Eine Frage des Timings - Fett essen und dabei abnehmen

Eine Frage des Timings - Fett essen und dabei abnehmen

Low-Carb oder Low-Fat – was bringt mehr? Dieser Frage sind bereits einige Untersuchungen nachgegangen. Eine Israelische Studie hat nun einen Zusammenhang zwischen fettreicher Ernährung und einem gesteigerten Stoffwechsel entdeckt. Allerdings unter einer Bedingung.

Die fettreichen Mahlzeiten müssen zu festgelegten Tageszeiten aufgenommen werden. Vorausgesetzt, man isst überwiegend gesunde Fette (pflanzliche Öle, Fisch, Nüsse), scheint man bei gleicher Energiebilanz schneller abzunehmen als bei einer fettreduzierten Kost.

Wissenschaftler der Hebrew Universität in Jerusalem haben mit Mäusen ein 18-wöchiges Experiment durchgeführt. Die Mäuse wurden in vier Gruppen unterteilt. Entweder bekamen die Mäuse eine Low-Carb oder eine Low-Fat-Kost und die Hälfte der Mäuse fraß zu festen Uhrzeiten, während die andere Hälfte zu unregelmäßigen Zeiten Essen bekam.



Obwohl die Kalorienzufuhr für alle Versuchsmäuse identisch war, hatten die Low-Carb (High-Fat)-Mäuse am Ende ein niedrigeres Körpergewicht als die Low-Fat-Mäuse. Das galt allerdings nur für die Mäuse, die zu geregelten Uhrzeiten speisten.

Warum nimmt man trotz hoher Fett-Zufuhr ab?

Mit jeder Nahrungsaufnahme steigt der Insulinspiegel an und sorgt dafür, dass die einströmende Energie in Form von Nährstoffen gespeichert wird. So lange Nahrung verdaut wird, findet keine Fettverbrennung statt. Stattdessen nutzt der Körper die aufgenommene Energie.

Timing ist gefragt

Ist jedoch keine Nahrung mehr verfügbar, schaltet der Körper zur Energieversorgung auf Fettverbrennung um. Das richtige Timing beim Essen ist daher ein wichtiges Werkzeug beim Kampf gegen den Hüftspeck. Zwischen den einzelnen Mahlzeiten sollten mindestens drei oder mehr Stunden vergehen, in denen man nichts außer Wasser, ungesüßte Tees oder Kaffee zu sich nimmt.

Fazit: Der radikale Verzicht auf Fett ist also wenig sinnvoll. Im Gegenteil, Fett erfüllt im Körper lebenswichtige Aufgaben und gehört daher auf den täglichen Speiseplan. Achte aber unbedingt auf gesunde, ungesättigte Fettsäuren und meide industriell hergestellte Transfette. Gute Fette sind in Hochseefisch, Nüssen und pflanzlichen Ölen (Olive, Leinsamen) enthalten.

Quelle: http://www.sciencedaily.com/releases/2012/09/120912084430.htm

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Es gibt einen Kommentar

Carolin schrieb am 01.12.12 um 15:21
Carolin
Man sollte nicht den alten Fehler machen, pflanzliche Fette mit "gesund" gleichzusetzen und tierische mit "ungesund" bzw. ungesättigte mit gesund und gesättigte mit ungesund... Erstens sind nur die wenigsten pflanzlichen Fette wirklich gesund (ok sind einzig und allein Olivenöl und naturbelassenes Kokosöl), da sie den in der getreidebasierten Ziviliasationskost vorhandene Omega-6-Überschuss noch weiter verstärken. Ferner sind flüssige Öle so gut wie immer schon im Laden bereits ranzig (= oxidiert, und damit schwer gesundheitsschädlich), da sie meist hochungesättigt und damit extrem reaktionsfreudig sind. Einzig und allein echtes Olivenöl (billiges Supermarkt-Olivenöl ist übrigens ganz legal gepanscht; ein gutes Olivenöl kostet ca. ab 8,- für 0,5 l) ist bei Raumtemperatur aufgrund des hohen Ölsäuregehaltes einigermaßen haltbar. Alle anderen Öle müssen stets ganz frisch von der Mühle sein und dann gekühlt werden (aber nicht in der Kühlschranktür - zuviel Bewegung und damit wieder vermehrte Oxidation) und schnellstens verbraucht werden. So, und sind tierische Fette nicht ungesund! Wie kommt man auf so etwas? Unser eigenes Körperfett ist "tiersches", gesättigtes Fett. Wenn unser Körper unser Fett verbrennt, wie kann dieser Zustand ungesund sein? Wie kommt man auf den Gedankengang, z.B. Margarine (bis auf ein Molekül mit Plastik ident) sei gesund und Butter (ein absolut natürliches und sehr gut schmeckendes Produkt) wäre ungesund? Richtig, das macht überhaupt keinen Sinn. Da hat die Werbung ganze Arbeit geleistet. Im übrigen eignen sich hochungesättigte Fette auch nicht als Treibstoff, sie müssen erst vom Körper chemisch gesättigt werden. MCT-Fette wie Kokosöl oder gesundes gesättigtes Fett wie Butter kann dagegen direkt als Energie verstoffwechselt werden. Außerdem verhalten sich gesättigte Fette im Körper nicht potentiell schädlich, während hochungesättigte das schon tun: Ihnen fehlt ein Elektron (ungesättigt eben) und daher sind sie extrem reaktionsfreudig. Sie verhalten sich daher wie freie Radikale. Wenn man nicht gleichzeitig genügend Antioxidantien (z.B. Vitamin E und C) dazu aufnimmt, entfalten diese schon ihre zerstörerische Wirkung. Was Nüsse angeht, so sollten diese unbedingt roh (sonst sind die Fette ja erhitzt und hier besteht akute Transfettgefahr -> erhitzen über 130°C von hochungesättigten Fetten lässt diese entstehen) und frisch sein. Nüsse aus der Packung sind i.d.R. immer ehitzt, weil sie sonst nicht halten würden. Außerdem hat man ein großes Risiko für Aflatoxinbelastung (Schimmelpilzgifte) dabei. Also: Nüsse nur saisonal, frisch und aus der Schale essen. Und im Kühlschrank lagern. Oder speziell als Rohkostqualität deklarierte, vakuumierte Ware nehmen. So, eine gute Zusammenfassung zum Fett ist hier gegeben: http://www.urgeschmack.de/fett-eine-zusammenfassung/

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