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7 Fakten zu Kalium

Kalium ist ein Elektrolyt, der von den Körperzellen benötigt wird, damit sie funktionieren. Um richtig arbeiten zu können, sind vor allem Muskeln und Nerven auf Kalium angewiesen. Du möchtest mehr über den Elektrolyt erfahren? Wir haben sieben wissenswerte Fakten zu Kalium für Dich zusammengestellt.

Stimmt der Kaliumwert nicht, ist die Muskelkontraktion gestört

Der normale Kaliumwert bei einem Erwachsenen liegt zwischen 3,5 und 5,1 mmol pro Liter Blut. Bewegt sich der Wert nicht in diesem Bereich, können die Muskeln nicht mehr richtig arbeiten. Denn: Kalium spielt eine wichtige Rolle bei der Übertragung von elektrischen Impulsen an Nerven- und Muskelzellen. Ist der Kaliumspiegel nicht im Normalbereich, wird die Weiterleitung der Impulse gestört und die Muskeln können sich nicht mehr richtig kontrahieren.

Kalium – Helfer bei der Regeneration

Kalium wird benötigt, um in den Muskeln und der Leber Kohlenhydrate einzulagern. Entsprechend ist eine ausreichende Versorgung mit Kalium für eine schnelle Regeneration von zentraler Bedeutung.

Ein Hormon reguliert den Kaliumwert

Das Hormon Aldosteron sorgt dafür, dass der Kaliumwert konstant bleibt. Steigt der Kaliumwert im Blut, reagiert der Körper und schüttet mehr Aldosteron aus. Das Hormon regt anschließend die Nieren an, damit diese mehr Kalium ausscheiden. Befindet sich wiederum zu wenig Kalium im Blut, drosselt der Körper die Aldosteron-Produktion und die Niere scheidet weniger Kalium aus. Auf diese Weise wird der Kaliumwert reguliert.

2 Gramm Kalium am Tag

Allgemein gilt der tägliche Bedarf an Kalium als gedeckt, da der Elektrolyt in vielen Lebensmitteln enthalten ist. Aus diesem Grund ist ein Kaliummangel unwahrscheinlich – eintreten kann er jedoch bei Mangelernährung. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) empfiehlt bei Erwachsenen einen Wert von zwei Gramm (2000 Milligramm) Kalium pro Tag.  

Obst und Gemüse besonders kaliumreich

Frisches Obst und Gemüse sind die besten Kalium-Lieferanten. Folgende Gemüse- und Obstsorten sind besonders kaliumreich, da sie einen Kaliumwert von 250 bis zu 700 Milligramm pro 100 Gramm aufweisen:

Gemüse:
- Avocado
- Fenchel
- Grünkohl
- Hülsenfrüchte
- Spinat
- Pilze
- Auberginen
- Blumenkohl
- Brokkoli
- Grüne Bohnen
- Erbsen
- Karotten
- Kohlrabi
- Kürbis
- Mais
- Rosenkohl
- Tomaten

Obst:
- Aprikosen
- Bananen
- Himbeeren
- Honigmelone
- Johannisbeeren
- Kiwi
- Rhabarber
- Trockenfrüchte

Kalium verflüchtigt sich beim Kochen

Am besten nimmt der Körper das Kalium aus der Nahrung auf, wenn es beispielsweise im Fall von Gemüse roh verzehrt wird. Beim Kochen ist Vorsicht geboten: Lässt man Gemüse noch längere Zeit im Kochtopf, obwohl es gar ist, verflüchtigt sich das Kalium und geht in das kochende Wasser über. Dann kann der Körper das Kalium nicht mehr aufnehmen – es sei denn, das Wasser selbst wird verwendet (z. B. Suppe).

Kalium wird in Kombination mit Magnesium am effektivsten aufgenommen

Kalium ist abhängig von Magnesium. Denn: Der Körper benötigt das Magnesium als eine Art Motor, damit unsere Zellen Kalium verwerten können. Nur in Verbindung mit Magnesium ist die Funktion von Nervensystem und Muskulatur durch Kalium sichergestellt.

Quelle: Paolo M. Suter: Checkliste Ernährung (erscheinen im Thieme Verlag)

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