|
|
|
Foto: keine Quelle wurde angegeben
|
|
(Handball Frauen)
hoffen wir das es so weiter geht und das die männer morgen nachziehen
Aller Anfang ist schwer. In ihrem ersten Spiel der Olympischen Spiele taten sich die deutschen Frauen gegen Panamerika-Meister Brasilien recht schwer, brachten aber beim 24:22 (11:12) zwei wichtige Punkte unter Dach und Fach. „Unter dem Strich ist es wichtig, dass wir gegen einen Mitbewerber um den Einzug ins olympische Viertelfinale gewonnen haben. Die Nervosität bei den Spielerinnen war bis zum Schluss zu spüren“, lautete das Fazit von Horst Bredemeier, dem Delegationsleiter des deutschen Handballteams in Peking. Die engagierten Brasilianerinnen gingen im ersten Durchgang sehr robust zu Werke. Steffi Melbeck, Grit Jurack oder Anja Althaus bekamen dies schmerzlich zu spüren. Und die beiden Referees aus Frankreich ahndeten das harte Einsteigen nur zu selten. Und wenn dann vermochte das deutsche Team den numerischen Vorteil kaum zu nutzen. So wurden Mitte der ersten Halbzeit selbst bei doppelter Überzahl die sich bietenden Chancen gleich reihenweise vergeben. Und mit dem Halbzeitpfiff ging Brasilien wieder mit 12:11 in Führung. „Wir finden nicht zu unserem Spiel“, stellte DHB-Vize Reiner Witte auf der Tribüne fest. Und Armin Emrich erkannte „die Verkrampfung, die durch das Gewinnen-Müssen im ersten Spiel eines Turniers um sich gegriffen hatte.“
Nach dem Wechsel besann sich das DHB-Team auf seine Stärken, kämpfte weiter um jeden Ball und stand in der Abwehr sicher. Dahinter zeigte die eingewechselte Torfrau Clara Woltering tolle Reaktionen. Bis zur 44. Minute gestattete man den Gegnerinnen aus Südamerika kein einziges Tor. Erst nach dem 20:12 konnte Aline Santos zum 13. Treffer für Brasilien einwerfen. Doch plötzlich war der Angriffsschwung im deutschen Spiel – von Anne Loerper geschickt initiiert – wieder verflogen. Tor um Tor schmolz der komfortable Vorsprung. Brasilien wechselte zu einer offensiveren Deckung und kam nun vor allem mit schnellen Gegenstößen und der baumlangen Eduarda Amorim zu Erfolgen. Das 24:20 durch Nadine Krause hätte eigentlich für Ruhe sorgen sollen, doch eine Zwei-Minuten-Strafe für Anja Althaus ließ noch einmal kurzzeitig Spannung aufkommen. „Am Ende steht ein ungeheuer wichtiger Sieg zum Einstieg ins Turnier. Und nur das zählt“, atmete Bundestrainer Armin Emrich durch.
Deutschland: Englert (bis 30.), Woltering (ab 31.); Härdter (2), Jurack (4/1), Wörz, Müller(n.e.), Steinbach (n.e.), Loerper (3/1), Hering (3), Krause (6), Neukamp (n.e.), Baumbach (1), Melbeck (4), Althaus (1).
Brasilien: Masson (bis 43.), de Paula (ab 43.); Diniz (3), Nascimento (4), Piedade (1), Amorin (3), Oliveira (1), Rodrigues (1), Rosas (1), Jacques, Silva, Mesquita (1), Cavaleiro (1), Santos (6/1).
SR: Breto/Huelin (ESP). – Z: 2500 - Siebenmeter: 3/2:2/1 (Krause an den Pfosten – Santos verwirft). – Strafminuten: 4:4 (Althaus/zweimal – Oliveira, Cavaleiro). – Spielfilm: 7:7, 9:7, 11:12 – 20:12, 22:16, 23:19, 24:20; 24:22.
Stichwörter:
Deutsche Handballnationalmannschaft der Damen,
Handball Frauen,
Olympia Beijing,
Peking