Der Agility T-Test Nils Borgstedt
Agilität

Der Agility T-Test

Der T-Test ist eine Möglichkeit, um die Agilität eines Sportlers zu bestimmen. Im Normalfall kommt er bei Mannschaftssportlern zum Einsatz. So wird der Agility T-Test durchgeführt.

Was ist Agilität?

Agilität ist für alle Sportler unerlässlich, deren Sportarten Sprints, schnelle Richtungswechsel, Abstoppbewegungen und Finten beinhalten. Fußball ist hier ein Paradebeispiel. Agilität beschreibt die Fähigkeit, Richtung und Orientierung des Körpers basierend auf einer raschen Verarbeitung von internen oder externen Informationen schnell und genau zu ändern, ohne dabei Geschwindigkeit einzubüßen. (vgl. NASM's Essentials of Sports Performance Training von Micheal Clark, Scott Lucett, Donald T. Kirkendall)

Um Spieler und ihre Fähigkeiten bezüglich ihrer Agilität bewerten zu können, gibt es verschiedene Tests. Einer ist der T-Test, bei dem der Sportler möglichst schnell einen T-förmigen Parcours absolvieren muss. Er ist eher als Basistest zu verstehen, da der Sportler schon vor der Durchführung den konkreten Ablauf kennt und nicht spontan entscheiden muss. Er trainiert daher die sogenannten geschlossenen Fähigkeiten, die Change-Of-Direction-Speed. Im nächsten Schritt des Agilitätstrainings geht es dann darum, sogenannte offene Fähigkeiten zu trainieren, bei denen variable Umweltbedingungen die Übungsausführung beeinflussen. Ein Beispiel hierfür: Ein Spieler sprintet auf den Trainer zu und erst kurz bevor er ihn erreicht, gibt es eine Ansage, in welche Richtung er abdrehen muss.

T-Test: der Aufbau

A nach B: 9,14m; B nach C: 4,57m; C nach D: 4,57m


T-Test: Durchführung

Bevor die Spieler den T-Test durchführen, muss ein gründliches Warm-Up erfolgen. Dann lässt man sie zwei bis drei Probedurchgänge absolvieren. Anschließend kommen vier Versuche mit je einer Minute Pause dazwischen, von denen der beste gewertet wird.

Die Ergebnisse des Tests werden notiert. So kann man – wiederholt man den Test nach einiger Zeit – kontrollieren, ob das Training die gewünschte Wirkung erzielt hat.

  • Von Startpunkt A aus sprintet der Sportler zu Punkt B und berührt das dort aufgestellte Hütchen mit der rechten Hand.
  • Von B aus geht es im Seitgalopp zu Punkt C, dort wird das Hütchen mit der linken Hand berührt.
  • Anschließend geht es im Seitgalopp zu Punkt D samt Hütchenberührung mit der rechten Hand.
  • Von D im Seitgalopp zurück zu B, das Hütchen wird mit der linken Hand berührt und rückwärts geht es zurück zu A.


Bei der kompletten Übungsausführung ist der Blick nach vorne gerichtet. Bei den Seitgalopp-Strecken dürfen die Beine nicht überkreuzt werden.

Zur Beurteilung gelten folgende Referenzwerte:
Männer
Ausgezeichnet: < 9,5 Sek.
Gut: 9,5 bis 10,5 Sek.
Durchschnitt: 10,5 bis 11,5 Sek.
Schwach: > 11,5 Sek.

Frauen
Ausgezeichnet: < 10,5 Sek.
Gut: 10,5 bis 11,5 Sek.
Durchschnitt: 11,5 bis 12,5 Sek.
Schwach: > 12,5 Sek.

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