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Heilendes Schnurren – Katzen helfen bei Knochenbrüchen

  • geschrieben von  Christian Riedel
Wenn Katzen schnurren, fühlen sie sich wohl. So glauben die meisten zumindest. Das wohlige Geräusch kann aber allem Anschein nach allen helfen, die es hören. So können sogar Knochenbrüche schneller heilen, wenn man eine schnurrende Katze auf dem Schoß hat.

Glaubt man österreichischen Forschern, sollten wir in Zukunft alle besonders nett zu Katzen sein. Denn die Frequenz, die die Katzen beim Schnurren erzeugen, tut uns Menschen gut. Allem Anschein nach hat das Schnurren von Katzen regelrechte Heilkräfte. Laut den Grazer Forschern Florian und Pinter kann das Schnurren bei Schlafstörungen, Asthma, Stress-Symptomen und Bluthochdruck helfen. Sogar Knochen sollen schneller heilen und die Knochenfestigkeit soll sich verbessern, wenn man den Katzen beim Schnurren zuhört.

Das Schnurren von Katzen ist eine regelrechte Ultraschalltherapie. Die Frequenz von 27 bis 44 Hertz, die die Katzen erzeugen, versetzt den gesamten Körper in Vibration. Das führt wohl dazu, dass im Körper die Muskulatur angeregt wird. Davon betroffen sind auch die Knochen, an denen die Muskeln ansetzen. Werden nun die Muskeln aktiviert, passen sich auch die Knochen entsprechend an. Dadurch werden die Knochen dichter, werden stabiler und gebrochene Knochen heilen schneller. Biologisch soll das wohl Artgenossen bei der Heilung helfen. Bekannt ist, dass Katzen mit Schnurren beginnen, wenn ein Artgenosse verletzt ist, während Hunde nur heulen und winseln. Aber auch der Katzenbesitzer könnte wohl profitieren.

Hilfe bei Katzenallergie


Wenn Katzen nun bei Knochenbrüchen heilsame Wirkung haben, haben Allergiker einen großen Nachteil. Schließlich können Sie nicht so einfach einen Haustiger auf den Schoß nehmen. Auch muss man sich nicht unbedingt direkt eine Katze anschaffen, wenn man sich bei Sport eine Fraktur zugezogen hat. Denn die grazer Forscher haben einen Apparat entwickelt, der die gleiche Frequenz wie die Katzen erzeugt und so bei Knochenbrüchen helfen soll. Das Schnurr-Therapie gerät erzeugt sowohl das gleiche Geräusch wie auch die gleiche Vibration und soll so Osteoporose- und Lungenpatienten helfen.

Die Mediziner hoffen, dass mit ihrem Apparat die Knochendichte erhöht wird, Verletzungen in Muskeln, Knochen, Sehnen, Bändern und Gelenken schneller heilen und auch Asthma- und Lungenpatienten davon profitieren. Auch Krämpfe sollen sich durch Schnurren schneller lösen. Die „Künstliche Katze“ ist in der Praxis der Erfinder bereits seit drei Jahren im Gebrauch – mit großem Erfolg wie die Mediziner betonen. Und wem der Weg nach Graz zu weit ist, kann immer noch in der Nachbarschaft nach einer Katze zum Streicheln suchen.

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