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Olympiasieger, Kämpfer und Lifeplus Wellness Champion Marc Evers im Gespräch

Vier Paralympics-Teilnahmen, zwei paralympische Goldmedaillen, Weltrekorde sowie Welt- und Europameistertitel. Marc Evers gehört zu den erfolgreichsten Schwimmern im paralympischen Sport. 2012 gewann er in London Gold über 100 Meter Rücken und stellte dabei einen Weltrekord auf. 2016 folgte in Rio eine weitere Goldmedaille über 200 Meter Lagen. Trotzdem spricht der Niederländer nur selten über Medaillen. Ihn interessieren andere Themen: Entscheidungen, Zweifel, Niederlagen und die Frage, was Leistung eigentlich wirklich bedeutet.

Im Interview mit netzathleten.de spricht Marc Evers offen über die weniger sichtbaren Seiten des Spitzensports, über seine außergewöhnliche Lebensgeschichte und darüber, warum ihm Ehrlichkeit wichtiger ist als jeder Podiumsplatz.

netzathleten: Marc, du hast im Sport fast alles erreicht, was man erreichen kann. Trotzdem sagst du oft, dass Trophäen für dich keine große Rolle spielen. Warum?

Marc Evers: Weil sie am Ende wenig darüber sagen, wer du als Mensch bist. Wenn du gewinnst, bist du für viele interessant. Für Medien, Verbände, Sponsoren. Aber sobald du nicht mehr ganz vorne stehst, wirst du schnell austauschbar. Das habe ich selbst erlebt, besonders in Phasen, in denen ich nicht mehr an der absoluten Spitze war.

Trophäen stehen irgendwann im Regal und später im Schrank. Was bleibt, sind die Erfahrungen, die Menschen und die Erkenntnisse. Ich habe meine Trophäen nie wirklich ausgestellt. Nicht aus Trotz, sondern weil sie für mich nicht das Entscheidende sind. Wichtiger ist, was du auf dem Weg über dich selbst lernst.

Der Druck im Spitzensport ist enorm. Wie sehr hat dich dieser Druck begleitet?

Der Druck ist immer da, und viele unterschätzen ihn. Dein ganzes Leben ist auf Leistung ausgerichtet. Dein Tagesablauf, dein Schlaf, deine Ernährung, deine sozialen Kontakte. Alles ordnet sich dem Sport unter.

Ich habe Dinge verpasst, die man nicht nachholen kann. Zum Beispiel Beerdigungen von Menschen, die mir sehr nahestanden. Damals hieß es einfach: Training geht vor. Heute weiß ich, dass mich das noch immer beschäftigt. Solche Momente zeigen, welchen Preis Spitzensport haben kann.

Würdest du sagen, dass du dem Sport zu viel geopfert hast?

Ja, das würde ich so sagen. Ich bin dankbar für meine Karriere und für alles, was ich erreichen durfte. Aber ich habe auch Dinge geopfert, die im Rückblick vielleicht wichtiger gewesen wären.

Mein Bruder sagte einmal zu mir, er würde sein Leben nicht gegen meines tauschen. Nicht wegen der Erfolge, sondern wegen der Opfer, die er gesehen hat. Dieser Satz ist mir bis heute geblieben.

Marc Evers
Marc Evers

Was waren deine wichtigsten Erkenntnisse aus deiner Karriere?

Die wichtigste Erkenntnis war, dass man zu 100 Prozent hinter seinen eigenen Entscheidungen stehen muss. Wenn du zweifelst oder Dinge nur für andere tust, zerbrichst du in schwierigen Momenten.

Und Niederlagen sind die besten Lehrmeister. Ich habe Rennen um Hundertstelsekunden verloren, Weltmeistertitel knapp verpasst. Das tut unglaublich weh. Aber genau dort lernst du am meisten. Verlieren zwingt dich, ehrlich mit dir selbst zu sein.

Außerdem muss der Weg Freude machen. Wenn du nur noch funktionierst, verlierst du dich selbst. Egal, wie erfolgreich du bist.

Deine Geschichte beginnt lange vor deiner sportlichen Karriere. Mit einer Diagnose, die vieles infrage stellte.

Als Kind sagten Ärzte meinen Eltern, ich würde körperlich nie wirklich selbstständig sein können.

