Warum Sportler im Beruf erfolgreich(er) sind shutterstock.com/Morgan Lane Photography

Warum Sportler im Beruf erfolgreich(er) sind

  • geschrieben von  Marco Heibel
Über die positiven Effekte von Sport und Bewegung muss man eigentlich keine Worte mehr verlieren. Sport ist unbestritten eine Art Wunderpille, die uns körperlich und geistig gesund erhält. Doch Bewegung hat noch mehr Effekte: So sind Sportler auch im Berufsleben häufig erfolgreicher.

Ist Sportlichkeit die Basis für Erfolg im Beruf? Diese Frage lässt sich nicht eindeutig beantworten. Fakt ist aber, dass Sportlichkeit und beruflicher Erfolg immer häufiger miteinander einhergehen. Eigentlich logisch wenn man bedenkt, dass strategisches Denken, Disziplin und Beharrlichkeit im Sport wie im Berufsleben erfolgversprechende Eigenschaften sind.

Sportliche Menschen sind im Job im Vorteil


Körperlich und geistig fitte Menschen strahlen oft mehr Selbstbewusstsein und Zufriedenheit aus als Nicht-Sportler. Außerdem sind sie in stressigen Situationen belastbarer, zugleich erholen sie sich schneller und können sich besser konzentrieren. Sie profitieren in vollen Zügen von den positiven Effekten der Bewegung: Sport ist ein Mittel zur Gesunderhaltung, ein Ventil für aufgestauten Frust, bietet eine gute Möglichkeit zur Reflexion oder einfach zum Abschalten.

Wer Sport und Beruf erfolgreich kombinieren möchte, muss auch ein Organisationstalent sein. Stehe ich früher auf, um schon vor der Arbeit zu trainieren? Kann ich vielleicht die Mittagspause nutzen, oder nehme ich mir doch erst am Abend die Zeit? Aber auch Selbständige, die sich ihre Zeit eigentlich einteilen können, müssen organisatorische Fragen beantworten: Wann mache ich mein Training, um bei der Arbeit und beim Sport die bestmöglichen Ergebnisse zu erzielen? All diese Fragen gilt es zu beantworten.

Wertewandel auch im Berufsleben


Es kommt also nicht von ungefähr, dass seit einigen Jahren die Sportlichkeit ein wichtiges Kriterium bei der Vergabe eines Jobs ist. In Japan etwa geben Arbeitnehmer nur zu gerne in ihrer Bewerbung an, dass sie Marathon laufen oder in einer Fußballmannschaft spielen. Kein Wunder, gelten Ausdauersportler doch als zielorientiert, Mannschaftssportler als teamfähig und tolerant.



Dass das Hobby Sport auch in Deutschland zu einem echten Pluspunkt im Lebenslauf werden kann, legen Untersuchungen nahe. So attestierte die Soziologin Susanne Kreitz in ihrer viel beachteten Untersuchung „Marathon im Lebenslauf“ bereits im Jahr 1996 Marathonläufern die folgenden Eigenschaften: Fleiß, emotionale Stabilität, Gewissenhaftigkeit, Systematisches Denken, Geduld, Ausdauer, Disziplin, Realismus, Selbständigkeit, Motivation, Intelligenz. Wenn das alles nicht Eigenschaften sind, die ein Chef nur zu gerne bei seinen Angestellten sieht...

Eine Studie des Bonner Instituts zur Zukunft der Arbeit (IZA) aus dem Jahr 2009 hat ergeben, dass Jugendliche, die regelmäßig Sport treiben, durchschnittlich höhere Bildungsabschlüsse erzielen. Ferner kam die Untersuchung zu dem Schluss, dass vor allem junge Frauen von Sport profitieren, weil sie im Wettbewerb (auch mit Männern) selbstbewusster und entschlossener agieren.

Zwar besteht je nach Sportart ein gewisses Verletzungsrisiko, wodurch auch bei sportlichen Menschen ein Ausfallrisiko besteht. Doch generell haben aktive Mitarbeiter weniger Fehltage, weil sie weniger anfällig für Herz-Kreislauf-Beschwerden, Rückenschmerzen oder psychische Krankheiten sind.

Das haben auch einige Unternehmen mittlerweile erkannt: Firmenfitness ist seit ein paar Jahren auch in Deutschland auf dem Vormarsch. Teambuilding, Networking und Gesunderhaltung sind gleich drei Aspekte, die in den Erwägungen der Unternehmen eine Rolle spielen. Bislang besteht in Deutschland noch Nachholbedarf, doch die Lücke zu den Vorreitern aus Asien schließt sich. Zum „Problem“ könnte irgendwann nur werden, dass man mit dem Hobby Sport in Bewerbungsgesprächen nicht mehr punkten kann – weil es jeder macht.

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