Triathlon- oder Rennrad - Normann Stadler gibt Tipps Dresdner Kleinwort

Triathlon- oder Rennrad - Normann Stadler gibt Tipps

  • Normann Stadler
Kauf ich mir ein richtiges Triathlonrad oder reicht mein Rennrad? Eine Frage, die sich viele Hobbytriathleten stellen. Der zweifache Ironman Hawaii Gewinner Normann Stadler erklärt die Unterschiede zwischen den verschiedenen Rädern und gibt Tipps, für wen sich die Investition in ein Triathlonrad lohnt.

„Wer seinen ersten Triathlon plant, sollte sich keine Gedanken über ein spezielles Triathlonfahrrad machen“, sagt Normann Stadler. Bevor Du nicht weißt, ob Du auch langfristig dem Sport treu bleiben wirst, kannst Du auch mit einem Mountainbike oder einem Rennrad an den Start gehen. Es muss ja nicht gerade das Hollandrad Deiner Mutter sein. Erst wenn Du planst, regelmäßig an Wettkämpfen teilzunehmen, und Deine sportlichen Ambitionen steigen, macht das Equipment den entscheidenden Unterschied aus.

Die günstige Zwischenlösung


„Als günstige Zwischenlösung ist auch beim Triathlon ein Rennrad zu empfehlen“, sagt Normann Stadler. Rennräder sind quasi die Allrounder unter den Sportfahrrädern; gleichermaßen geeignet für flache Etappen oder bergige Strecken, um in der Gruppe zu fahren (Windschattenfahren) oder Sprints einzulegen. Für eine bequemere Sitzposition auf langen Strecken, kann man sich einen Triathlonlenker aufs Rennrad montieren. Dann musst Du dafür aber Deine Sattelposition entsprechend verstellen.

Im Gegensatz dazu sind Triathlonräder hochspezialisierte Maschinen, die genau auf die Anforderungen des Sportartenprofils abgestimmt sind. Triathlonbikes sind vom Aufbau wie Fahrräder fürs Zeitfahren, mit denen man in einer aerodynamischen Position alleine gegen den Wind fährt. „Auf einem Triathlonfahrrad sitzt man weit vorne, um in Aeroposition fahren zu können“, erklärt Normann. Dafür hat diese Sitzposition Nachteile beim Bergfahren. Allerdings wird es kaum einen Triathlon geben, bei denen die Teilnehmer extreme Steigungen überwinden müssen.

Da man auf einem Triathlonbike so weit vorne sitzt, haben diese auch meist einen steileren Sitzrohrwinkel. Deshalb ist auch nicht jeder Triathlon-Lenkeraufsatz für normale Rennräder geeignet, da der flachere Sitzrohrwinkel verhindert, dass man weit genug nach vorne kommt.

Der typische Sitzrohrwinkel beim Rennrad liegt bei 73 Grad (Rennrad Geometrie) oder bei 76 Grad (Multisport Geometrie). Zeitfahrmaschinen oder Triathlonbikes haben dagegen einen typischen Sitzrohrwinkel von 78 Grad (Triathlon-/ Zeitfahrgeometrie).

Zeitfahren oder Windschattenfahren


Rennräder werden für das Fahren in Gruppen im Windschatten eingesetzt. Zweikämpfe zwischen den Fahrern erfordern wendige und sprintfähige Räder. Einzelzeitfahrräder büßen durch die Sitzposition mit einem Triathlonaufsatz deutlich an Wendigkeit ein. Zwischensprints und Wiegetritt, bei dem man aus dem Sattel geht, sind im Triathlon seltener. Eher fährt man ein konstantes Tempo mit einem größeren Abstand zum Kontrahenten. Schließlich muss die Kraft ja auch noch fürs anschließende Laufen reichen. Und Windschattenfahren ist bei den Ironman Triathlons eh verboten.

Triathlonbikes sind das Ergebnis eines Optimierungsprozesses. Sie sind hauptsächlich fürs Zeitfahren konzipiert und darum auf die Aufliegerposition der Arme abgestimmt.

Triathlon-Star Normann Stadler (*25.02.1973 in Wertheim)
Normann Stadler ist der Radfahrspezialist unter den Profi-Triathleten. Bei seinem zweiten Weltmeistertitel stellte er in 4:18:23 Stunden (41,86 km/h) eine neue Bestzeit für die Radstrecke von 180 Kilometern des Ironman Hawaii auf.

Details

  • Star Bild: Star Bild
  • Star Vita: Normann Stadler wurde am 25.02.1973 in Mannheim geboren und ist Triathlet. Er hat als bisher einziger Deutscher den Ironman Hawaii Triathlon (2004/2006) zweimal gewonnen. Seit 2007 startet Normann Stadler für das Profi-Triathlon Team Dresdner Kleinwort.
  • Star Erfolge: 2-facher Sieger Ironman Hawaii

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