Meine Eltern haben das nicht akzeptiert. Sie haben bewusst auf das geschaut, was möglich war, nicht auf das, was angeblich nicht geht. Diese Haltung hat mein Leben geprägt. Alles entwickelte sich Schritt für Schritt, oft sehr langsam. Aber jede kleine Verbesserung war ein Erfolg.

Dein Buch zeigt, wie wichtig diese kleinen Schritte waren.

Ja, absolut. Für andere sind viele Dinge selbstverständlich. Für uns waren sie Meilensteine. Zum ersten Mal selbstständig gehen. Das erste Wort. Später das erste Schwimmabzeichen.

Diese Denkweise habe ich später auch im Sport übernommen. Große Ziele entstehen nicht über Nacht. Sie wachsen durch viele kleine, konsequente Schritte. Durch Geduld und Wiederholung.

Siehst du dich heute als Vorbild für andere Menschen mit geistiger Behinderung?

Das fällt mir schwer zu sagen. Ich sehe mich nicht als Held oder Symbolfigur. Ich bin einfach jemand, der seinen eigenen Weg gegangen ist.

Aber ich weiß, dass meine Geschichte für manche Menschen wichtig ist. Wenn sie zeigt, dass Prognosen nicht alles sind und Entwicklung möglich bleibt, dann freut mich das sehr. Ich habe nie laut über meine Erfolge gesprochen. Ich wollte sie zeigen.

Nach dem Ende deiner Profikarriere beginnt ein neues Kapitel. Wie fühlt sich das an?

Ehrlich gesagt weiß ich nicht genau, was kommt. Und das ist in Ordnung. Nach mehr als 20 Jahren Spitzensport fällt man erst einmal in ein Loch. In den Niederlanden spricht man vom schwarzen Loch nach der Karriere.

Ich arbeite derzeit im Familienunternehmen, lerne neue Menschen kennen und entdecke andere Seiten des Lebens. Nicht alles planen zu müssen, fühlt sich befreiend an. Das Leben ist selten ein gerader Weg. Eher eine Straße mit Kurven und Umwegen.

Du bist Wellness Champion für Lifeplus. Wie kam es zu dieser Zusammenarbeit?

Ganz unkompliziert. Ich wurde eingeladen, ohne Skript und ohne Vorbereitung zu sprechen. Also habe ich meine Gedanken offen geteilt. Diese Ehrlichkeit hat eine echte Verbindung entstehen lassen.

Für mich ist es wichtig, nur mit Menschen und Marken zu arbeiten, hinter denen ich wirklich stehe. Integrität, Ehrlichkeit und Authentizität sind für mich keine Schlagworte, sondern Grundhaltung.

Welche Lifeplus-Produkte nutzt du persönlich?

Ich verwende vor allem Vitamin C Plus, OmeGold Omega-3, das Multivitamin TVM-Plus und Zinc Boost. Außerdem nutze ich die Produktlinie Be by Lifeplus. Sie ist Informed Sport zertifiziert und speziell für Sportler entwickelt, mit Fokus auf Unterstützung, Leistungsfähigkeit und Regeneration im Training.

Für mich sind Nahrungsergänzungsmittel eine Ergänzung, kein Ersatz. Gerade im Spitzensport war es entscheidend zu wissen, was ich einnehme. Bei Lifeplus hatte ich dieses Vertrauen. Jedes Produkt der Be-Reihe wird über das Informed Sport Programm geprüft. Jede Charge wird auf Substanzen getestet, die von der Welt Anti Doping Agentur verboten sind. Das gibt Sicherheit.

Warum ist dieses Vertrauen für dich so wichtig?

Im Spitzensport wirst du regelmäßig kontrolliert. Ein falsches Produkt, ein Fehler, und deine Karriere kann vorbei sein. Selbst wenn es keine Absicht war.

Deshalb habe ich nur Produkte verwendet, bei denen ich ein gutes Gefühl hatte. Ich mag Dinge, die klar und transparent sind. Ohne übertriebene Versprechen.

Zum Schluss: Was möchtest du Menschen mitgeben, die gerade kämpfen, im Sport oder im Leben?

Das Leben ist nicht immer fair. Das habe ich früh gelernt. Aber man hat immer eine Wahl, wie man damit umgeht.

Du kannst stehen bleiben oder einen kleinen Schritt nach vorne machen. Auch wenn er unbedeutend wirkt. Manchmal ist Akzeptanz keine Schwäche, sondern der Anfang von Stärke.