Zink – Spurenelement für Sportler
Neben den drei großen Nährstoffgruppen Proteine, Kohlenhydrate und Fette benötigt unser Organismus zahlreiche zusätzliche Stoffe, die so genannten Mikronährstoffe. Zu ihnen zählen neben Mineralstoffen und Vitaminen auch die Spurenelemente. Ein solches Spurenelement, das für Sportler von großer Bedeutung ist, ist Zink.
„Zink ist ein sehr multivalentes Spurenelement mit zahlreichen Funktionen“, erklärt Dr. med. Peter Konopka, Internist, Sport- und Ernährungsmediziner. „Zink ist in unserem Körper unter anderem für die Unterstützung des Immunsystems und der Wundheilung verantwortlich, zudem ist es an zahlreichen Stoffwechselvorgängen beteiligt und trägt auch zur Erhöhung des Testosteron-Spiegels bei. Außerdem unterstützt es die enzymatischen Schutzsysteme gegen Freie Radikale“, so der Experte weiter.
Exkurs: Freie Radikale
Freie Radikale sind Atome oder Moleküle, denen ein Elektron fehlt. Um dieses fehlende Elektron „zurück zu bekommen“, greifen sie andere Molekülverbindungen an und „entreißen“ diesen ein Elektron. Dadurch entstehen wieder neue freie Radikale, die sich wiederum ein fremdes Elektron aneignen und so weiter. Eine zu hohe Konzentration an freien Radikalen kann zu einer Schädigung von Zellmembranen, der Erbsubstanz (DNS) und ganzer Körperzellen führen.
Freie Radikale entstehen vor allem bei der Energiegewinnung mit Sauerstoff in den „Kraftwerken“ (Mitochondrien) der Zellen. Da beim Sport mehr Sauerstoff aufgenommen und „verbrannt“ wird, sind Sportler besonders häufig von einer erhöhten Konzentration an freien Radikalen betroffen.
Zink - essentiell besonders für Sportler
Zink ist für Sportler aus zweierlei Sicht von besonderer Bedeutung. Erstens hilft es dabei, freien Radikale unschädlich zu machen. „Die Bekämpfung der freien Radikale erfolgt vor allem durch die antioxidativen Schutzsysteme unseres Körpers, wobei Zink eine zentrale Rolle spielt. Zink ist neben Selen und anderen Mikronährstoffen ein Mikronährstoff, der freie Radikale bindet und somit einer Erhöhung ihrer Konzentration entgegen wirkt“, erläutert Konopka.
Zweitens unterstützt Zink das Immunsystem. „Der Körper antwortet auf eine hohe Belastung mit einer Entzündungsreaktion. Um diese zu bekämpfen tritt das Immunsystem auf den Plan, zu dessen Funktionieren wiederum Zink einen großen Teil beiträgt. Außerdem wirkt Zink einer durch zu intensive sportliche Belastung erhöhten Infektanfälligkeit entgegen.“, sagt der Sportmediziner.
Tagesbedarf an Zink
Der durchschnittliche Tagesbedarf an Zink liegt bei Durchschnittsbürgern und Freizeitsportlern bei 10 bis 15 mg pro Tag. „Sehr aktive Sportler sollten etwa 25 mg am Tag zu sich nehmen“, rät Konopka. Bei Infekten kann man dem Experten zu Folge vorübergehend etwa 50 bis 100 mg Zink pro Tag zu sich nehmen, da das Immunsystem in dieser Zeit stark beansprucht wird.
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