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Sporternährung: Empfehlungen des Olympischen Komitees

  • Jörg Birkel
Low-Fat, Low-Carb oder proteinbetont – in Punkto Sporternährung streiten sich die Gelehrten. Auch das Olympische Komitee gibt dazu eine Empfehlung ab: Die Ernährung sollte auf die Anforderungen von Training und Wettkampf abgestimmt sein und im Jahresverlauf variieren.

Sporternährung unterliegt einem ständigen Wandel. In der Antike wurden Berge von Fleisch und Stierhoden gegessen, um die Stärke der verzehrten Tiere auf sich zu übertragen. Und auch Kohlenhydrate spielten damals bereits eine entscheidende Rolle. Damals gab es allerdings noch keine wissenschaftlichen Ansätze, weshalb Athleten auch Unmengen von Wein konsumierten.

Heute weiß man, dass Alkohol in größeren Mengen für die sportliche Leistungsfähigkeit kontraproduktiv ist. Bei den Themen Fleisch, Kohlenhydrate und Fette scheiden sich jedoch die Geister. Laut einer US-Studie seien jedoch Kohlenhydrate bei intensiven Belastungen von über 65 Prozent der maximalen Leistungsfähigkeit der unverzichtbare Treibstoff.

Und auch das Olypische Komitee fasst in einem Report von 2010 zusammen, dass Kohlenhydrate für Leistungssportler unverzichtbar sind. Statt einer gedankelosen Kohlenhydrataufnahme empfehlen die Ernährungsexperten des Komitees jedoch eine situationsangepasste Ernährung.

Die Kohlenhydrataufnahme sollte auf die Bedürfnisse des jeweiligen Sports in Training und Wettkampf abgestimmt werden. Außerdem sollte entsprechend der Periodisierung des Trainingsplans auch die Kohlenhydrataufnahme über das Jahr variieren.

Weiterhin empfehlen die Experten, auf nährstoffreiche Kohlenhydratquellen zurückzugreifen. Obst, Gemüse und Vollkornprodukte seien die besser Wahl als „leere“ Kohlenhydrate wie Haushaltszucker oder Weißmehlprodukte, die zwar viel Energie aber wenig Vitamine, Mineralien und sekundäre Pflanzenstoffe lieferten.

Zur optimalen Proteinmenge gibt es ebenfalls eine Empfehlung: Sportler sollten dem Olympischen Komitee zufolge täglich 1,2 bis 1,7 Gramm pro Kilogramm Körpergewicht Proteine zu sich nehmen. Außerdem könne der Zeitpunkt der Proteinaufnahme für Muskelaufbau und Kraftzuwachs entscheidend sein. Direkt nach dem Training sollten Sportler daher eine kleine Portion Proteine zu sich nehmen.

Erstaunlicherweise positioniert sich das Olympische Komitee auch zum Thema Nahrungsergänzung: Kreatin-Monohydrat, Rotebeete-Konzentrat oder Alanin zeigten vielversprechendes Verbesserungspotenzial für die eigene Leistungsfähigkeit.

Unsere Meinung:
Neu sind die Erkenntnisse nicht, aber die Empfehlung des Olympische Komitees zeigt wieder einmal, wie wichtig der Faktor Ernährung für die sportliche Leistungsfähigkeit ist. Insbesondere dann, wenn man eine intelligente Ernährungsstrategie verfolgt und seine Mahlzeiten auf den Bedarf in der jeweiligen Trainingsphase anpasst.

Quelle: Nutrition Today

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