Schneller fit – So heilen Knochen schneller thinkstockphotos.de

Schneller fit – So heilen Knochen schneller

  • Christian Riedel
Ein gebrochener Knochen wächst in der Regel wieder zusammen. Je nachdem, welcher Knochen gebrochen ist, ist man nach sechs bis zwölf Wochen wieder belastbar. Wenn man weiß, worauf man achten muss, kann man den Heilungsprozess noch ein wenig beschleunigen.

Es gibt kaum einen Sportler, der sich nicht schon einmal einen Knochen gebrochen hat. Vor allem Oberschenkel, Unterschenkel und Unterarm sind betroffen. Sofern es kein komplizierter Bruch ist, wächst der Knochen schnell wieder zusammen. Am schwierigsten ist für viele die Pause, die man wegen der Verletzung einlegen muss. Aber auch diese geht vorbei. Je nachdem, was man in der Verletzungspause macht, kann es auch ein bisschen schneller gehen.

Früher wurden gebrochene Knochen dick eingegipst und ruhig gestellt. Schließlich darf der Knochen nicht belastet werden, damit er schneller zusammenwächst. Im Grund genommen stimmt das auch. Allerdings sind Gipsverbände schwer und klobig. Dass man unter dem dicken Gips schwitzt und die Haut keinen Sauerstoff bekommt, war früher nicht Grund genug, auf den Gips zu verzichten. Auch heute wird der gebrochene Knochen zunächst ruhig gestellt. Allerdings wird er mit einer Schiene in der richtigen Position gehalten und mit dünnen Verbänden fixiert. Operiert wird in der Regel nur noch bei komplizierten Brücken, bei denen die Knochenstücke an die richtige Position gebracht werden müssen oder bei denen ein Teil der Splitter entfernt werden müssen.

Kreislauf aktivieren


Die Zeiten, als man mit einem gebrochenen Bein wochenlang im Bett gefesselt war, sind lange vorbei. Heute ist eher das Gegenteil der Fall. Knochen heilen besser und schneller, wenn der Blutkreislauf aktiviert ist, da die Zellen, die zur Reparatur gebraucht werden, schneller dort hingelangen, wo sie gebraucht werden. Je früher man mobil ist, desto besser ist es. Allerdings darf man das betroffene Körperteil nicht zu sehr belasten, da ansonsten die Bruchstelle wieder aufgehen kann. Entsprechend wird bei der Physiotherapie darauf geachtet, dass das betroffene Körperteil schonend bewegt wird. So kann man auch verhindern, dass die Muskeln zu sehr abbauen.

Kippe weg


Grundsätzlich ist rauchen schädlich. Mit einem gebrochenen Knochen hat man einen weiteren Grund, auf das Rauchen zu verzichten. Denn Rauchen stört die Durchblutung. So brauchen die Heil-Zellen länger, bis sie an den gebrochenen Knochen kommen und der Heilungsverlauf verzögert sich. Im Grunde genommen verzögert alles die Heilung, was die Durchblutung stört. Bei Rauchern tritt die eine Falschgelenkbildung sogar zehnmal öfter auf als bei Nichtrauchern. Ein Falschgelenk oder Pseudoarthrose bezeichnet einen Bruch, der auch nach sechs Monaten nicht richtig zusammengewachsen ist. Dadurch bleibt der Knochen in sich verschiebbar wie ein Gelenk. Was das für einen Sportler bedeutet, kann sich jeder selber vorstellen.

Einfluss der Ernährung


Dass man dagegen mit einer kalziumreichen Ernährung die Heilung beschleunigen kann, wurde bislang nicht festgestellt. Allerdings kann es auch nicht schaden. Wichtig ist in jedem Fall eine gesunde, ausgewogene Ernährung, damit der Körper alle wichtigen Bestandteile bekommt, die er für die Reparaturen braucht.

Zukunftsaussichten


Forscher sind momentan dabei, Proteine zu entwickeln, die die Heilung nach einem Knochenbruch weiter beschleunigen können. Teilweise kommen diese auch mit beachtlichen Erfolgen in Spezialkliniken zum Einsatz. Vor allem Falschgelenke können damit effektiv behandelt werden. Damit das aber nicht notwendig wird, sollte man eben mobil bleiben, das Rauchen aufgeben und darauf achten, dass die gebrochene Stelle nicht zu stark belastet wird.

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