Le Mans, Monza, Spa – Traditionsreiche Rennstrecken im Fokus getty images

Le Mans, Monza, Spa – Traditionsreiche Rennstrecken im Fokus

  • Nils Borgstedt
Seit 1894 das erste Autorennen der Geschichte ausgetragen wurde, es ging von Paris nach Rouen, zieht der Motorsport Menschen in seinen Bann. Inzwischen hat Motorsport weltweit Tradition und vor allem diese besonderen Strecken lassen die Herzen der Motorsportfans höher schlagen.

Indianapolis

Der Motor Speedway von Indianapolis gehört zu den bekanntesten Strecken der Motorsportszene. Bereits 1909 fand hier das erste Rennen statt. Etwas über vier Kilometer ist die Strecke lang und zählt insgesamt 16 Kurven. Zwischen 2000 und 2007 wurde hier der USA - Grand Prix der Formel-1 ausgefahren. Das berühmteste Rennen auf dem Rennkurs ist jedoch das Indy 500. Dort messen sich die besten Indycar-Piloten vor einer sagenhaften Kulisse. Mit ungefähr 400.000 Zuschauern gehört das zweiwöchige Event im Mai zu den größten Sportevents der Welt. Mit Geschwindigkeiten von bis zu 400 Stundenkilometern rasen die Indyrenner über die Gerade der Strecke. Am 26. Mai diesen Jahres steigt die 97. Ausgabe des traditionsreichen Rennens auf einer der ältesten Strecken der Welt.

Le Mans

Die Rennstrecke in Le Mans hat ihre Bekanntheit vor allem durch das weltberühmte 24-Stundenrennen erhalten, das seit 1923 in der westfranzösischen Stadt ausgetragen wird. Es zählt zu den wichtigsten Langstreckenrennen für Sportwagen. An Autos und Fahrer werden große Herausforderungen gestellt. Vor allem die im Verlauf des Rennens wechselnden Streckenverhältnisse und die enorme Renndauer gilt es zu meistern. Die Fahrer müssen 24 Stunden die 13,6 Kilometer langen, kurvenreichen Runden überstehen. 2013 wird bereits die 81. Ausgabe des 24-Stundenrennens ausgetragen. Am 22. und 23. Juni gehen die Automobil-Teams in Le Mans wieder an den Start und hoffen auf einen problemlosen Verlauf des Rennens.

Monza

Auch in Italien befindet sich eine der ältesten noch teilbefahrenen Rennstrecken. In Monza, unfern von Mailand, im Autodromo Nationale di Monza befindet sich der 5,7 km lange Hochgeschwindigkeitskurs. Auf der Strecke mit insgesamt elf Kurven fand 1922 der erste Grand Prix von Italien statt. Seit 1950 ist die Rennstrecke in Monza fester Bestandteil der Formel-1-Saison. Besonders für die ansässigen Ferrari-Sympathisanten ist das Rennen im Geburtsland der Automarke ein besonderes Highlight. Die Geschichte der Strecke und die des Autoherstellers sind seit jeher miteinander verbunden und haben Monza zu dem gemacht, was sie heute ist: Eine der traditionsreichsten Rennstrecken der Welt.

Spa

Südlich des belgischen Dorfes Francorchamps liegt ebenfalls ein Rennkurs mit einer langen Geschichte. Circuit de Spa-Francorchamps heißt die Strecke nahe der deutsch-belgischen Grenze, die 1920 konzipiert und zwischen 1921 und 1922 eingeweiht wurde. Auf die Fahrer wartet dort ein anspruchsvoller Rundkurs mit neunzehn Kurven und einer Länge von sieben Kilometern. Damit war die Rennstrecke in den vergangenen Jahren die längste in der Formel-1. Gefahren wird der belgische Formel-1 Grand Prix in Spa schon seit 1950, wegen kommerzieller Schwierigkeiten und diverser Umbauten kehrte der Kurs jedoch erst 2007 wieder fest in die Planung der Saison zurück. In den Jahren 1957, 1959, 1969, 2003 und 2006 sowie zwischen 1971 und 1982 fanden keine Formel-1-Rennen in Spa statt. Unter den Fahrern zählt die Strecke zu den beliebtesten im Kalender der Formel-1-Saison.

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