Poolsoccer – Wenn sich Fußball und Kneipensport treffen www.poolsoccer.de

Poolsoccer – Wenn sich Fußball und Kneipensport treffen

  • Nils Borgstedt
Eine Brauerei tourt seit einiger Zeit mit einem besonderen Marketing-Gag durch Argentinien: Poolball, eine Mischung aus Fußball und Billard. Schon vor einiger Zeit hat Ex-Eintracht Frankfurt Profi Christoph Preuß diese Kombination etwas sportlicher und mit weniger Show in Deutschland unter dem Namen Poolsoccer auf den Markt gebracht.

Christoph Preuß hatte viel Zeit nachzudenken, als er sich in der Reha auf dem Ergometer abstrampelte und bei Massagen durchkneten lies. Der ehemalige Profi von Eintracht Frankfurt kämpfte sich nach hartnäckigen Verletzungen immer wieder zurück in die Mannschaft. 2010 ging es nicht mehr – der schwere Knorpelschaden im Knie beendete seine Karriere.

Während der vielen Stunden beim Arzt dachte er darüber nach, was man mit Fußball machen kann, das es noch nicht gibt. Etwas das sich für alle eignet – Profi und Amateur, Jung und Alt? Heraus kam Poolsoccer, eine Mischung aus Fußball - genau genommen Torwandschießen - und Poolbillard.

Wie spielt man Poolsoccer?

Das Prinzip von Poolsoccer ist schnell erklärt: Zwei bis vier Spieler, sieben weiße Bälle, sieben rote Bälle und ein schwarzer Ball. Dazu ein Spielfeld mit Banden und sechs Löchern. Wer zuerst alle Bälle seiner Farbe und den schwarzen Ball eingelocht hat, hat gewonnen. Normalerweise ist ein Spiel aber auf drei Minuten begrenzt.

Wie beim Poolbillard stehen den Spielern sechs Löcher zur Verfügung. Wer mit welcher Farbe spielt entscheidet sich über den ersten versenkten Ball. Das Poolsoccer-Feld ist 7 m x 5 m groß und mit Banden begrenzt. Die Torwandlöcher haben einen Durchmesser von 39 cm, gespielt wird mit Fußbällen der Größe 5, die etwa 22 cm Durchmesser haben. Die Bälle passen also auf jeden Fall durch, falls doch jemand nach Ausreden suchen sollte.

Anforderungen für Poolsoccer – Was muss man können?

Poolsoccer kann jeder spielen, der ein klein wenig Ballgefühl mitbringt. Altersklassen gibt es nicht – gut, den Ball sollte man schon treten können. Ob Frau, Mann, Vereinsspieler, Profi, Hobbykicker oder doch eher „nur“ Fan ist einerlei. Poolsoccer ist für jedermann geeignet. Wenn dann noch ein wenig Glück dazu kommt, kann auch der Hobbyspieler den Profi besiegen. Und genau das macht den Reiz von Poolsoccer aus.

In Argentinien ein riesen Hype

Ein ähnliches Spiel wie Poolsoccer erlebt in Argentinien derzeit einen riesigen Hype. Eine Brauerei setzt das Spiel als Marketing-Gag ein und tourt durch verschiedene Night-Clubs in Buenos Aires, allerdings unter anderem Namen. „Poolball“ nennen sie es und im Prinzip entspricht es Preuß´ „Vorbild“. Einziger kleiner Unterschied: Man locht seine Bälle nicht direkt ein, sondern muss diese mit Hilfe eines zusätzlichen weißen Balls – entspricht praktisch der weißen Kugel beim Billard – in die einzelnen Löcher befördern. Dass man beim Poolsoccer von Christoph Preuß die Bälle wie beim Torwandschießen direkt verwandeln muss, zeigt wo er herkommt: vom Fußball, nicht aus der Kneipe.

Weitere Informationen zu Poolsoccer

Wer selbst einmal Poolsoccer spielen möchte, hat am 11. Juni 2011 die Möglichkeit dazu. Im Rahmen der Abschussveranstaltung „Stars, die Winterspiele und Du“ zur Münchener Bewerbung für die Olympischen Spiele 2018 baut netzathleten vor der Allianz Arena in München einen Poolsoccer-Court auf. Kommt vorbei und spielt mit uns! Vielleicht knackt Ihr ja den Rekord: Ein Spieler schaffte es kürzlich, die sieben Bälle seiner Farbe plus den schwarzen Ball in nur 33 Sekunden einzulochen…
Weitere Informationen zu Poolsoccer sowie zur Platzmiete und den Standorten unter www.poolsoccer.de

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