Unsere olympische Reise geht zu Ende Privat
Die Kolumne von Laura Frenzel

Unsere olympische Reise geht zu Ende

  • Laura Frenzel
Take off 9 Uhr morgens in Seoul. Philipp sitzt zufrieden in seinem Sitz, rechts und links die olympischen Maskottchen auf dem Schoss. Es war das erwartete Abenteuer für ihn. Zehn Tage olympische Spiele in Südkorea. Viele Eindrücke konnte er aufnehmen, vor allem alles, was sich mit der südkoreanischen Kultur verband, auch jenseits des Essens. Aber auch, dass sein Papa so erfolgreich war, und dies vor seinen Augen auf dieser olympischen Reise, wird für ihn ein bleibendes Erlebnis sein.
Wir ziehen nach dem Start des Fliegers eine lange Linksschleife und überfliegen tatsächlich nochmal das Alpensia-Areal, dort, wo die Kombinierer ihre Entscheidungen hatten. „Mama, das sind die Schanzen!“ – der Ort des Erfolgs, an dem sich für Eric der Kreis von Sotschi nach PyeongChang schloss. Der Blick ist nach vorn gerichtet, wir fliegen mit dem Tag und Philipp freut sich schon auf das Wiedersehen mit seinen Geschwistern, denen er viele schöne olympische Kleinigkeiten mitgebracht hat.

Wir sind vor der olympischen Schlussfeier abgeflogen, um dem allgemeinen Abreisetrubel von Athleten, Betreuerteams und Journalisten aus dem Weg zu gehen. Auf dem Flug gelingt es Philipp nicht, wie ich erhofft hatte, zu schlafen. Die letzten Tage sind zu sehr in seinen Kopf und wir lassen alles nochmal Revue passieren: das Gold von Papa, die vielen anderen Wettkämpfe, die wir uns live angeschaut haben, die Restaurant-Besuche und das Treiben auf den Straßen in Seoul. Ein echtes olympisches Abenteuer liegt hinter uns, dass auch mich in den Bann gezogen hat. Der Flug vergeht in Windeseile bei all den Erzählungen und Bildern, die wir uns wieder vor Augen halten. Endlich nehmen wir die Alpen von oben in den Blick, Landeanflug auf Frankfurt – Touchdown! Deutschland hat uns wieder.
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Die Fahrt nach Flossenbürg bei schönstem Winterwetter. „Gleiche Bedingungen wie in PyeongChang“ stellt Philipp fest, der so langsam wieder in den Geschwister-Modus kommt, je näher wir an Flossenbürg kommen. Wir rollen auf den Hof, Emma und Leopold begrüßen uns.

Wir sind zurück aus PyeongChang. Wir sind zurück von den Olympischen Spielen. Die letzte Seite meines olympischen Tagebuchs ist geschrieben.

Eure
Laura Frenzel

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