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Nach-Wettkampf-Stress: Eric Frenzels Kolumne

  • Eric Frenzel

Eric Frenzel schreibt während Weltcupsaison 2014/15 regelmäßig eine Kolumne für netzathleten.de. Dieses Mal geht es um den Stress nach dem Wettkampf.

Alljährlich werden von den deutschen Journalisten die Sportler des Jahres gewählt, die dann in einer Gala in Baden-Baden am Abend via TV präsentiert werden. Was den Fernsehzuschauern in vorweihnachtlicher Stimmung einen sehr entspannten Eindruck macht, ist für uns Wintersportler jedes Jahr aufs Neue ein organisatorischer Spagat, haben wir doch am Ausstrahlungstag dieser Live-Sendung regelmäßig irgendwo in Europa einen Wettkampf. Auch diesmal stand das letzte Weltcuprennen in Ramsau am Dachstein taggleich mit der Sportlerwahl-Gala an.

Mein Zieleinlauf am Dachstein war als Vierter des Rennens um 16.15 Uhr; mit diesem Zieleinlauf begann mein zweites Rennen am Tag gegen die Zeit und für eine rechtzeitige Ankunft in Baden-Baden. Ich zog mich auf dem Wettkampfgelände schnell um, um dann mit einem Shuttle-Bus ins Teamhotel gefahren zu werden; ein hastiges Duschen auf dem Hotelzimmer, das Verladen der Taschen – all dies in knapp 20 Minuten. Ein Taxi stand dann zur Fahrt zum Salzburger Flughafen bereit.

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Punkt 18 Uhr hatten wir Take-off mit einem Privatjet, in dem ich mit dem Skispringer Andreas Wellinger und meiner Frau saß. Eine Stunde später schwebten wir über die Schwarzwaldhügel auf dem Regional-Flughafen der Kurstadt ein. Mit Shuttle und Polizeieskorte wurden wir dann zum Baden-Badener Kurhaus gefahren. 19.25 Uhr – Umziehen und Maske.

Gegen 20.00 Uhr saß ich dann pünktlich an meinem Tisch und die Gala begann mit einem Essen und netten Tischgesprächen. Zwei Stunden später begann die Fernsehsendung live aus dem Kurhaus.
Bei der Kategorie Männer konnte dann der Diskuswerfer Robert Harting mit seinem Europameistertitel den Sieg erringen, zu dem ich herzlich gratulierte. Ich selbst war sehr glücklich, nach Olympia- und Gesamtweltcup-Sieg sowie der Wahl zum „Champion des Jahres“ durch die Sportler Deutschlands nun auch bei der Journalistenwahl einen tollen zweiten Platz zu erreichen.

Am nächsten Morgen fuhren Laura und ich nach einem Frühstück ruhig und entspannt nach Hause. Ich wünsche wie jetzt meiner eigenen Familie, ruhige und besinnliche Weihnachtsfeiertage an alle Kolumnen-Leser und Fans des Wintersports.

Herzlichst
Eric

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