Purple Bread: Was steckt hinter lila Brot? National University of Singapore

Purple Bread: Was steckt hinter lila Brot?

Purple Bread oder: lila Brot sorgt für Abwechslung im Küchenschrank. Farblich ein Hingucker und angeblich gesund, so sein Erfinder. Wir zeigen, was es mit dem Weißbrot auf sich hat.
Was kommt Dir in den Sinn, wenn Du an Weißbrot denkst? Vielleicht ein leckeres Frühstück mit Marmelade und Butter? Klingt lecker, geht aber gesünder. Wer auf seine Ernährung achtet, bei dem steht Weißbrot also vermutlich nicht auf dem Speiseplan. Das könnte sich dank Purple Bread jetzt ändern.

Was ist Purple Bread?

Purple Bread ist ein Weißbrot, das voller Antioxidantien ist. Dem Erfinder zufolge soll es dadurch 20 Prozent langsamer verdaut werden als normales Weißbrot. Und: Es beinhaltet ausschließlich natürliche Inhaltsstoffe. Erfinder ist Ernährungswissenschaftler Weibiao Zhou, der das Brot an der Universität Singapur entwickelt hat.

Warum ist das Brot lila?

Das Geheimnis hinter der Farbe ist die Zugabe von Anthocyanen. Dabei handelt es sich um sekundäre Pflanzenstoffe, die in blauen, violetten, roten und blauschwarzen Gemüsearten und Früchten vorkommen. Die Anthocyane zählen zu den kraftvollsten Antioxidantien, die zum Zellschutz beitragen. Für das Purple Bread entnahm Zhou Anthocyane aus schwarzem Reis und fügte sie dem Brotteig hinzu. In Verbindung mit der im Teig enthaltenen Stärke färbte sich das Brot lila. Die Konsistenz ist übrigens dieselbe wie bei herkömmlichem Weißbrot.

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Ein neues Superfood?

Das Purple Bread wird bereits als neues Superfood gehypt. Der Grund: Anthocyane besitzen eine antioxidative Wirkung, die die von Vitamin C und Vitamin E um ein Vielfaches übersteigt. Sie schützen vor kardiologischen und neurologischen Erkrankungen und sind in der Lage, den Insulinspiegel zu senken. Und: Angeblich bleiben 80 Prozent der Antioxidantien beim Backvorgang in der Kruste erhalten. Nur mit einer Sache kann das Purple Bread nicht dienen: Es hat genau so viele Kalorien wie gängiges Weißbrot. „Man isst dieselbe Menge an Stärke und Weizen, der Nährwert ist also derselbe. Anders als bei normalem Weißbrot kommt man mit den Kalorien aber über einen längeren Zeitraum aus“, so Zhou.

Noch gibt es das lila Brot nicht zu kaufen. Der Ernährungswissenschaftler will es aber bald auf den Markt bringen. Und damit nicht genug: Zhou denkt schon an ein neues Lebensmittel mit Anthocyanen. Als nächstes stehen Kekse auf dem Plan.

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