Fitnesstrend Functional Training

Fitnesstrend Functional Training

Erkundigt man sich derzeit nach den neuesten Fitnesstrends, stolpert man zwangsläufig über den Begriff „Functional Training“. Wir haben beim Personal Coach und Functional Trainings-Ausbilder Justus Schneider nachgefragt, was sich dahinter verbirgt.

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Functional Training hebt Krafttraining auf eine neue Ebene. Fast jeder Fitness Trainer, der etwas auf sich hält, beschäftigt sich derzeit mit dieser Trainingsmethode. Zugegeben, bei einigen wirkt es eher so, als ob sie die Übungen nur mit ihren Kunden machen, weil das gut aussieht und trendy ist.

Bewegungen trainieren


Andere wissen den Mehrwert von Functional Training aber durchaus zu schätzen. Vor allem, wenn man mit Athleten trainiert, zeigen sich schnell die Vorteile: „Beim Functional Training trainieren wir Bewegungen und nicht einzelne Muskeln. Das ist der wesentliche Unterschied zum Krafttraining“, sagt Justus Schneider von Nao PT in Köln.



„Das können genauso Alltagsbewegungen wie sportartspezifische Bewegungen sein“, erklärt Justus Schneider. Statt isoliert einen einzelnen Muskel aufzupumpen, werden beim Functional Training Muskelschlingen in verschiedenen Dimensionen und Ebenen trainiert.

Functional Training kommt ohne schwere Gewichte aus


Bevor es losgeht, steht erstmal ein so genanntes Assessment an. Dabei handelt es sich um eine Art Bestandsaufnahme: Der Trainer testet Beweglichkeit, Kraft und Koordinationsvermögen als Basis für die weitere Trainingsplanung. Grundlage sind simpel aussehende Übungen, wie z.B. eine Kniebeuge. Und siehe da: Mit der korrekten Ausführung wird eine gehaltene Kniebeuge ohne Zusatzgewicht plötzlich zu einer anspruchsvollen Übung.



„Das ist der große Vorteil des Functional Training“, sagt Justus Schneider, „man trainiert Alltagsbewegungen und kommt dabei ohne große Gewichte aus.“ Und bereits kleine Änderungen reichen, um den Athleten in eine neue Dimension zu bringen.

Kleine Änderungen steigern den Schwierigkeitsgrad


Am Beispiel Kniebeuge sieht das dann so aus: In der ersten Stufe macht man eine gehaltene Kniebeuge an der Wand. Eine Steigerung davon sind der Ausfallschritt oder sogar einbeinige Kniebeugen im Raum. Noch anspruchsvoller wird es, wenn man dabei auf einem instabilen Untergrund steht.

Durch Training auf wackeligem Untergrund kommt es zu neuromuskulären Anpassungen und zu einer deutlichen Leistungssteigerung: Mehr Koordination, eine höhere Beweglichkeit, kürzere Bodenkontaktzeiten beim Sprint oder weniger Rückenbeschwerden. Damit unterscheidet sich diese Methode deutlich vom klassischen Bodybuilding.

Core Training pur


Es geht beim Functional Training nämlich nicht um Ästhetik und Muskelwachstum, sondern um das Zusammenspiel verschiedener Muskelgruppen, mit dem Ziel, Bewegungen ökonomischer zu machen oder mehr Kraft zu entwickeln.



Ein wesentlicher Bestandteil des Functional Training ist auch die Kräftigung der so genannten Core Muskulatur. Unter Core versteht man die stabilisierenden Rumpfmuskeln, bestehend aus der geraden und seitlichen Bauchmuskulatur sowie Zwerchfell, Beckenboden-, und tiefer Rückenmuskulatur.

Fazit: Functional Training ist eine anspruchsvolle Trainingsform für jeden, der mehr aus seinem Training machen will.


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Es gibt 6 Kommentare

Timo schrieb am 09.02.12 um 10:36
Schade das Functional Training als Trend bezeichnet wird, denn dem ist nicht so! Ich sehe es auch nicht so, dass nur kleine Gewichte benutzt werden müssen. Leider verstehen viele den Sinn nicht der hinter Funktionalem Training steht, denn es geht eben nicht nur darum, muskelschlingen zu trainieren oder möglichst komplexe Übungen zu praktizieren, die dabei auch noch spektakulär aussehen. Es geht viel mehr darum, den zu trainierenden an seine spezifischen Belastungen anzupassen, damit er z.B. in seiner Sportart besser werden kann! Ein Dauerlauf z.B. ist für einen Fussballer nicht funktional, da er die Anforderungen einer dauerhaft aeroben Energiebereitstellung während eines Spieles nicht benötigt. Sprints, mit Abstoppen und kurzen Joggingphasen wären hier funktional, da Sie zum Bewegungsprofil passen! Leider wird durch den Trend funktionales Training oft vollkommen missverstanden!
Timo schrieb am 09.02.12 um 10:35
Schade das Functional Training als Trend bezeichnet wird, denn dem ist nicht so! Ich sehe es auch nicht so, dass nur kleine Gewichte benutzt werden müssen. Leider verstehen viele den Sinn nicht der hinter Funktionalem Training steht, denn es geht eben nicht nur darum, muskelschlingen zu trainieren oder möglichst komplexe Übungen zu praktizieren, die dabei auch noch spektakulär aussehen. Es geht viel mehr darum, den zu trainierenden an seine spezifischen Belastungen anzupassen, damit er z.B. in seiner Sportart besser werden kann! Ein Dauerlauf z.B. ist für einen Fussballer nicht funktional, da er die Anforderungen einer dauerhaft aeroben Energiebereitstellung während eines Spieles nicht benötigt. Sprints, mit Abstoppen und kurzen Joggingphasen wären hier funktional, da Sie zum Bewegungsprofil passen! Leider wird durch den Trend funktionales Training oft vollkommen missverstanden!
rfdung schrieb am 21.12.11 um 16:49
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Starly schrieb am 18.12.11 um 15:14
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KB GYM schrieb am 22.05.11 um 09:23
Functional Training ist kein Trend, sondern eine Trainingsform, die schon lange von Athleten genutzt wird, die ernsthaft trainieren. Dabei hilft es Wettkampfsportlern, wie auch Freizeitathleten. Functional Training schließt das Nutzen von Gewichten nicht aus, im Gegenteil, wieviel mehr Balance errecht man, wenn man einseitig schwere Gewichte einsetzt und somit eine extreme Rumpfstabilität erreicht! Auch plyometrisches Training, welches durch Gewichte unterstützt wird, kann die Sprungkraft extrem steigern. Viele Grüße Daniel (KB-GYM)

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