Interview mit Roland Golderer

Interview mit Roland Golderer

Wir sprechen mit Moutainbiker Roland Golderer dem Trans Germany Gewinner über die Schwierigkeiten im Moutainbike-Sport und seine persönlichen Erfahrungen in diesem Bereich.

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netzathleten: Seit wie vielen Jahren bist du Mountain-Bike-Profi und wie hat alles angefangen?
Roland Golderer: Ernsthaft Rennen, vor allem Mountainbike, fahre ich nun seit 15 Jahren. Begonnen hat das Ganze mit dem Start bei sämtlichen Hobbyveranstaltungen im süddeutschen Raum sowohl mit dem Rennrad als auch dem Mountainbike. Später trat ich dann meinem Verein, dem RSV Schwalbe Ellmendingen, bei und löste eine Lizenz.

netzathleten: Welche ist deine Lieblingsstrecke und welche magst du gar nicht?

Roland Golderer: Als Lieblingsstrecke würde ich gleich mal „Bad Wildbad“ nennen: Es ist ein Marathon, den ich zum einen schon gewonnen und sonst häufig auf dem Podest beendet habe, zum anderen liegt die Strecke in meinem Trainingsgebiet. So etwas motiviert, denn man kennt die Art der Anstiege und Abfahrten bei allen Wetterbedingungen, und natürlich sind immer auch Freunde und Bekannte da. Wenig sympathisch waren mir, eher in der Vergangenheit, Cross Country Bundesligakurse wie Albstadt oder Heubach, wo es fast nur steil bergauf- und ab geht, da kam ich nie gut mit zurecht.

netzathleten: Wie gut muss man sich eigentlich als Mountainbike-Fahrer mit seinem Gefährt
auskennen? Sind so etwas wie technische Lehrgänge sinnvoll?

Roland Golderer: Tja, das kommt vielleicht auf die Betreuung an. Als ich zum Beispiel einmal einen Mechaniker eines Laufradherstellers beim Roc d’ Azur (Rennen in Südfrankreich) bat, mein Laufrad zu zentrieren, schüttelte er nur den Kopf und verwies darauf, dass ein Rennfahrer so etwas doch schon selbst können müsse.


Da man im Falle eines Defekts, vor allem im Marathon, oft auf sich alleine angewiesen ist, sollte man sich schon mit der Funktionsweise von Antrieb und Bremsanlage, bzw. den Laufrädern vertraut gemacht haben, denn nur so kann man den Problemen auch entgegentreten. Technische Lehrgänge, Workshops oder Schulungen können sicherlich hilfreich sein, aber man lernt auch immer Einiges von erfahrenen Team- oder Vereinskollegen.

netzathleten: Hast Du in Deiner Extremsportart keine Angst vor Verletzungen?
Roland Golderer: Bisher hatte ich in meiner sportlichen Laufbahn viel Glück: das Spektakulärste war ein Knöchelbruch in diesem Frühjahr, der allerdings erst festgestellt wurde, nachdem ich vom aufgegebenen Rennen noch 500km mit dem Auto nach Hause gefahren bin.

netzathleten: Welcher Wettkampf gefällt dir persönlich am besten?
Roland Golderer: Mir gefällt Mountainbike-Marathon am besten. Besonders, wenn man ein großes Rennen wie eine WM fährt. Da muss man auf etwa 100 Kilometern schnelle und technisch anspruchsvolle Abschnitte absolvieren und am Ende muss man für eine gute Platzierung noch ein intensives Finale fahren. Man wird ganz einfach körperlich und mental voll gefordert und kann sich nicht verstecken.

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