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Aquajogging – Ein unterschätzter Fitmacher

  • geschrieben von  Marco Heibel
Aquajogging haftet das Image an, ein Sport für Senioren zu sein – zu Unrecht. Mehrere Studien legen aber sogar Profisportlern nahe, nicht nur zu Rehabilitationszwecken ins Wasser zu gehen. Im Gegenteil: Ergänzendes Aquajogging kann Deine Leistung sogar noch steigern.

Aquajogging mag nicht unbedingt der Sport mit dem größten Lifestyle-Faktor sein, zahlreiche Vorteile bietet dieser Wassersport aber allemal.

Vorteile von Aquajogging


In der Rehabilitation nach einer Verletzung wird Aquafitness mit all seinen Varianten bereits seit Jahren erfolgreich eingesetzt. Besonders eignet sich in vielen Fällen das Aquajogging, dessen Bewegungsablauf stark dem Jogging an Land gleicht. Bedeutender Unterschied: Beim Aquajogging berührt man in aller Regel den Beckenboden nicht. Hierfür sorgt zum einen die Beckentiefe von idealerweise mehr als zwei Metern, zum anderen ein Schwimmgürtel. Deswegen kommt es auch zu keiner Stoßbelastung, was das Aquajogging für Menschen in der Rehabilitation so wertvoll macht.



Auf der anderen Seite muss man eine ganze Menge Kraft einsetzen, um von der Stelle zu kommen. In einer britischen Studie aus dem Jahr 2003 konnte nachgewiesen werden, dass Aquajogging aufgrund der hohen Dichte des Elementes Wasser eine echte Alternative zum Laufen an Land ist, und dass ein Sportler auch mittels Aquajogging seine aerobe Leistungsfähigkeit zumindest konservieren kann.

Bemerkenswert beim Aquajogging ist der Fakt, dass die gemessenen Herzfrequenzen deutlich niedriger sind als beim Laufen an Land. Die Sportwissenschaft führt dies darauf zurück, dass der Anteil der aktiven Muskelmasse beim Aquajogging geringer ist, da das Körpergewicht im Wasser weniger zum Tragen kommt.

Aquajogging lohnt auch bei fitten Athleten


Im Rahmen einer britischen Studie aus dem Jahr 2004 absolvierten sechs Fußballer aus der A-Jugend eines Premier-League-Clubs binnen vier Wochen insgesamt acht Aquajogging-Einheiten à 30 bis 40 Minuten. Die Spieler befanden sich nicht in der Rehabilitationsphase, sondern standen zum Zeitpunkt der Untersuchung „voll im Saft“. Die Forscher wollten herausfinden, wie sich intensives Aquajogging auf den Fitnesszustand von ohnehin schon gut trainierten Menschen auswirkt.

Bei dieser Studie absolvierten die Probanden neben einigen Einheiten bei gleichmäßigem Tempo auch Pyramidensprints. Hierbei mussten sie zunächst 10 Sekunden lang im Wasser so schnell wie möglich „sprinten“. Anschließend erhielten sie die gleiche Zeit für die Regeneration. Die Pyramide wurde dann in 10-Sekunden-Schritten bis auf 60 Sekunden Belastung (und logischerweise 60 Sekunden Pause) hochgeschraubt. Anschließend reduzierte man die Umfänge, bis man bei wieder bei den 10 Sekunden Belastung vom Anfang angelangt war. Das Resultat: Nach Ablauf der vier Wochen wiesen die Fußballer eine Verbesserung ihrer Sprintausdauer zu Wasser und zu Land auf.

Allerdings bietet diese Studie auch eine gewisse Angriffsfläche: Sechs Probanden sind alles andere als eine repräsentative Zahl, eine größere Zahl an Teilnehmern würde die Stichhaltigkeit sicher erhöhen. Dennoch deutet die Untersuchung zumindest das Verbesserungspotenzial im Wasser für Sportler an, die austrainiert erscheinen.

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