Don`t think, fight! gettyimages.de -- Felix Neureuther im Stangenwald
Die Ski Alpin-Kolumne von Martina Ertl-Renz

Don`t think, fight!

  • Martina Ertl-Renz
Ivica Kostelic brachte es im Gespräch mit Felix Neureuther auf den Punkt: „ Don´t think,fight! In der Tat sollte das das Motto der deutschen Mannschaft sein, die sich in dieser Saison mit allerlei Widrigkeiten wie Verletzungen oder ungünstigen Entscheidungen am grünen Tisch beschäftigen musste. Auch für die Wettbewerbe am Wochenende ist das genau die richtige Handlungsmaxime. Es darf nicht mehr so viel nachgedacht und gegrübelt werden, sondern nur noch die bevorstehende Aufgabe im Fokus sein.
Die Damen gastieren in Cortina d`Ampezzo, ein echter Klassiker, und fahren seit Gröden erstmals wieder Speed-Disziplinen, nachdem die Wettbewerbe in St. Anton wegen schlechten Wetters abgesagt werden mussten. Es heißt also, in das Fahren mit hoher Geschwindigkeit reinzukommen und wieder in einen diesbezüglichen Rennrhythmus zu kommen. Die letzten Ergebnisse in Gröden stimmten hoffnungsvoll, als unsere Fahrerinnen Wenig und Weidle gute Platzierungen erreichen konnten; ich hoffe für die Beiden, dass sie an diese Vorgabe anknüpfen können. Eine erneut gute Top-Ten-Platzierung würde auch gerade für die WM Sicherheit und Motivation geben, aber auch unsere anderen Nachwuchsfahrinnen könnten einen Coup landen und mit einer guten Leistung vielleicht noch das WM-Ticket lösen. Also, Mädels, don` t think, fight! Haut Euch rein und schaut was rauskommt!

Bei den Herren kommen nun auch die Klassiker wie Wengen und Kitzbühel. Gerade letzterer Wettbewerb ist uns ja noch von letzter Saison her in guter Erinnerung, als Thomas Dreßen einen Husarenritt zeigt und sich zum König von Kitzbühel krönte. Momentan haben sich die Reihen im Speed-Bereich durch die verletzungsbedingten Ausfälle von Dreßen und Sander gelichtet und Sepp Ferstl ist sozusagen der „letzte Mohikaner“, auf den nun alles achtet und der das Fähnchen hochzuhalten hat.

Ja, und der Athlet, dem die Worte von Ivica Kostelic galten ja, der hat ja ein großes Kämpferherz und dieses muss er jetzt in die Hand nehmen und weitere kleine Schritte in die richtige Richtung unternehmen. Man darf von Felix Neureuther nicht zu viel erwarten, er muss die Form langsam aufbauen und sich über gute Ergebnisse Annäherung an die Spitzengruppe verschaffen. Stetige Platzverbesserung muss das Ziel sein. Zeit genug bleibt meiner Meinung nach, um sich für den weltmeisterlichen Slalom in Are in Form zu fahren.
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Ich bin gespannt auf das Wochenende, an dem ich gute Platzierungen und günstige Weichenstellungen erwarte.

Herzlichst, Eure
Martina Ertl-Renz

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