikeln garantieren. Wenn doch einmal etwas ins Auge geraten ist, lautet die Devise, bloß nicht zu reiben. Das Auge produziert automatisch vermehrt Tränenflüssigkeit, um den Fremdkörper auszuspülen. Oft ist das Schlimmste bereits nach wenigen Sekunden ausgestanden. Dauert Dir das zu lange, kannst Du den Dreck oder das Insekt auch vorsichtig mit klarem Wasser aus dem geöffneten Auge heraus spülen.

Was tun bei Hautabschürfungen?


Nach Stürzen oder beim Touchieren von Steinen und Baumstämmen wird oft etwas Haut abgeschürft. Das ist eigentlich nicht weiter schlimm. Dennoch solltest Du kurz anhalten und überprüfen, ob Dreck in die Wunde geraten ist. In diesem Fall solltest Du die Wunde sorgfältig mit klarem Wasser auswachen. Ehe Du weiterfährst, solltest Du die Stelle zudem abdecken, hierzu eignen sich Armlinge bzw. Beinlinge gut. Hautabschürfungen heilen üblicherweise an der Luft. Wenn Du dem nicht traust oder eine Infektion befürchtest, weil doch sehr viel Dreck in die Wunde geraten ist, solltest Du nach der Tour einen Arzt aufsuchen.

Erste Hilfe nach Prellungen


Nach Stürzen bleiben auch Prellungen nicht aus. Prellungen werden oft von Blutergüssen begleitet und können durchaus schmerzhaft sein. Meist kann man die Fahrt aber fortsetzen und erhält die „Quittung“erst am nächsten Tag. Trotzdem ist es ratsam, die betroffene Stelle bereits während der Biketour zu kühlen. So kannst Du sie etwa vorsichtig mit Eisspray besprühen, wobei der direkte Kontakt zur Haut möglichst vermieden werden sollte. Auch hierfür eignen sich Arm- oder Beinlinge gut. Tückisch und absolut ernst zu nehmen sind Prellungen der inneren Organe. Beim geringsten Verdacht solltest Du schnellstmöglich einen Arzt aufzusuchen bzw. Dich zu ihm bringen zu lassen.

Erst Hilfe bei Gehirnerschütterungen


Auch wenn Helme lange verpönt waren, verzichtet heute kaum ein Mountainbiker mehr auf den Kopfschutz. Bei Stürzen kann ein Helm vor schweren Kopfverletzungen schützen. Viele Mountainbiker schütteln sich dank ihm sogar nur kurz und fahren weiter. Dennoch ist Vorsicht geboten, denn auch mit Helm ist eine Gehirnerschütterung nach einem Sturz keine Seltenheit. Besonders tückisch: Oft bemerkt man sie erst mit Verzögerung. Symptome sind Schwindel, Übelkeit, Kopfschmerzen oder Erinnerungslücken. Dann heißt es, die Tour sofort abzubrechen, einen Arzt zu rufen und den Betroffenen zu beruhigen.

Erst Hilfe bei Knochenbrüchen


Sofort zum Arzt heißt es natürlich auch bei Knochenbrüchen. Bei Mountainbikern sind vor allem das Schlüsselbein, der Unterarm- und Handwurzelknochen, aber auch der Becken-, Oberschenkel- und Schienbeinknochen betroffen. Bei einem Bruch sollte man in jedem Fall Hilfe holen, die Bruchstelle behelfsmäßig ruhigzustellen, den Verletzten warmhalten und ihm gutzuzureden.

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