Klaus Krawelitzki |
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9582 Aufrufe | 07.07.2008 |
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(Mountain Bike) 100 km von Stahnsdorf über Potsdam - Caputh - Ferch - Werder - Potsdam zurück nach Stahnsdorf
die Schwielowseerunde ist ein weiterer Klassiker in unserem Tourenprogramm rund um Berlin. Mit 100 km Länge und ca 900 hm gehört sie schon zu den härteren Runde, weil es besonders am Anfang viel über Trails, Forstweg und Schotterpisten geht.

Start ist in Stahnsdorf an der Schleusenbrücke von wo aus es gleich nach links rein in den Wald geht. Zum Einrollen genau richtig geht es leicht wellig Richtung Dreilinden und bei der alten Grenzanlage über den Teltowkanal hinweg.

Dann kommt unser Lieblingstrail und ein kurzes Stück auf Schotter, bis wir in Potsdam Babelsberg auf Asphalt wechseln. Vorbei an den Fasaden der Filmstudios Babelsberg, geht es Richtung Hauptbahnhof Potsdam um von dort auf den Brauhausberg Richtung Einsteinturm und Telegraphenberg zu klettern. Dort hat seit Mai 2008 ein Klettergarten geöffnet. Der Anstieg ist klasse, leicht technisch und mit 8-12% auch ordentlich steil. Durch den Regen der letzten Tage war die Spur ganz schön ausgewaschen, aber Technikschule schadet ja nicht.

Oben halten wir uns mehr links und klettern auf den "höchsten" Berg der Umgebung, den kleinen Ravensberg (115 m), es wäre ein leichtes, jetzt gleich den großen Ravensberg (105 m) in Angriff zu nehmen, aber wir machen eine schöne große Schleife durch den Forst, vorbei an kleinen Seen, Gartenanlagen über den Galgenberg (84 m) durch die Bergholzer Heide, bevor wir den großen Ravensberg erklimmen.

Da geht es dann schon mal mit 14% den Berg hoch. Dafür gibt es eine klasse Abfahrt, mit hohen Stufen und verwurzelten Trails. Zwar nicht sehr lang, aber immerhin. Der nächste Abschnitt geht durch den brandenburger Forst bis nach Caputh. Die Strecke ist stangen gerade und schön breit, hier rollt es normaler Weise ganz locker dahin, es sei denn es hat viel geregnet und der Sand ist vom Wasser zusammengeschoben und tief. In Caputh angekommen haben wir ca 46 km geschafft und gehen bei Oma an der Promenade erst mal einen Kaffee trinken. Hier könnte man Sozialstudien betreiben, wenn man Zeit hätte, aber wir wollen ja weiter und so geht es nach einem kurzen Stück auf der Promendade hoch zur Hauptstrasse und parallel dazu bis nach Ferch auf super schön hergerichteten Radwegen auf feinem Schotter und über Holzkonstruktionen bis nach Ferch, dem südlichen Ende des Schwielowsee. Dort geht es immer mehr oder weniger dicht am Wasser entlang Richtung Petzow. Dort heißt der See dann Glindower See und wir nehmen schon Kurs auf Werder. Ein tolles kleines Städtchen auf einer Halbinsel gelegen und bekannt durch das Kirschblütenfest im Frühjahr. Auf der Inselstadt haben wir ein super nettes kleines Lokal (Cafe Michaelis) gefunden. Dort ist erst mal richtig Pause angesagt, weil man nach ca 62 km dann doch ordentlich Hunger hat. Thomas meint es wäre die beste Kneipe in ganz Werder und würde, wenn die Runde nicht 100 km hätte, am liebsten jeden Sonntag dort vorbeifahren. Ich bin mir nicht ganz sicher, ob es an dem leckeren Bauernfrühstück liegt, oder doch an der knackigen Wirtin (siehe Bild unten). Er hat zumindest schon mal ihre Telefonnummer.

Ein kurzer Schlenker über die Inselstadt leitet die Rückfahrt ein. Über die Eisenbahn- und Fußgängerbrücke geht es zurück Richtung Wildpark West. Wir bleiben aber am Wasser und fahren Richtung Geltow um noch einmal von der anderen Seeseite nach Caputh zu kommen.

Dort geht es dann über die nächste Eisenbahn- Fußgängerbrück zurück zur Caputher Promenade. Wir lassen Oma mit ihren Individuen alleine Kaffee trinken und fahren gleich hoch zur Hauptstraße und fahren an der westlichen Seite des Templiner Sees zurück nach Potsdam auf die Rückseite des Brauhausberges zu. Kurz Richtung Teltower Vorstadt geht es wieder durch Babelsberg Richtung Steinstücken in die Parforceheide. Wenn wir die Autobahn überqueren geht es den Schlenker durch die Wüste Mark (die erstaunlich schön ist) zurück zwischen dem Wald- und dem Südwestfriedhof zurück Richtung Stahnsdorf. Am alten Militärgelände biegen wir dann noch einmal links ab zum Teltowkanal und fahren auf einem kurzen Stück der alten Friedhofsbahn an einer Panzersperre vorbei bis ans Wasser.

Am Kanal entlang geht es die letzten zwei Kilometer auf einem super schönen Trail bis zur Schleusenbrücke. Eine klasse Tour mit viel Historischem ist zu Ende und wir sind redlich platt.

Die Tour ist tricky, deshalb habe ich die GPS Daten noch mal überarbeitet und die Tour dann in insgesamt 3 Teilabschnitte aufgeteilt. Das macht Sinn, weil ich so drei Farben vergeben konnte und man an den Stellen, an denen die Tour sich kreuzt oder teilweise überlappt nicht auf der falschen Fährte weiter fährt. Infos dazu wieder gerne unter www.bike-sportreisen.de oder direkt als mail unter berlin@sportreisen.de
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